Aktuelles

 

 

Bleicherteiche werden Graskuhlen
Pferdetränke: Anträge zur Sanierung auf dem Weg

Pfälzer Steg wird repariert
Barmer Anlagen: Klinkerteich soll Schmuckstück werden
Fundraising machts möglich: Spendenaufruf Pferdetränke
Wir trauern
Obelisk wurde wieder eingeweiht
GESCHENKTIPP! "1200 Jahre Barmen - Die Stadtgeschichte" von Hans Joachim de Bruyn-Ouboter:
288 Seiten mit 530 Fotos, ISBN: 978-3-939843-10-8, 29,95 Euro

 

 

 

 

 

 

OB Mucke hat dem Heidter Bürgerverein zugesagt!Der Heidter Bürgerverein hatte OB Andreas Mucke angesprochen. Der hat erklärt, dass im Haushalt bereits Mittel für das Bauwerk eingeplant sind.
Dazu die Pressemeldung der WZ vom 19.03.2018:


Pfälzer Steg: Neubau oder Reparatur ab 2020
Von Katharina Rüth

Der Heidter Bürgerverein hatte OB Andreas Mucke angesprochen. Der hat erklärt, dass im Haushalt bereits Mittel für das Bauwerk eingeplant sind.

Foto: Anna Schwartz:
Um diese Brücke geht es: Der Pfälzer Steg soll ab 2020 repariert oder neu gebaut werden.

„Für 2020 stehen Finanzmittel für die Sanierung oder den Neubau zur Verfügung.“ Dies hat Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) zur Brücke Pfälzer Steg an den Heidter Bürgerverein geschrieben. Und löst dort große Befriedigung aus: „Das ist ein Riesenerfolg“, so Hermann-Josef Brester, Vorsitzender des Bürgervereins. Denn zunächst hatte es ausgesehen, als bleibe die Fußgängerbrücke über die Wupper für unabsehbare Zeit gesperrt.

„Das ist ein Beispiel dafür, was ein Bürgerverein bewirken kann.“

Hermann-Josef Brester, Vorsitzender des Heidter Bürgervereins, über die Pläne für den Pfälzer Steg

Die Anwohner der Reichsstraße und der angrenzenden Häuser der Uferstraße seien durch die Sperrung von den Geschäften an der Berliner Straße abgeschnitten, hatte Hermann-Josef Brester geklagt. Sie müssten größere Umwege machen, auch um den Wertstoffcontainer auf dem Parkplatz an der B7 neben dem Pfälzer Steg zu erreichen. Zudem störe die Sperrung den Ausblick auf den erst kürzlich renaturierten Abschnitt der Wupper. Aber nun gibt es Aussicht auf eine vergleichsweise schnelle Abhilfe.
Seit fast einem Jahr darf die Wupperbrücke nicht mehr genutzt werden: Die Stadt sperrte die 123 Jahre alte Stahlbrücke im Mai vergangenen Jahres, als eine Routineprüfung ergab, dass ihr der Rost zu sehr zugesetzt hatte. Schon 2006/2007 hatte die Stadt die Brücke wegen Rostschäden behelfsmäßig verstärkt und verengt, kontrollierte sie seither regelmäßig – bis klar war, dass sie die weitere Nutzung durch Fußgänger nicht mehr aushält.
Gitter versperrten dann den Zugang, doch diese wurden von uneinsichtigen Menschen immer wieder verschoben, zum Teil in die Wupper geworfen. Die Stadt stellte deshalb Betonblöcke auf, um das Betreten der Brücke zu verhindern.
Dass sich daran so bald etwas ändert, danach sah es zunächst nicht aus. Das Bauwerk stehe auf der Prioritätenliste nicht an oberster Stelle, hieß es zunächst von der Stadtverwaltung. Es gebe zu viele Brücken und andere Bauwerke, die saniert werden müssen.

Fernwärmeleitung kann nicht als Behelfslösung genutzt werden

Im Bürgerverein, wo die Frustration der Bürger ankam, suchte man daher nach Lösungen. Eine Idee war, die Behelfsbrücke zu nutzen, die während der Sanierung der Brändströmbrücke die Verbindung für Fußgänger offen hielt. Doch das ist nicht möglich: Sie würde nicht an den Pfälzer Steg passen, hat Hermann-Josef Brester inzwischen erfahren.
Eine weitere Idee war, die Fernwärmeleitungen provisorisch zu nutzen: Wenn man einige Holzbohlen darauf lege und das Ganze absichere, müssten diese doch einzelne Fußgänger tragen können, hoffte Brester. Doch auf Nachfrage der WZ winken die Stadtwerke ab. „Die Rohre hängen auch an der Fußgängerbrücke“, so Stadtwerkesprecher Rainer Friedrich, seien daher ebenso von der Schädigung der Brücke betroffen.
Umso erfreuter ist Brester über den Brief, den er jetzt aus dem Büro des Oberbürgermeisters erhielt. „Vor unserem Gespräch hieß es, dass es erst ,irgendwann’ Geld gibt.“ Jetzt seien Planungsmittel bereits im aktuellen Haushalt eingestellt, die Umsetzung sei für 2020 vorgesehen. Eine Sanierung oder ein Neubau in einem Zeitraum von zwei Jahren – „das ist schon flott“; findet Brester. „Das ist ein Beispiel, was ein Bürgerverein bewirken kann“, sagt er selbstbewusst.
Ob die Brücke saniert wird oder ein Neubau nötig ist, das werden erst die Planungen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen ergeben, ist dem Brief zu entnehmen. Die Verwaltung will zudem prüfen, ob die alte Absperrung entfernt werden kann, die die Brücke verengt hat.

 

Klinkerteich“ soll wieder zum Schmuckstück werden

Von Klaus-Günther Conrads

Seit einigen Monaten prüft die Obere Denkmalbehörde unter dem Dach des Landschaftsverbandes Rheinland, ob die Barmer Anlagen denkmalwert sind. Nachdem der Barmer Verschönerungsverein zum 150. Geburtstag Mitglied im Europäischen Gartennetzwerk (EGHN) geworden ist und sein Park nach 1864 zum zweitgrößten Park Deutschlands in bürgerschaftlichem Besitz durch namhafte Gartenarchitekten ausgebaut wurde, wäre das eine hohe qualitative Auszeichnung.

Der Verschönerungsverein kümmert sich neben der üblichen Garten- und Parkpflege um den Erhalt der zahlreichen Denkmäler und die so genannte Möblierung. Im Blick ist der oberste, kleine Teich in den unteren Anlagen, von Insidern wegen der Rückfront „Klinkerteich“ genannt. Schon vor Jahren stellte Gotthard Geisler, der mehrere Denkmale in den Anlagen saniert hat, fest, das Wasser, das aus dem Ringeltal in die unteren Anlagen fließt, nicht durch die dafür vorgesehene Öffnung sprudelt, sondern neben der Mauer austritt und das Plateau überschwemmt. Inzwischen war die Ursachenforschung durch Gotthard Geisler erfolgreich.

Der „Klinkerteich“ ist 1938 angelegt worden, doch nach dem Zweiten Weltkrieg mit den großen Zerstörungen in den Barmer Anlagen war 1954/55 eine Renovierung notwendig. Der frühere Vorsitzende Wilhelm Vorwerk spendete 4.500 DM. Das runde Betonbecken kam hinzu. Die damals aufgestellte Plastik „Knabe mit Taube“, reparaturbedürftig vom BVV aufbewahrt, wurde Jahrzehnte später nach mehreren Beschädigungen vom BVV eingezogen. Sandsteinmauern rahmen die Platzfläche ein, deren Deckel wurden durch Vandalismus zerstört.

Zur Sanierung des Klinkerwasserfalls gehört der Abbau der Ziegelfassade, die Reinigung der Steine und Wiederverwendung, das Auswechseln der Stahlträger. Einsetzen von Edelstahlwinkeln, Isolierung des Kanals und Wiederaufbau der Fassade. Die Mauerkanten müssen ausgebessert und das Becken abgedichtet werden. Kostenkalkulation: 8.000 Euro. Die Wiederherstellung der Blumenbeete ist mit weiteren 1.000 Euro veranschlagt.

Das für die Barmer Anlagen erstellte Parkpflegewerk sieht bei Instandsetzungen und Nachpflanzungen eine Orientierung am Original vor. Auf einem Foto aus den 1950er Jahren hat BVV-Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz gesehen, dass der Betonrahmen von einem Blumenbeet eingerahmt wurde. „Ich wünsche mir, dieses Blumenbeet wieder anzulegen und mit weißen Bodendeckerrosen zu bepflanzen“, hofft die gelernte Baumschulerin und erbittet auch dafür (500 Euro) Spenden, denn aus dem laufenden Haushalt sind diese Kosten nicht zu decken. Mit bürgerschaftlicher Hilfe würde die Aufenthaltsqualität auf diesem an sich schönen, idyllisch gelegenen Ruheplatz deutlich verbessert.

Aktuelle Informationen gibt es online: www.barmer-anlagen.de; www.betterplace.org (Projekte: Erhalt, Pflege und Unterstützung der Barmer Anlagen)

 

Das Foto aus den 1950er Jahren zeigt den Klinkerteich mit Blumeneinfassung und im hinteren Bereich die beiden größeren Teiche in den unteren Anlagen.

Foto: Sammlung Barmer Verschönerungsverein

 

BVV-Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz (l.) und Denkmalsanierer Gotthard Geisler (r.) sprechen über Details.

Foto: Conrads


Spendenaufruf des HEIDTER BÜRGERVEREINS e. V.

Wasserversorgung für die historische Pferdetränke an der Lönsstraße auf dem Heidt

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
(Erich Kästner)

Sieht sie nicht hübsch aus, die historische Pferdetränke an der Lönsstraße? Seit dem „Barmer Angriff“ am 30. Mai 1943 fehlt ihr nur eins, nämlich das dazugehörige Wasser!

Gestiftet wurde die Tränke einst von Johann Caspar Engels, einem Verwandten des Gesellschaftsreformers Engels, an der alten Kohlenstraße, die vom Ennepe-Ruhr-Kreis über Langerfeld (z. T. auch Wichlinghausen), Oberbarmen und Heckinghausen zum Lichtscheid und von dort weiter in die Bachtäler mit den Hammerwerken nach Solingen und Remscheid führte. Die Denkmalbehörde datiert die Errichtung um 1912. Der Steinmetz ist unbekannt. Leider ließ sich bis heute das Datum der Errichtung nicht ermitteln. Inzwischen hat Herr Finkentey für den Heidter Bürgerverein recherchiert, dass eine identische Pferdetränke in Dresden-Neustadt existiert – 2014 restauriert und mit Wasserversorgung versehen...

Gut vorstellbar ist die damalige vorindustrielle Situation: schwer mit (mindestens 1 Tonne) Kohlebrocken beladene einachsige Fuhrwerke oder auch direkt mit der Kohle beladene Pferde zogen mühsam und sicherlich auch mit Kutscherflüchen bedacht den Berg durch den Barmer Wald hinauf - ein für die Tiere auf unbefestigten Hohlwegen schweißtreibendes Arbeitspensum.

Seid gut zu den Tieren“ lautet die Inschrift auf der Pferdetränke, und Johann Caspar Engels hatte entsprechend gehandelt und den geplagten Pferden die schöne Tränke erbauen lassen. Dabei dachte er auch an die Hunde: deren Trinkbecken sind unten angebracht.

Der Heidter Bürgerverein e. V. (HBV) hatte im Mai 2007 eine Anfrage in die Bezirksvertretung Heckinghausen gestellt, die am 14.8.2007 als Drucksache VO/0488/07 behandelt wurde, allerdings nur mit dem Ergebnis, dass der Antrag zunächst einmal zurückgestellt wurde. ´Die BV wird sich diesem Thema zu einem späteren Zeitpunkt widmen`, sagt das Protokoll aus. Angesichts der Wuppertaler Finanzsituation ist das leider bisher nicht erfolgt. Auf der Vorstands- und Beiratssitzung des HBV im Oktober 2013 wurde das Thema ausgiebig diskutiert und dann beschlossen die Sache anzupacken. Wir möchten das Wasser wieder fließen sehen. Unsere Vereinskasse alleine gibt jedoch leider die Mittel nicht her. Eine Voraussetzung für die Förderung des Projektes war die Eintragung in die Denkmalliste. - Am 22.11.2016 wurde die Tränke in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen. Nun können Förderanträge bei den Denkmalstiftungen eingereicht werden; der Antragsteller ist aber gehalten, einen Eigenanteil in Höhe von ca. 25% aufzubringen.

Einige Anwohner der nahen Wohngebiete meinten, man solle die Sache doch einfach gemeinsam in die Hand nehmen.
Daher also dieser Spendenaufruf zu Gunsten der Sanierung der historischen Pferdetränke. Der HBV stellt sein Konto dafür zur Verfügung:
„IBAN“- Nr. DE93 3305 0000 0001 5424 55. Bitte den Vermerk „Pferdetränke“ nicht vergessen, denn es handelt sich dann um eine zweckgebundene Spende, und Ihr Bürgerverein kann auf Wunsch dann auch eine Spendenquittung ausstellen. Einige Gespräche, die viel Anlass zu Optimismus gaben, führte unser stellvertretender 2. Vorsitzender, Herr Hansjörg Finkentey, bereits.

Wie stellen wir uns den Wasserzulauf vor? Es gibt da z. B. folgende Möglichkeit: einmal wäre ein unterirdisch von einem Tank ausgehendes Kreislaufsystem möglich; ein Anschluss an einen nahe verlaufenden Regenwasserkanal scheint sogar schon vorhanden zu sein. Prüfungen laufen noch. Natürlich kann in allen Fällen das Wasser nicht bei winterlichen Temperaturen fließen, und Trinkwasserqualität für den menschlichen Genuss kann nicht erreicht werden. 2007 lagen die Kostenschätzungen bei rund 25.000 Euro. Exaktere Zahlen sind inzwischen vorhanden. Wir müssen von mindestens 36.500 € für Steinmetz- und Wasseranschlussarbeiten ausgehen. Außerdem ist der HBV gefragt, als „Pate“ der restaurierten Anlage für künftige Instandhaltungsmaßnahmen und Betriebskosten Verantwortung zu übernehmen.

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner, Freundinnen und Freunde des Heidt, unterstützen Sie uns bitte bei unserem Vorhaben! Ein erster Schritt könnte ein Entschluss zu einer Mitgliedschaft im HBV sein. Sie sind herzlich eingeladen Ihre Fähigkeiten einzubringen und in Ihrem Bürgerverein mitzuwirken. Der nächste Schritt wäre dann eine Spende...
Wir werden Sie fortlaufend informieren. Ein herzliches Dankeschön an Sie vorab!

Hier noch einmal unsere Bankverbindung:

Heidter Bürgervereins e. V.:
Stadtsparkasse Wuppertal
IBAN-Nr.: DE93 3305 0000 0001 5424 55
Verwendungszweck: PFERDETRÄNKE

Ihr Heidter Bürgerverein e. V., Vorstand und Beirat


Pressestimmen:
WZ v. 19.10.2017
WR v. 18.10.2017

Pferdetränke: Anträge zur Sanierung sind auf dem Weg
Dazu die Pressemeldung der WZ vom 27.03.2018:

Die Stadt hat jetzt Fördermittel in Höhe von 20 000 Euro beim Land beantragt.

Die Stadt hat jetzt Fördermittel in Höhe von 20 000 Euro beim Land beantragt.

„Seid gut zu Tieren“, fordert die Inschrift. Die Schrifttype heißt übrigens „Bastarda“. Archiv

Heidt. Sie war wohl Raststätte für müde Pferde, die schwere Kohlenwagen auf die Höhen zogen: die Pferdetränke an der Lönsstraße/Ecke Josef-Haydn-Straße. Jetzt stehen die Zeichen gut, dass dort bald wieder Wasser in die mehr als 100 Jahre alten Becken plätschert. Denn die Anträge auf Förderung einer Sanierung sind jetzt mit der städtischen Unterschrift an die Bezirksregierung gegangen: „Sie wurden am Freitag abgeschickt“, bestätigt Stadtsprecher Thomas Eiting.
Sollte das Geld bewilligt werden, ginge ein langgehegter Wunsch des Heidter Bürgervereins in Erfüllung: 2007 hatte er bereits eine Anfrage zur Sanierung an die Bezirksvertretung Heckinghausen gestellt. Die Stadtteilpolitiker vertagten das Thema damals ohne Ergebnis. Daher beschloss der Bürgerverein 2013, selbst aktiv zu werden.
Ein Beispiel für das Engagement von Fabrikanten in der Stadt
Er suchte nach Möglichkeiten der Förderung. Voraussetzung dafür war die Aufnahme der Tränke in die Denkmalliste. Das ist seit Ende 2016 geschehen. Hermann Josef Brester, Vorsitzender des Heidter Bürgervereins, betont, dass ihnen Uwe Haltaufderheide von der Unteren Denkmalbehörde sehr geholfen hat.
Denkmalwürdig ist die Tränke aus mehreren Gründen: Sie erinnert an die Wirtschaftsgechichte im Tal, nämlich die Nutzung der heutigen Lönsstraße, die einst Kohlenstraße hieß, als Handels- und Kohlenweg. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sich Fabrikantenfamilien im 19. und frühen 20. Jahrhundert im Gemeinwesen engagierten. Denn gestiftet wurde sie von Johann Caspar Engels, einem Verwandten des Revolutionärs. Er engagierte sich für die Barmer Anlagen und für den Tierschutz. Und daher ist die Tränke auch ein Dokument dafür, dass der Tierschutzgedanke in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung gewann.
Insgesamt 40 000 Euro werden nach Schätzungen gebraucht, damit es wieder Wasser in der Tränke gibt. Der Bürgerverein hat seinen Eigenanteil von 10 000 Euro zusammen, 20 000 sind jetzt bei der Bezirksregierung und der NRW-Stiftung beantragt, weitere 10 000 sollen später von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommen.
Die Anträge dafür waren schon fertig, es gab positive Signale. Doch dann änderte die neue Landesregierung die Vorschriften: Förderanträge konnten nicht mehr Bürgervereine, sondern nur die Städte stellen. Das ist jetzt geschehen.
Geplant ist ein unterirdischer Wassertank mit einem Wasserkreislauf. Eine Pumpe mit Zeitschaltuhr soll das Wasser nach oben befördern. „Wir werden das Wasser nur etwa alle zwei Monate auswechseln müssen“, schätzt Brester. Die Kosten für Wasser und Strom werde die Stadt übernehmen, auch dafür ist er dankbar.

 

 


Bleicherteiche werden Graskuhlen

Weil sich Altlasten im Untergrund befinden, wird das Wasser abgelassen.

Unter anderem aus diesem Teich an der Lönsstraße soll das Wasser abgelassen werden. Foto:Anna Schwartz

Heidt.
Die einzigen verbliebenen Bleicherteiche Wuppertals müssen trockengelegt werden. Mit Bedauern teilt das Hermann-Josef Brester, Vorsitzender des Heidter Bürgervereins mit. Weil im Schlamm der Teiche Altlasten gefunden wurden, die das Teichwasser möglicherweise ins Grundwasser spült, sollen die Teiche geleert werden.
Die Wasserstellen an der Lönsstraße wurden erst 2014 wieder entdeckt, waren sie doch auf dem unbebauten Grundstück an den Stufen zwischen Lönsstraße und Schubertstraße fast ausgetrocknet und längst zugewachsen.
Doch Ursula Rennhoff hat sie bei Recherchen zu einem Buch über den Heidt auf einer alten Karte von 1828 entdeckt. Eine Ortsbesichtigung ergab, dass die Reste noch immer zu finden waren. Die kleine Grünanlage wurde wieder hergerichtet, auch das Denkmalamt war schnell: In weniger als drei Wochen waren die Teiche als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Sie seien ein Teil der Heidter Ortsgeschichte, die Sedimente, die erhaltenen Dämme stellten wichtige regionalgeschichtliche Bodenurkunden dar, heißt es im Eintrag in der Denkmalliste. Der Heidter Bürgerverein wollte die Teiche sanieren und auf einer Infotafel ihre Geschichte erläutern.
Der Bleicher Johann Peter Nagel hat sie 1782 angelegt, wenige Jahre später kaufte Johann Mathias Wüster den zugehörigen Hof, seine Nachkommen pflegten die Teiche weiter. Die heutigen Anwohner wussten nichts mehr vom ursprünglichen Zweck der Gewässer, sondern hielten sie für Löschteiche.
Die Bezirksvertretung genehmigte ein Straßenschild „An den Bleicherteichen“. Die ebenfalls geplante Infotafel muss noch warten. Denn nach einem Treffen mit dem Grünflächenamt weiß Hermann-Josef Brester nun, dass die Teiche geleert werden müssen, um das Grundwasser zu schützen. Stattdessen soll Gras wachsen, die Kuhlen sollen aber weiter erhalten und als ehemalige Teiche erhalten bleiben. „Demnächst wird das Wasser abgelassen“, sagt Brester. Der Zulauf, der aus einem Rohr besteht, soll durch die ganze Kuhle geführt werden.

 

 

 

Wir tauern



 

Sportangebot

Montag

ab 28.08.2017

Nordic Walking rund um den Toelleturm

Die Barmer Anlagen dienen nicht nur der Erholung und Freizeitgestaltung, sondern sind außerdem ein idealer Ort für sportliche Aktivitäten. Deshalb freut sich der Barmer Verschönerungsverein, dass der Stadtsportbund seit einigen Tagen am Toelleturm einen Nordic-Walking-Kurs anbietet. An ihrer Fitness Interessierte treffen sich montags um 18.30 Uhr am Toelleturm, Hohenzollernstraße, um sich 90 Minuten unter fachkundiger Anleitung von Jörg Werbeck in den Barmer Anlagen und im Barmer Wald zu bewegen.  

Nordic Walking

www.sportangebote-wuppertal.de/sportkurse/

Hinweis: Stöcke können gegen Gebühr entliehen werden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an ob Stöcke benötigt werden.
Anbieter: Sportbildungswerk des LSB NRW, Außenstelle SSB Wuppertal, Bundesallee 247, 42103 Wuppertal, Telefon: 0202 456055
Kursnummer: 173537
Termin: ab 28.08.2017, 9 x 2 Unterrichtsstunden, 18.30-20.00 Uhr
Ort: Treffpunkt Toelleturm, Hohenzollernstraße 33
Kursleiter: Jörg Werbeck
Kosten: Kursgebühr € 48,60


 


 

Obelisk wird wieder eingeweiht

12 Tafeln zu Spuren der Barmer Bergbahn

Am kommenden Samstag, 3. Juli, bittet der Barmer Verschönerungsverein um 14 Uhr zur Wiedereinweihung des ältesten Denkmals in den Barmer Anlagen. Der oberhalb der Bushaltestelle Barmer Anlagen stehende „Obelisk“ wurde aufwändig saniert und für die Zukunft widerstandsfähig gemacht, mit einer Schutzschicht gesichert. Bei den Bauarbeiten legten die Arbeiter eine zusätzliche Stufe frei, die wohl zugeschüttet worden war, als nach dem 1955 erfolgten Abriss des Barmer Planetariums die große Wiese eingeebnet wurde. Nun hat das Denkmal auch die eiserne Umzäunung zurück erhalten. Mitglieder des Verschönerungsvereins haben das nötige Geld gespendet.
Ruth Meyer-Kahrweg berichtete 1991 in ihrem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ (Born-Verlag), dass es sich um ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1864 und 1866 handelt. Am 16. Juni 1869 fand die Einweihung des als „Obelisk“ bekannten ältesten der noch erhaltenen Kriegerdenkmäler Wuppertals statt. Pastor Emil Frommel von der evangelisch-lutherischen Gemeinde Wupperfeld hielt die Weiherede.
Das Denkmal aus grauem Sandstein, das auf dem Gelände des Barmer Verschönerungsvereins errichtet wurde, widmeten die Bürger Barmens zwei Gefallenen des Deutsch-Dänischen Krieges, der bei der Schlacht an den Düppeler Schanzen seinen Höhepunkt gefunden hatte, und den 19 Gefallenen des Deutschen Krieges, der nicht in Böhmen bei Königsgrätz, sondern auch in Hessen und Franken ausgefochten wurde. Die Namen der Toten sind mit Sterbedatum und –ort auf weißen Marmortafeln verzeichnet. Die oberen Flächen des Obelisken erhielten als Schmuck steinerne Symbole der Trauer und der Ehre. Ursprünglich war das Denkmal an zwei Seiten von einer niedrigen Mauer umgeben und hatte eine eiserne Umzäunung. Der Einweihung des Denkmals war am Vormittag auf dem Carnaper Exerzierplatz die Weihe der Fahne vorangegangen, die König Wilhelm von Preußen dem Barmer Landwehrbataillon Nr. 39 zuvor verliehen hatte. Im Beisein aller Landwehr- und Kriegervereine der Umgebung wurde die Zeremonie durch General von Zastrow aus Münster und Generalmajor von Schmeling aus Wesel durchgeführt.
Nach der Wiedereinweihung des Obelisken werden 12 Tafeln „Spuren der Barmer Bergbahn“ vorgestellt, die der Verschönerungsverein entlang Trasse aufstellen ließ. Einen Tag später vor 51 Jahren, am 4. Juli 1959, wurde die Barmer Bergbahn trotz heftiger Bürgerproteste stillgelegt. Der BVV-Vorstand dankt der Wolk AG und dem Wupperverband für die finanzielle Unterstützung. In Worten von Klaus-Günther Conrads und historischen Bildern aus verschiedenen Archiven wird die Geschichte der unvergessenen Zahnradbahn (1894-1959) nachgezeichnet. Geplant ist eine Fortsetzung der Route bis zum Clef, wo sich einst der Bergbahnhof (Talstation) befunden hat. Dazu muss zunächst die Finanzierung gesichert werden.
Dem Parkfest zum 140. Geburtstag am 8. Dezember 1864 von 2004 folgend präsentiert sich der traditionsreiche Verschönerungsverein mit einem neuen Slogan: „Zauberhafte Barmer Anlagen“.

Nach der Sanierung der Dicke-Ibach-Treppe hat der Verschönerungsverein mit dem Ehrenmal ein weiteres geerbtes Denkmal gesichert und dem alten Zustand angeglichen.


Foto: Conrads


 

©2006 aron