Aktuelles

Spendenaufruf des HEIDTER BÜRGERVEREINS e. V.

Wasserversorgung für die historische Pferdetränke an der Lönsstraße auf dem Heidt

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
(Erich Kästner)

Sieht sie nicht hübsch aus, die historische Pferdetränke an der Lönsstraße? Seit dem „Barmer Angriff“ am 30. Mai 1943 fehlt ihr nur eins, nämlich das dazugehörige Wasser!

Gestiftet wurde die Tränke einst von Johann Caspar Engels, einem Verwandten des Gesellschaftsreformers Engels, an der alten Kohlenstraße, die vom Ennepe-Ruhr-Kreis über Langerfeld (z. T. auch Wichlinghausen), Oberbarmen und Heckinghausen zum Lichtscheid und von dort weiter in die Bachtäler mit den Hammerwerken nach Solingen und Remscheid führte. Die Denkmalbehörde datiert die Errichtung um 1912. Der Steinmetz ist unbekannt. Leider ließ sich bis heute das Datum der Errichtung nicht ermitteln. Inzwischen hat Herr Finkentey für den Heidter Bürgerverein recherchiert, dass eine identische Pferdetränke in Dresden-Neustadt existiert – 2014 restauriert und mit Wasserversorgung versehen...

Gut vorstellbar ist die damalige vorindustrielle Situation: schwer mit (mindestens 1 Tonne) Kohlebrocken beladene einachsige Fuhrwerke oder auch direkt mit der Kohle beladene Pferde zogen mühsam und sicherlich auch mit Kutscherflüchen bedacht den Berg durch den Barmer Wald hinauf - ein für die Tiere auf unbefestigten Hohlwegen schweißtreibendes Arbeitspensum.

Seid gut zu den Tieren“ lautet die Inschrift auf der Pferdetränke, und Johann Caspar Engels hatte entsprechend gehandelt und den geplagten Pferden die schöne Tränke erbauen lassen. Dabei dachte er auch an die Hunde: deren Trinkbecken sind unten angebracht.

Der Heidter Bürgerverein e. V. (HBV) hatte im Mai 2007 eine Anfrage in die Bezirksvertretung Heckinghausen gestellt, die am 14.8.2007 als Drucksache VO/0488/07 behandelt wurde, allerdings nur mit dem Ergebnis, dass der Antrag zunächst einmal zurückgestellt wurde. ´Die BV wird sich diesem Thema zu einem späteren Zeitpunkt widmen`, sagt das Protokoll aus. Angesichts der Wuppertaler Finanzsituation ist das leider bisher nicht erfolgt. Auf der Vorstands- und Beiratssitzung des HBV im Oktober 2013 wurde das Thema ausgiebig diskutiert und dann beschlossen die Sache anzupacken. Wir möchten das Wasser wieder fließen sehen. Unsere Vereinskasse alleine gibt jedoch leider die Mittel nicht her. Eine Voraussetzung für die Förderung des Projektes war die Eintragung in die Denkmalliste. - Am 22.11.2016 wurde die Tränke in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen. Nun können Förderanträge bei den Denkmalstiftungen eingereicht werden; der Antragsteller ist aber gehalten, einen Eigenanteil in Höhe von ca. 25% aufzubringen.

Einige Anwohner der nahen Wohngebiete meinten, man solle die Sache doch einfach gemeinsam in die Hand nehmen.
Daher also dieser Spendenaufruf zu Gunsten der Sanierung der historischen Pferdetränke. Der HBV stellt sein Konto dafür zur Verfügung:
„IBAN“- Nr. DE93 3305 0000 0001 5424 55. Bitte den Vermerk „Pferdetränke“ nicht vergessen, denn es handelt sich dann um eine zweckgebundene Spende, und Ihr Bürgerverein kann auf Wunsch dann auch eine Spendenquittung ausstellen. Einige Gespräche, die viel Anlass zu Optimismus gaben, führte unser stellvertretender 2. Vorsitzender, Herr Hansjörg Finkentey, bereits.

Wie stellen wir uns den Wasserzulauf vor? Es gibt da z. B. folgende Möglichkeit: einmal wäre ein unterirdisch von einem Tank ausgehendes Kreislaufsystem möglich; ein Anschluss an einen nahe verlaufenden Regenwasserkanal scheint sogar schon vorhanden zu sein. Prüfungen laufen noch. Natürlich kann in allen Fällen das Wasser nicht bei winterlichen Temperaturen fließen, und Trinkwasserqualität für den menschlichen Genuss kann nicht erreicht werden. 2007 lagen die Kostenschätzungen bei rund 25.000 Euro. Exaktere Zahlen sind inzwischen vorhanden. Wir müssen von mindestens 36.500 € für Steinmetz- und Wasseranschlussarbeiten ausgehen. Außerdem ist der HBV gefragt, als „Pate“ der restaurierten Anlage für künftige Instandhaltungsmaßnahmen und Betriebskosten Verantwortung zu übernehmen.

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner, Freundinnen und Freunde des Heidt, unterstützen Sie uns bitte bei unserem Vorhaben! Ein erster Schritt könnte ein Entschluss zu einer Mitgliedschaft im HBV sein. Sie sind herzlich eingeladen Ihre Fähigkeiten einzubringen und in Ihrem Bürgerverein mitzuwirken. Der nächste Schritt wäre dann eine Spende...
Wir werden Sie fortlaufend informieren. Ein herzliches Dankeschön an Sie vorab!

Hier noch einmal unsere Bankverbindung:

Heidter Bürgervereins e. V.:
Stadtsparkasse Wuppertal
IBAN-Nr.: DE93 3305 0000 0001 5424 55
Verwendungszweck: PFERDETRÄNKE

Ihr Heidter Bürgerverein e. V., Vorstand und Beirat


Pressestimmen:
WZ v. 19.10.2017
WR v. 18.10.2017

 

Wir tauern



 

Sportangebot

Montag

 

Ab 28.08.17

Nordic Walking rund um den Toelleturm

Die Barmer Anlagen dienen nicht nur der Erholung und Freizeitgestaltung, sondern sind außerdem ein idealer Ort für sportliche Aktivitäten. Deshalb freut sich der Barmer Verschönerungsverein, dass der Stadtsportbund seit einigen Tagen am Toelleturm einen Nordic-Walking-Kurs anbietet. An ihrer Fitness Interessierte treffen sich montags um 18.30 Uhr am Toelleturm, Hohenzollernstraße, um sich 90 Minuten unter fachkundiger Anleitung von Jörg Werbeck in den Barmer Anlagen und im Barmer Wald zu bewegen.  

Nordic Walking

www.sportangebote-wuppertal.de/sportkurse/

Hinweis: Stöcke können gegen Gebühr entliehen werden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an ob Stöcke benötigt werden.
Anbieter: Sportbildungswerk des LSB NRW, Außenstelle SSB Wuppertal, Bundesallee 247, 42103 Wuppertal, Telefon: 0202 456055
Kursnummer: 173537
Termin: ab 28.08.2017, 9 x 2 Unterrichtsstunden, 18.30-20.00 Uhr
Ort: Treffpunkt Toelleturm, Hohenzollernstraße 33
Kursleiter: Jörg Werbeck
Kosten: Kursgebühr € 48,60


In diesem Jahr leider nicht.... ©A. Ronsdorf
Heidter Blättchen 2017 online
Neue Parntnerschaft: HBV + Wupper-Küchen und wie Sie als HBV-Mitglied davon profitieren [mehr...]
Obelisk wurde wieder eingeweiht
GESCHENKTIPP! "1200 Jahre Barmen - Die Stadtgeschichte" von Hans Joachim de Bruyn-Ouboter:
288 Seiten mit 530 Fotos, ISBN: 978-3-939843-10-8, 29,95 Euro


aus der Bezirksvertretung

Auf den Seiten der Stadt Wuppertal kann man im RIS (=RatsInformationsSystem) auch im Volltext recherchieren!



KIndertageststätte "Wichtel eV" gerettet

Barmer Stadthalle (heute: Wupperverband)

Die wegen einer fehlenden Feuerschutztreppe von der Schließung bedrohte und seit 21 Jahren an der Alberstraße existierende Kindertagesstätte „Wichtel e.V.“ konnte durch den Einsatz vieler Mitbürger gerettet werden. Handwerker, die ihre Rechnungen stark reduzierten, die Mitarbeit und Spendenbereitschaft von WSV-Präsident Friedhelm Runge und seines technischen Werkleiters sowie die großzügige Spende von Euro 30.000,- des Ehepaares Dagmar und Paul-Horst Hackenberg ermöglichten es. Insgesamt kamen rund Euro 90.000,- zusammen, die in den Umbau und Ausbau des Gebäudes gesteckt wurden. Die Vereinsvorsitzende Frau Ursula Schostock äußerte sich sehr zufrieden über die Rettung der Kindertagesstätte. Sollte ein Käufer für das Haus gefunden werden, es steht unter Insolvenzverwaltung, droht den „Wichteln“ keine Gefahr, denn es gibt einen Mietvertrag für die nächsten 15 Jahre.
Wir freuen uns auch sehr über diesen Rettungsakt und wünschen dem Verein eine ersprießliche und sorgenfreie Zunkuft und danken dem Team für die fürsorgliche Tätigkeit an unseren kleinen Mitbürgern.


 

 

Obelisk wird wieder eingeweiht

12 Tafeln zu Spuren der Barmer Bergbahn

Am kommenden Samstag, 3. Juli, bittet der Barmer Verschönerungsverein um 14 Uhr zur Wiedereinweihung des ältesten Denkmals in den Barmer Anlagen. Der oberhalb der Bushaltestelle Barmer Anlagen stehende „Obelisk“ wurde aufwändig saniert und für die Zukunft widerstandsfähig gemacht, mit einer Schutzschicht gesichert. Bei den Bauarbeiten legten die Arbeiter eine zusätzliche Stufe frei, die wohl zugeschüttet worden war, als nach dem 1955 erfolgten Abriss des Barmer Planetariums die große Wiese eingeebnet wurde. Nun hat das Denkmal auch die eiserne Umzäunung zurück erhalten. Mitglieder des Verschönerungsvereins haben das nötige Geld gespendet.
Ruth Meyer-Kahrweg berichtete 1991 in ihrem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ (Born-Verlag), dass es sich um ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1864 und 1866 handelt. Am 16. Juni 1869 fand die Einweihung des als „Obelisk“ bekannten ältesten der noch erhaltenen Kriegerdenkmäler Wuppertals statt. Pastor Emil Frommel von der evangelisch-lutherischen Gemeinde Wupperfeld hielt die Weiherede.
Das Denkmal aus grauem Sandstein, das auf dem Gelände des Barmer Verschönerungsvereins errichtet wurde, widmeten die Bürger Barmens zwei Gefallenen des Deutsch-Dänischen Krieges, der bei der Schlacht an den Düppeler Schanzen seinen Höhepunkt gefunden hatte, und den 19 Gefallenen des Deutschen Krieges, der nicht in Böhmen bei Königsgrätz, sondern auch in Hessen und Franken ausgefochten wurde. Die Namen der Toten sind mit Sterbedatum und –ort auf weißen Marmortafeln verzeichnet. Die oberen Flächen des Obelisken erhielten als Schmuck steinerne Symbole der Trauer und der Ehre. Ursprünglich war das Denkmal an zwei Seiten von einer niedrigen Mauer umgeben und hatte eine eiserne Umzäunung. Der Einweihung des Denkmals war am Vormittag auf dem Carnaper Exerzierplatz die Weihe der Fahne vorangegangen, die König Wilhelm von Preußen dem Barmer Landwehrbataillon Nr. 39 zuvor verliehen hatte. Im Beisein aller Landwehr- und Kriegervereine der Umgebung wurde die Zeremonie durch General von Zastrow aus Münster und Generalmajor von Schmeling aus Wesel durchgeführt.
Nach der Wiedereinweihung des Obelisken werden 12 Tafeln „Spuren der Barmer Bergbahn“ vorgestellt, die der Verschönerungsverein entlang Trasse aufstellen ließ. Einen Tag später vor 51 Jahren, am 4. Juli 1959, wurde die Barmer Bergbahn trotz heftiger Bürgerproteste stillgelegt. Der BVV-Vorstand dankt der Wolk AG und dem Wupperverband für die finanzielle Unterstützung. In Worten von Klaus-Günther Conrads und historischen Bildern aus verschiedenen Archiven wird die Geschichte der unvergessenen Zahnradbahn (1894-1959) nachgezeichnet. Geplant ist eine Fortsetzung der Route bis zum Clef, wo sich einst der Bergbahnhof (Talstation) befunden hat. Dazu muss zunächst die Finanzierung gesichert werden.
Dem Parkfest zum 140. Geburtstag am 8. Dezember 1864 von 2004 folgend präsentiert sich der traditionsreiche Verschönerungsverein mit einem neuen Slogan: „Zauberhafte Barmer Anlagen“.

Nach der Sanierung der Dicke-Ibach-Treppe hat der Verschönerungsverein mit dem Ehrenmal ein weiteres geerbtes Denkmal gesichert und dem alten Zustand angeglichen.


Foto: Conrads


 

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