Aktivitäten

hier sind Informationen und Berichte über

Sitzungen des Vorstands und des Beirates
Veranstaltungen
Wanderungen und Ausflüge
Reiseberichte

des HBV zu finden.

Sitzungen von Vorstand und Beirat finden jeweils am 2. Mittwoch im Monat (außer in großen Ferien) im Seniorentreff Ecke Gewerbeschulstr. / Obere Selhofstr. statt, Beginn jeweils Mittwochs um 19:00 Uhr

2017
11. Januar
08. Februar
15. März
April
10. Mai
14. Juni
12. Juli
August
13. September
Oktober
18. November
Dezember

entsprechende Einladungen erfolgen gesondert


Stadthalle mit Kriegerdenkmal


Wanderungen / Ausflüge

Wanderplan 2016

weitere Auskünfte:
Frau zur Mühl Tel.: 0202 62 76 64
Frau Kreiskott Tel.: 0202 46 19 20
- Treffpunkte werden zeitnah ergänzt (Änderungen vorbehalten)

Datum

Wanderung

Uhr

Treffpunkt

Abfahrt

Std

Profil

09. Jan. Sambatrasse 12.45 Schwebebahnhof Oberbarmen 12.52 Uhr - bis Hauptbahnhof 13.19 Uhr - 625 bis Sambatrasse 2,5 leicht
13. Feb. Schmiedestraße-Hasslinghausen 12.10 Busbahnhof Oberbarmen 12.22 Uhr Buslinie 602 2,5 leicht
12. März Ronsdorf – Zillertal 12.15 Heidter Berg 12.29 Uhr Buslinie 640 2 leicht
09. April Sudberg – Cronenberg 12.10 Schwebebahnhof Oberbarmen 12.19 Uhr bis Hauptbahnhof12.40 Uhr Buslinie CE 65 2,5 mittel
14. Mai Roßkamper Höhe – Ittertal 12.45 Schwebebahnhof Oberbarmen 12.52 Uhr bis Vohwinkel13.45 Uhr Buslinie 621 2,5 mittel
11. Juni Hildener Heide 12.35 Bahnhof Oberbarmen 12.49 Uhr RE4 bis Vohwinkel13.16 Uhr Buslinie 784 2 leicht
09. Juli Güldenwerth – Unterburg 13.10 Bahnhof Oberbarmen 13.22 Uhr S7 2 leicht
13. Aug. Neandertal 13.10 Bahnhof Oberbarmen 13.21 Uhr S8 bis Gruiten 2 leicht
10. Sep. Schwelm – Beyenburg 12.45 Busbahnhof Oberbarmen 12.59 Uhr Buslinie 608 2,5 leicht
08. Okt. Arrenberg – Burgholz 12.00 Schwebebahnhof Oberbarmen 12.09 Uhr bis Hauptbahnhof12.41 Uhr Buslinie 623 2,5 mittel
12. Nov. Gelpetal 12.15 Heidter Berg 12.29 Uhr Buslinie 640 2,5 mittel
10. Dez. Kleine Wanderung und WeihnachtsfeierNUR FÜR MITGLIEDER “ 13.30 Busbahnhof Oberbarmen
1 leicht


Ausdruck 2016 als PDF

Ausdruck 2017 als PDF


Reiseberichte

- Lauenburg 2006
- Soest 2006
- Bad Pyrmont 2006
- Harz 2007
- Trier 2007
- Monschau 2008
- Bodensee 2008

- Steinhuder Meer 2008
-
Linz und Ahrweiler
- Altmühltal
- Aachen
- Ostsee 2010

- Hameln 2010

- Bericht Mühlhausen 2011
- Gedicht Mühlhausen 2011
- Tagesfahrt Brüssel 2011
- Bonn 2011

- Luxemburg 2012
- Altmühltal 2012
- Meyerwerft an der Ems 2013
- 5 Tagestour nach Bremen
- Frühjahrsfahrt nach Breisach 2014
- Freilichtmuseuum Münster



Reisebericht Lauenburg vom 21.-25.05.06 des HBV Froh gelaunt, mit Sonne im Herzen und pünktlich um 7.00 Uhr startete eine große Reisegruppe von 54 Personen zu der „Nordtour“ des HBV nach Lauenburg an der Elbe, die schon seit vielen Monaten ausgebucht war. Nach einer entspannten und kurzweiligen Fahrt erreichten wir um die Mittagszeit unser Reiseziel Lauenburg. Auf eine längere Rast mit Mittagessen hatte die Gruppe spontan verzichtet. Von unserem Hotel hatten wir unterwegs telefonisch erfahren, dass in der Altstadt ein Fischmarkt mit einem reichhaltigen Angebot aufgebaut wurde. So konnten wir uns bei Live-Musik der „ Deich-Tiroler“ auf der Fischmeile stärken und bei einem kleineren Spaziergang auf Kopfsteinpflaster die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und schönen Häusern erkunden.
Unser erster Ausflug am nächsten Tag nach Hamburg ging bereits früh am Morgen los. Die Verkehrslage war so günstig, dass wir bei ruhiger Fahrt die freie Hansestadt nach kurzer Zeit erreichten. Spontan hatte sich unser Busfahrer Andre entschlossen, die Zeit bis zum Ablegen unseres Schiffes mit einer Stadtrundfahrt zu überbrücken. So ergab sich für die Reisegruppe die Möglichkeit, viele Sehenswürdigkeiten der Stadt mit Binnen- und Außenalster kennen zu lernen. Hinzu kommt, dass unser Fahrer sich als sehr ortskundig „entpuppte“ und uns mit vielen Informationen über die Geschichte der Stadt Hamburg versorgte und stark beeindruckte. Das war mehr als eine Zugabe bzw. Belohnung für das doch recht frühe Aufstehen. Pünktlich erreichten wir dann unsere Barkasse zur großen 2-stündigen Hafenrundfahrt. Der Kapitän schipperte uns durch die Speicherstadt, an den zahlreichen Container-Terminals und der großen Werft Blohm & Voss entlang sicher zurück zu den Landungsbrücken. Bei der Rundfahrt erfuhren wir leider nicht nur viel über die Historie des großen Freihafens, sondern lernten auch den norddeutschen Regen kennen, der die Sicht auf die Highlights des großen Hafenbeckens doch stark einschränkte.
Auf der Fahrt zur Innenstadt gab uns der Busfahrer die Gelegenheit bei einem kleinen Stopp die „St. Michaelis Kirche“ zu besichtigen. Danach blieb noch Gelegenheit die Innenstadt zu Fuß zu erkunden. Und nun hatten wir, kaum zu glauben, aber wirklich wahr, das große Glück, bei Sonnenschein das Zentrum mit Rathaus und vielen Geschäften am Jungfernstieg oder in der Mönckebergstraße aufzusuchen sowie den Ausblick auf die wunderschöne Binnenalster zu genießen.
Nach einem Ausflug in die Innenstadt von Lüneburg am nächsten Vormittag hatte unsere Reiseleitung bereits eine weitere Schifffahrt ab Lauenburg über die Elbe und den Elbe-Seiten-Kanal zum Schiffshebewerk Scharnebeck geplant. Kaum hatten wir mit dem MS „Elvkieker II“ unsere 3-stündige Bootsfahrt angetreten, setzte der Regen ein. Die Gruppe ließ sich davon nicht beirren und stärkte sich erst einmal an Bord. Planmäßig trafen wir an der Schleuseneinfahrt des großen Schiffshebewerkes ein. Mittels „Fahrstuhl“ erreichten wir nach exakt 3 Minuten und 38 Meter Höhenausgleich den oberen Teil des Kanals. Der Ausblick auf den unteren, hinter uns liegenden Teil des Elbtales beeindruckte alle Reisenden.
Erwartungsvoll führte uns der nächste Tagesausflug in die Wuppertaler Partnerstadt Schwerin, die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Bekannt war den Teilnehmern das tolle Schloss der Stadt mit Schlossgarten und dem Schweriner See. Voller Freude konnten wir aber nun feststellen, dass hier nicht nur die Sonne scheint, sondern die Metropole mit vielen kleineren Stadtvierteln mit Alt- und Schelfstadt sich hervorragend entwickelt hat und über eine gesunde Infrastruktur verfügt. Neben den restaurierten alten Gebäuden, Kirchen und Markplätzen zeigt sich eine moderne Innenstadt mit allen Facetten und den unzähligen Möglichkeiten zum Einkaufen und der Entspannung in den vielen Kaufhäusern, Restaurants, Cafes usw. Schwerin ist eine wirklich tolle und empfehlenswerte Stadt, die im Jahr 2009 die Bundesgartenschau (BUGA) ausrichten darf und hierfür den Schlossgarten nach den historischen ursprünglichen Original-Plänen neu anlegen wird. Ein gemeinsamer Shanty-Abend mit Liedern und Witzen - vom Chef des Hotels und norddeutschen Künstlern vorgetragen - und einer professionellen Gesangseinlage von vier Mitreisenden, die seit Jahrzehnten einem Männerchor angehören, rundete diesen schönen, langen und erlebnisreichen Tag ab.
Nach diesen zahlreichen schönen Eindrücken traten wir dann am Himmelfahrtstag unsere Rückfahrt an. Am frühen Nachmittag erreichten wir unsere Heimat. Die von Ehepaar Spier hervorragend geplante sowie dem Ehepaar Behrens und Frau Hansmann begleitete Reise bleibt allen Teilnehmern in bester Erinnerung. Unseren herzlichen Dank für das hiermit verbundene Engagement und viel Glück für die Planungen der künftigen Touren!Willi Thurmann

Der Bericht in lyrischer Form:Lauenburg im Mai 20061. Tag Lauenburg
Nach Lauenburg an der Elbe fuhren wir hin,
ausserdem nach Hamburg, Lüneburg und Schwerin.
Zur Mittagszeit kamen wir in Lauenburg an,
´raus aus dem Bus und dann - - -
haben wir unseren Augen nicht getraut,
eine Fischmeile hatte man aufgebaut.
Für viele war der Fisch ein Muss,
andere gingen weiter an den Fluss
zu einer bronzenen Figur am Ufer,
es ist der „Lauenburger Rufer“.
Den ersten Abend werden wir nicht schnell vergessen:
Wir saßen hinten im Hotel und wollten essen.
Nicht alles wie am Schnürchen lief,
mit dem Servieren ging vieles schief.
Nur eine Bedienung,sie schaffte es kaum und war sehr betroffen,
denn vorne hat auch noch die Prominenz des Ort´s gesoffen.
Doch an den anderen Tagen lief das Essen toll,
und alle waren des Lobes voll.2. Tag Hamburg
Am Morgen war schönster Sonnenschein,
doch in Hamburg holte uns der Regen ein.
Da unser Busfahrer Hamburg gut kannte,
zum Reiseführer er flugs sich ernannte.
Zu allen Sehenswürdigkeiten er uns fährt,
die für Hamburg sind erwähnenswert.
Sogar die Reeperbahn bei Tag
auf unserer Rundfahrtroute lag.
Es kam so wie es kommen muss,
als wir stiegen aus dem Bus
fiel ein starker Regenschauer,
der war auch noch von langer Dauer.
Bis auf die Haut waren wir nass,
als wir erreichten die Barkass‘.
Trotzdem waren wir nicht verdrossen
und haben die Hafenrundfahrt nass genossen.
Landungsbrücken, Containerhafen, Speicherstadt,
mancher so etwas das erste Mal gesehen hat.3. Tag Lüneburg, Schiffshebewerk, Shanty – Abend
Als müsste es heute so sein,
wieder weckte uns Sonnenschein.
In Sicherheit sollte man sich nicht wiegen,
wieder würde der Regen siegen,
der noch keinen abgehalten hat
von der Besichtigung der schönen Stadt.
Nachmittags ging‘s per Schiff nach Scharnebeck,
da steht ein Werk, das hat den Zweck
38 m Höhenuntescheid auszugleichen,
mit einem Hebewerk konnte man das erreichen.
Man ist der Meinung, dass man schwebt,
wenn die Technik das Schiff 38 m hebt.
Oben angekommen drehten wir eine Runde
und nach einer guten halben Stunde
ging es mit dem Technikwunder
wieder 38 m hinunter.
Am Shanty-Abend gab’s Gesang und Musik,
bekannt war manches Mitsing-Stück.
Vier Reisegäste hatten was parat,
wo keiner mit gerechnet hat.
Geschulte Stimmen liessen sie ertönen,
um unsere Ohren zu verwöhnen.
Was man den Vieren sagen muss,
es war ein ganz besonderer Genuss.4. Tag Schwerin
Wieder hat die Sonn‘ gelacht
als wir heute aufgewacht.
Sogar den ganzen Tag sie schien
in der schönen Stadt Schwerin.
Zu Fuß bequem man konnte gehen,
um das Schloss sich anzusehen.
Der Schlossgarten war im Umbau
für eine Bundesgartenschau.
Ist Euch eigentlich bekannt,
wie das Schloss auch wird genannt ?
Neuschwanstein des Nordens, das Schloss in Schwerin
und schaut man einmal genauer hin
man auch deutlich dann erkennt,
dass die beiden nicht viel trennt.
Türmchen hier und dort, Türmchen klein und groß,
so sieht es aus, das Märchenschloss.
Eines fehlt an diesem Tage noch,
genau, am Abend kam der Regen doch.5. Tag Rückreise, Fazit
Die Behrens waren da mit Rat und Tat,
egal, was man für Wünsche hat.
Der Edgar hat wieder viel‘ Mühe sich gemacht,
leider hat die Sonne nicht so oft gelacht.
Trotzdem war es wieder sehr, sehr schön,
und bei der nächsten Reise werden wir uns wieder seh’n.
(Wir sind schon angemeldet)

R. Nagel

  • Busfahrt des HBV nach Soest am 24.06.2006

Fußball-WM oder historische Stadtreise ? Die Entscheidung fiel nicht leicht. Erstmalig bot der Heidter Bürgerverein eine Halbtagsreise mit dem Bus nach Soest an. Die Werbetrommeln mussten noch einmal kräftig geschlagen werden, da am gleichen Tag das Achtelfinale Deutschland gegen Schweden ausgetragen wurde. Die Trommler waren erfolgreich !
So trafen sich knapp 40 fröhlich gestimmte „Heidter„ – darunter auch einige fußballbegeisterte –, um die Tour in eine der ältesten Städte Deutschlands mitzumachen. Nach einer kurzweiligen Busfahrt erreichten wir unser Ziel. Anders als bei den bisherigen Ausflugsangeboten des HBV war vor Ort kein festes Programm für die Reisenden organisiert, sondern jedem Teilnehmer die freie individuelle Gestaltung der Stadterkundung überlassen. Allerdings hatten die Organisatoren vorgesorgt und für alle „Touristen“ einen umfangreichen Stadtführer der „villa sosat „
(frühgeschichtliche Erwähnung der Hansestadt Soest) besorgt und ausgehändigt. Mit Hilfe dieses hervorragend angefertigten Stadtplanes (Kompliment an die Stadt Soest) war es somit möglich, alle Informationen über die Historie und die teilweise mehrere Jahrhunderte alten Gebäude zu bekommen und eine zielgerechte Exkursion durch die Altstadt von Soest vorzunehmen.
Das Wetter spielte auch mit, da die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rekordwerte des Monats Juli erreichten. Es war beeindruckend festzustellen, wie es den Bürgern dieser Stadt gelungen ist, die vielen sehenswerten Profanbauten aus verschiedenen Epochen zu erhalten. Hübsche Fachwerkzellen und romantische Gässchen prägen unverwechselbar das Bild der Altstadt. Ein Genuss war es auch über die autofreien Wege und durch die schmalen Gässchen zu bummeln und das besondere Flair dieser wirklich schönen Stadt zu erleben. Eine Aufzählung der einzelnen Gebäude und der zeitlichen Entwicklung wäre schon einen eigenen Reisebericht wert. Entspannen konnten sich die neugierigen Ausflügler auch in einem der vielen Straßencafes oder im Gartenlokal am großen Teich im Theodor Heuss Park - einfach toll und ein schönes Erlebnis.
Gegen 17.45 h traten wir die Rückreise an. Der aktuellen WM-Stimmung in unserem Lande angepasst, hatten sich einige Mitreisende WM-Utensilien besorgt und auch die Wangen dreifarbig verziert. Durch die WM-Übertragung war die Autobahn völlig frei, so dass wir Wuppertal nach ruhiger Fahrt fast wie im Flug schnell erreichten. Das WM-Spiel endete übrigens 2 : 0 für „unser“ Team. Wir haben das Spiel nicht versäumt und uns über das Ergebnis auch gefreut. Die Eindrücke von Soest bleiben aber sicherlich allen Teilnehmern länger erhalten. Sicher ist auch, dass diese Stadt eine Ganztagesreise wert ist. Es ist sehr zu empfehlen, dass der HBV dieses Ziel in den kommenden Jahren noch einmal als Ganztagsfahrt anbietet.

Willi Thurmann

  • Herbstfahrt – Bad Pyrmont – Hameln – Emmerstausee / Schiedersee

Gutgelaunte Heidter Bürger und zahlreiche Gäste starteten am 16. September 2006 zu unserer alljährlichen Herbstfahrt.
Nach Abstimmung im Bus wurde beschlossen, das Hermannsdenkmal nicht anzufahren, da der Aufstieg zu beschwerlich sei.
Um 10.30 Uhr trafen wir in Bad Pyrmont ein.
Gut ausgestattet mit Stadtplan und Handy Nr. hatten wir 2 ½ Stunden zur freien Verfügung um uns das kaiserliche Bad anzusehen

Hervorzuheben die schönen alten Häuser aus verschiedenen Epochen, teilweise mit steinernen Ranken und Blumen verziert. Der Wasserlauf mit modernen Skulpturen und Klangerlebnis.
Am Ende des Rundgangs sah man sich auf dem Bummel-Boulevard Brunnenstrasse. wieder, unsere Damen beim Shoppen und deren Ehemänner vor den Geschäften auf den Sitzbänken.
Frisch gestärkt ging es um 13.30 Uhr weiter Ziel Hameln. Ankunft in Hameln 14 Uhr. Auf den Gehwegen der Stadt befanden sich weiße aufgemalte Ratten die zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt führten. Die reich verzierten Fachwerkhäuser zeugten vom ehemaligem Wohlstand der Stadt. An der Marktkirche fand ein Gemeindefest mit bunter Unterhaltung und Verpflegung statt. Zwei Damen vom HBV kauften Lose, darunter ein Hauptgewinn. Dieser wurde von der Gewinnerin zurück an die Kirche gespendet.
Den Abschluss des schönen Tages bildete der Emmerstausee / Schiedersee. Am späten Abend trafen wir gutgelaunt und wohlbehalten in Wuppertal ein.

Monika Wolf

  • Chronologie der Mehrtagesfahrt des HBV in den Harz

Sonntag, 03.06.07
Traditionell pünktlich um 08.00h startet eine 55-köpfige Reisegruppe zur Fahrt in die bunte Stadt am Harz, Wernigerode. Am Steuer des großen Autobusses der Firma Breiden sitzt der fast allen Reisenden bekannte Busfahrer Andre. Nach Zwischenstopps an den Rastplätzen Lichtendorf, Am Biggekopf, Göttingen und einer Fahrt durch den Harz am Okerstausee entlang erreichen die Urlauber am frühen Nachmittag das geplante Quartier, das „Hotel Stadt Wernigerode“ im Ortsteil Hasserode. Nach dem „Einchecken“ bleibt den Reisefreudigen bis zum Abendessen im Hotel, welches aus einem reichhaltigen Angebot aus warmem und kaltem Büffet bestand, noch genug Zeit einen ersten eigenen Eindruck von der ca. 2,5 Kilometer entfernt gelegenen Altstadt Wernigerodes zu bekommen. Also begaben sich viele Reisende schon kurz nach der Ankunft per Pedes oder mit der Buslinie bei bedecktem Himmel, aber trockenen und milden 18°C in Richtung Altstadt mit Westerntor.

Montag, 04.06.07
Ausflug mit dem Bus um 08.30h nach Goslar, der Stadt im Harz mit dem Prädikat „Weltkulturerbe“ der UNESCO für die bezaubernde Altstadt und ihrer einmaligen Schönheit sowie für den Rammelsberg, der den Reichtum der Stadt begründete. Um 09.45h startet der von professionellen Stadtführern geleitete Rundgang mit zwei Gruppen von jeweils 28 Personen am Denkmal der Kaiserpfalz und dem Rammelsberg. Der weitere Verlauf führt uns an zahlreichen alten Fachwerkhäusern aus verschiedenen Epochen durch die engen Gassen vorbei zum Stammhaus der Familie Siemens. Nach knapp 90 Minuten Fußmarsch auf historischem Kopfsteinpflaster und versorgt mit vielen fundierten Informationen endet die Führung am Marktplatz mit Marktbrunnen, dem Herzstück der Stadt. Das Motto „Führung der 1.000 Schritte“ hätte für einen Teil der Gruppe durchaus mit „und der 5.000 Worte“ ergänzt werden können. Danach gab es Gelegenheit zur Stärkung und Erholung am Markplatz in einem der vielen Cafes, um gespannt auf das um 12 Uhr beginnende einmalige Glocken- und Figurenspiel auf dem Zwerchgipfel des Kämmereigebäudes, als Darstellung der Geschichte des Bergbaus, zu warten und die Zeremonie zu verfolgen. Ab Mittag hatte dann jeder Gelegenheit zur eigenen Stadterkundung, zum Bummeln und Einkaufen oder um den Aufstieg in den „Nordturm“ der Marktkirche mit 218 Stufen anzugehen. Leider erreichte uns am frühen Nachmittag noch der morgens angekündigte Nieselregen bei Temperaturen um 18°C. Im Laufe des Tages stellte sich heraus, das wir ein Geburtstagskind an Bord hatten. Auf der Rückfahrt gratulierten alle Mitreisenden mit einem „Geburtstagsständchen“ sehr herzlich und vom 1. Vorsitzenden des HBV wurde auch ein Geschenk mit den besten Wünschen überreicht.
Ein von der Reisebegleitung nach dem Abendessen überraschend organisierter zweistündiger Kegelabend mit 31 aktiven Sportlern und fast allen übrigen Reisenden sorgte für viel Freude und rundete diesen schönen Tag ab.

Dienstag, 05.06.07
Die nächste Überraschung! Um 09.15 beginnt die Fahrt zur Schlossbesichtigung in Wernigerode nicht, wie von allen erwartet, mit dem Reisebus, sondern mit der Bimmelbahn, die termingerecht kurz vorher am Hotel eintrifft. Damit hatte die Gruppe nicht gerechnet. Die Freude war also groß und das besondere Erlebnis wurde mit vielen Informationen über die Stadt Wernigerode durch den Fahrer während der gut 30-minütigen Anfahrt zum Schloss unterstützt. Die Schlossführung dauert 1 Stunde und kann aufgrund der baulichen Struktur und den verschiedenen Gebäudeteilen auf diversen Etagen nicht von allen Personen mitgemacht werden. Vom Schloss aus hatte danach jeder die Möglichkeit die schöne Altstadt mit historischem Rathaus, dem ältesten und dem kleinsten Haus der Stadt sowie dem Westerntor zu erkunden oder einen vierstündigen Ausflug mit der Harzer Schmalspurbahn hinauf zum Brocken oder aber zum wunderbaren Gelände der Landesgartenschau des Vorjahres bei Sonnenschein und Temperaturen um 20°C eigenständig durchzuführen.

Mittwoch, 06.06.07
Um 08.30h geht es mit dem Bus los zur Fahrt nach Quedlinburg, der Stadt mit dem Prädikat „Welterbe“ der UNESCO für die ganze Stadt. Nach kurzer Zeit erreichen wir unser Ziel am Marschlinger Hof. Dort beginnt um 09.15h die erneut von fachlichen Kräften begleitete Stadtführung in zwei Gruppen. Die Stadtführer versorgen die „Stadtbummler“ mit vielen interessanten Informationen über die historischen Gebäude sowie über die Geschichte der Stadt und führen den Rundgang an allen wesentlichen Sehenswürdigkeiten vorbei bis zum Eingang zur „Hölle“, über den Marktplatz und durch enge Gassen hinauf zum Burgberg mit Schloss, Museum und der Stiftskirche St. Servatius, wo die Exkursion der Stadt nach knapp 2 Stunden endete. Einige Mitreisende aus beiden Gruppen trauten sich den recht steilen Anstieg bei freiem Himmel und bereits warmen Temperaturen nicht zu und versäumten dadurch leider den einmaligen Ausblick auf die gesamte Alt- und Neustadt. Nach einer kleinen Pause und Erfrischung am Marktplatz ging es um 13.45h weiter nach Thale, um den bekannten Hexentanzplatz auf der Höhe der Felsen des Bodetales, oberhalb des gewaltigen „Grand Canyon des Harzes“ zu besuchen oder dort oben eine Fahrt mit dem „Harzbob“, der Sommerrodelbahn, zu wagen. Fast alle Urlauber wagten die Auffahrt mit der 4-Personen-Kabinenbahn, und in knapp fünf Minuten wird ein Höhenunterschied von 250 Metern bewältigt. Nach der späteren Abfahrt vom Hexentanzplatz zurück ins Bodetal treten wir bei schönstem Wetter und 26°C gegen 17.00h die Rückfahrt zum Quartier in Wernigerode an. Zwei Mitreisende wählten statt der Kabinenbahn den Abstieg über den 2,8km langen Wanderweg hinab ins Bodetal. Dieser war sehr, sehr mühsam und auch gefährlich, weil sich erst unterwegs für die beiden „Bergsteigerinnen“ herausstellte, dass zwei Drittel der Serpentinenwege nicht über einen normalen Untergrund, sondern über Felsbrocken, Baumreste, lose Steine und andere natürliche Hindernisse führte. Die Reisegruppe war glücklich darüber, dass die beiden Frauen diese waghalsige Alternative nach gut 60 Minuten „Wanderung“ gesund überstanden haben. Nach dem Abendessen bestand noch die Möglichkeit im „Bierkeller“ des Hotels das EM-Qualifikationsspiel Deutschland – Slowakei live in der ARD zu begleiten. 16 Fußballfans erlebten gemeinsam den 2 : 1 Sieg für „unser“ Team - ein großer Schritt zur Teilnahme an der Fußball-EM 2008, welche von den Ländern Schweiz und Österreich gemeinsam ausgerichtet wird.

Donnerstag, 07.06.07
Abreise um 08.30h. Nach einer ersten „Keramikpause“ auf der Raststätte Göttingen erlebt die Reisemannschaft die dritte Überraschung. Die Reisebegleiter hatten sich aufgrund des tollen Wetters spontan entschlossen, die obligatorische Mittagspause nicht auf einer Raststätte zu verbringen, sondern in den größten Bergpark Europas mit ca. 240 ha Gesamtfläche im Westen der Stadt Kassel zu verlagern. Die bereits positive Stimmung aller Teilnehmer erreichte mit dieser weiteren Überraschung, welche von den Organisatoren geplant, aber geheim gehalten wurde, ihren Höhepunkt. So blieben uns nun fast 3 Stunden Zeit zur Nahrungsaufnahme und Besichtigung der wunderschönen Parkanlage mit Herkules, Kaskaden und Blick hinunter zum Schloss Wilhelmshöhe. Bei Sonnenschein und nahezu 30°C nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, das Schloss abwärts und zu Fuß über die mehr als 550 Stufen an den Kaskaden entlang und über den ca. 2,5 km langen Wanderweg zu erreichen. Nach einem Fototermin mit der hier leider nicht ganz vollzähligen Reisegruppe vor dem Schloss Wilhelmshöhe traten alle Ausflügler die Rückfahrt an, die um 16.30h in Wuppertal endete. Über das vielfältige Programm und die Durchführung haben sich alle Reisenden sehr gefreut. Eine erlebnisreiche schöne Erinnerung bleibt. Die mit der Organisation und Umsetzung der Reise beschäftigten Ehepaare Behrens und Thurmann haben sich über die positive Resonanz und das „hohe“ Lob des HBV-Vorsitzenden Hansjörg Finkentey sowie dessen Stellvertreter und „altem“ Reisemarshall Edgar Spier auch sehr gefreut. Bei allem „positiven“ Stress hat es auch den Planern Spaß gemacht. Danke für die gemeinsame gute Zeit an alle Mitreisenden sowie den Damen Spier und Hansmann für die Mithilfe.

Willi Thurmann und Detlef Behrens
Auf’m Heidt im Juni 2007 (Fotos folgen!)

  • Bustour nach Minden 28.04.07

„ Was ist eine Schiffmühle? Wie weit ist es nach Minden? Die Antworten auf diese Fragen und einiges mehr hatten die Reisearchitekten des HBV mit der Tagesfahrt nach Minden vorbereitet. Pünktlich um 07.15 Uhr starteten 52 interessierte Bürger im modernen Reisebus der Firma Breiden zum Ausflug in die ehemalige Bischofsstadt an der Weser. Ein umfangreiches Programm und ein langer Tag lagen vor uns. Die Wetterprognosen waren prächtig. Nach zwei kurzen Zwischenstopps und einer ruhigen Fahrt erreichten wir, wie geplant, exakt um 10.00 Uhr den Ausgangspunkt am zentralen Busbahnhof.
Zum Tagesprogramm gehörte zunächst eine Stadtführung über 90 Minuten sowie eine halbstündige Besichtigung einer vor knapp 20 Jahren rekonstruierten Schiffmühle an der Weser. Bereits im Bus musste die große Reisemannschaft in zwei Gruppen mit jeweils 26 Teilnehmern aufgeteilt werden, die dann von zwei versierten Stadtführern der Stadt Minden und den Eheleuten Behrens und Thurmann begleitet wurden. Die von der Stadt Minden gestellten Gästeführer versorgten uns mit vielen Informationen über die Entstehung der Stadt vor mehr als 1200 Jahren bis in die Gegenwart und führten die Ausflügler zu allen historischen Plätzen mit ihren Fachwerkbauten in der unteren und oberen Altstadt, preußischem Klassizismus und Weserrenaissance, dem Rathaus mit dem ältesten gotischen Laubengang Westfalens sowie zum Wahrzeichen Mindens, dem über 1000jährigen Dom mit der Gelegenheit zur Besichtigung und zu einem Blick in den Innenhof. Der Spaziergang durch das Zentrum verlief wirklich kurzweilig, weil es beide Gästeführer hervorragend verstanden, die vielen Daten mit Anekdoten und Sprichwörtern zu verbinden. Einen ganz besonderen Eindruck vermitteln die idyllischen Gassen in der oberen Altstadt mit vielen reizvollen Häusern und romantischen Winkeln, dem Markt und der Martinikirche. Bei einem Besuch in der Stadt Minden ist ein Abstecher in die obere Altstadt, die mühelos über wenige Treppen in kurzer Zeit zu erreichen ist, Pflicht und absolut empfehlenswert.
zur Fotocollage!
Nachdem wir neugierig die Schiffmühle über einen kleinen Steg betreten hatten, belehrte uns der ehrenamtliche Mühlenexperte erst einmal, dass es sich nicht um eine Schiffsmühle handelt. Danach erhielten wir aber fundierte Informationen über den Ursprung und die wirtschaftliche Bedeutung der Schiffmühle für die Stadt Minden im 13. Jahrhundert sowie über den Einsatz dieser „Produktionsstätte“. Dem Geräusch des sich drehenden Wasserrades schloss sich das faszinierte Erlebnis mit dem Knacken des hölzernen Getriebes in der Mühle sowie des Mahlvorganges mit der Kornverarbeitung an: eine beeindruckende Einrichtung und Information. Mit einem kleinen Kräuterlikör als Präsent in der Hand verließen wir die Schiffmühle. Nun verblieb noch genügend Zeit, in der Altstadt „unbeaufsichtigt“ zu bummeln oder in einem der vielen Lokale bei herrlichem Sonnenschein unter freiem Himmel zu entspannen und sich auf die Weser-Kreuzfahrt am Nachmittag vorzubereiten.
Pünktlich um 14.30 Uhr ging es mit dem Bus und allen Ausflüglern weiter zum oberen Vorhafen, wo auch schon das Fahrgastschiff „Poseidon“ bei wolkenlosem Himmel auf uns wartete. Die Kapazität des Schiffes mit 400 Personen war fast ausgebucht, da auch andere Touristen die 90-minütige Kreuzfahrt genießen wollten. Der obere Vorhafen befindet sich am Mittellandkanal und da die Rundfahrt auch über die Weser nach Minden führt, legte das Schiff zunächst in Richtung zur „alten Schachtschleuse“ ab. Die über 90 Jahre alte Wasserschleuse bewältigt einen Höhenunterschied von 13 Metern in genau 7 Minuten, so dass wir nach kurzer Zeit den unteren Vorhafen erreichten. Über die Weser führte uns nun die Fahrt zurück in die historische Fischerstadt, an der Weserpromenade entlang bis zur Ankerstelle der vormittags besichtigten Schiffmühle. Gut zu erkennen auch der Verlauf der früheren Stadtmauer Mindens sowie der „alten“ Kanalbrücke des über uns „strömenden“ Mittellandkanals. Nach gut 60 Minuten erreichten wir wieder die Schachtschleuse, um nach dem „Aufstieg“ noch einen Abstecher zum Mittellandkanal zu machen und die Fahrt über die im Jahr 1914 fertig gestellte Kanalbrücke zur Kreuzung der Weser fortzusetzen. Nach den geplanten 90 Minuten endet die Binnenwasserstraßenfahrt, so dass wir gegen 17.00 Uhr unsere Rückfahrt nach Wuppertal antreten konnten.
Erstmalig übernahmen die Eheleute Behrens und Thurmann die Regie der Tagestour. Über die positive Resonanz der Mitreisenden, die schon im Bus zum Ausdruck kam, haben wir uns gefreut. Um 19.30 Uhr in Wuppertal angekommen, ging dieser schöne Tag zu Ende. Mit den vielen Eindrücken dieses herrlichen Ausfluges warten wir nun gespannt auf die kommenden Reisen, wobei schon jetzt angemerkt werden darf, dass die Tagestour nach Trier zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht ist.

Willi Thurmann
Wuppertal, Auf’m Heidt, im Mai 2007

  • Reisebericht TRIER

Am 15. September 2007 traf sich eine trotz früher Morgenstunde gut gelaunte Gruppe zur
Bustour nach Trier. Das Wetter versprach nach herrlichem Sonnenaufgang phantastisch zu werden, manchem war es bereits wieder zu sommerlich. Der Rhein und die Eifel waren ohne Stau rasch erreicht und kurze Zeit später erreichten wir unser Ziel, das altehrwürdige Trier,
das schon vor Rom eintausend und dreihundert Jahre bestand, wie eine Inschrift am Roten Haus am Hauptmarkt behauptet. Das ist zwar eine mittelalterliche Erfindung, aber sie hat einen geschichtlichen Hintergrund. Seine Gründung verdankt es der Lage an der Mosel, wo sich wichtige Handelsstraßen kreuzten. Das Tal des Nebenflüßchens Altbach war für Siedler besonders attraktiv und dort entwickelte sich eine Kultstätte der Treverer. Doch erst das römische Militär trug zur schnelleren Entwicklung des Ortes bei. Die Zivilsiedlung, die in der Nähe entstand, erhielt den Namen Augusta. Unter Claudius wurde sie zur Colonia, d.h. eine an Rom gebundene Stadt erklärt und bekam nun den Namen Colonia Augusta Treverorum. Bis zum 1. Jahrhundert n.Chr. war es zur Residenz des kaiserlichen Verwalters aufge-stiegen, der für die finanzielle Organisation der Provinzen Gallia, Belgica, Germania inferior und Germania superior verantwortlich war.
Wichtigstes Wahrzeichen Triers ist die Porta Nigra, die ehemalige Simeonskirche. Simeon, ein auf Sizilien geborener Grieche, errichtete um 1030 eine Einsiedlerzelle in der Porta Nigra. Er war Freund des Erzbischofs Poppos von Babenberg, der die Porta Nigra zu einer Doppelkirche ausbauen ließ. Heute ist nur noch die ursprüngliche Porta Nigra erhalten, weil Napoleon 1804 die Auskernung bis auf die römische Bausustanz verfügte.
Die Römerbrücke über die Mosel steht auch heute noch auf ihren ursprünglichen sechs Pfeilern. Nur noch als Rest zu sehen ist das alte Amphitheater mit Platz für 30.000 Besucher, das eigentlich den knapp halbstündigen Fußmarsch nicht lohnt. Die Kaiserthermen stellen sich da mit wesentlich mehr Steinresten dar.
958 entstand mit der Errichtung des Marktkreuzes der Hauptmarkt als Zentrum der mittel-alterlichen Stadt. Im 14. Jahrhundert wurden die Trierer Erzbischöfe Kurfürsten. Die markanten Bauwerke sind der prachtvolle Dom und die Liebfrauenkirche; beide zählen seit 1986 zum UNESCO-Kulturerbe. Der Dom ist seit dem 10. Jahrhundert bevorzugte Grablege der Trierer Bischöfe, und die Liebfrauenkirche ist der erste gotische Zentralbau Europas. Im sog. Palastdistrikt steht die repräsentative Palastaula, heute die Basilika.
Es lassen sich leicht noch einige Sehenswürdigkeiten mehr erwähnen: Der Balduinsbrunnen, die Barbarathermen, das Dreikönigshaus, der Frankenturm, die Judengasse, das Karl-Marx-Haus, das kurfürstliche Palais, die Mariensäule, die Pfalzei, das Schloss Monaise, das Schloss Quint, das Simeonsstift, der Turm Jerusalem und noch mehr. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich in Trier die Besuchermassen einherschoben. Wer einen freien Platz
im Straßencafé erwischte, hätte ihn beim Verlassen glatt verhökern können. „Haste mal ´nen Euro? “
Die Zeit eines Tagesbesuches reicht nicht aus, alles zu erreichen und zu bestaunen, ob-schon wir bedingt durch einen Unfall den Aufenthalt in Trier verlängern mussten, um eine ältere Dame im Krankenhaus verarzten zu lassen. Die eigentlich vorgesehene Nachmittags-tour ins Moseltal wurde durch eine gemütliche Busfahrt entlang der schönen Mosel ersetzt.
Am Schluss stand fest: Es war ein sehr schöner Ausflug, und Trier ist unbedingt eine Reise wert.

Vielen Dank an die Reiseplaner, Willi Thurmann und Detlef Behrens; das habt Ihr sehr gut gemacht!

  • Frühjahrsfahrt des HBV nach Monschau in der Eifel am 05.04.2008

Liegt in der Eifel noch Schnee? Spielt das Wetter mit? Fragen, die sich auf Grund des zeitlich frühen Termins der Frühjahrsfahrt des HBV in diesem Jahr mit Recht stellten! Die Wetterprognosen waren nicht sehr rosig. Dennoch fand das Angebot zu diesem Ausflug erneut großen Zuspruch. Mit geringer Verspätung startete der Reisebus der Firma Breiden mit 52 wetterfest bekleideten Personen an Bord zum Ausflug in die Eifel. Nach einer kleinen „Keramikpause“ und der gewohnt ruhigen Busfahrt traf die Gruppe planmäßig gegen 10.30 Uhr am ersten Tagesziel, dem schönen Eifelstädtchen Monschau, im Tal der Rur gelegen, ein. Kleine Grüppchen spazierten flussabwärts an der Rur entlang in die Altstadt.
Noch im Bus gab Herr Detlef Behrens einige Tipps zu den besonderen Blickpunkten der Stadt. Außerdem wurde allen Ausflüglern ein Plan zur Erkundung der Stadt übergeben. Mit Hilfe dieses als „roter Faden durch die Tuchmacherstadt“ von der Stadt Monschau zum Altstadtspaziergang angefertigten Planes können die wesentlichen Gebäude in den engen alten Gässchen und wichtigen Plätze erkundet werden. Einfach ist die Exkursion durch die Altstadt nicht für jeden, weil die Wege ausschließlich über Kopfsteinpflaster führen. Viele starteten diesen Rundgang am Ausgangspunkt „Tourist Information“ der Stadt. Einige Reisende wagten zudem den relativ anstrengenden Aufstieg zur Burg, um von dort die im Prospekt versprochene fantastische Aussicht auf die Altstadt und auf das Rurtal als Belohnung zu genießen. Andere hatten die Gelegenheit, im „roten Haus“ die um 11.00 Uhr beginnende Ausstellung zu besuchen. Kleine Gruppen bummelten durch die engen Gässchen mit den kleinen Geschäften und Lokalen zum Mittelpunkt der Stadt mit Rotem Haus, Rathaus, Kolpinghaus, Markplatz und dem ehemaligen Minoritenkloster mit der Aukirche. In der Kirchstraße befinden sich über 300 Jahre alte Fachwerkhäuser. Die Geschichte der Stadt geht bis in das Jahr 1198 mit erstmaliger urkundlicher Erwähnung der Burg zurück. Viele historische Informationen gehen aus dem Prospekt der Stadt hervor.
Pünktlich um 13.20 Uhr traf sich die gesamte Reisegruppe am Busbahnhof, um die Tagesfahrt zum zweiten Ziel, dem Rursee, fortzusetzen. Schon nach 50 Minuten erreichten wir über eine kurvenreiche, zum Teil serpentinenförmig angelegte Fahrstrecke den Naturpark Eifel und die Anlegestelle in Schwammenauel am Rursee. Fahrplanmäßig legte unser Schiff „Stella Maris“ am Pier ab. Eine lange Rundfahrt über den Stausee mit Kaffee, Tee und Kuchen oder belegten Brötchen lag vor uns. An Bord waren Tische für die Reisenden reserviert und schon nach kurzer Seefahrt servierte das Bordpersonal den frischen Kaffee oder Tee. Als nur wenige Zeit später die Bedienung den Servierwagen mit großer Auswahl diverser Torten in den Raum führte, erfasste ein unüberhörbares positives Raunen das Bordrestaurant. Geduldig wurde „Tisch für Tisch“ abgearbeitet und die wirklich riesigen Tortenstücke nach individueller Auswahl ausgegeben. Toller Service und gute Qualität. Die Kaffee- und Kuchenpause war ein Genuss! Somit verlief die Rundfahrt an den Ufern des Rursees entlang wie im Flug, und pünktlich erreichten wir nach 105 Minuten reiner Fahrzeit unseren Ausgangshafen in Schwammenauel. Die schon an den Tischen geführten Gespräche wurden im Bus nahtlos fortgesetzt, so dass eine entspannte und gut gelaunte Gruppe am frühen Abend gegen 18.50 Uhr gesund in Wuppertal eintraf und jeder zufrieden seinen Heimweg antreten konnte.
Ach so; warten Sie als Leser noch auf eine Antwort zu den Eingangsfragen? Naja! Der Schnee, welcher wenige Tage zuvor noch die Wettermeldungen in den Medien beschäftigte, war getaut. Bei Temperaturen um 9 Grad Celsius waren Schirm, Jacken oder Mäntel angesagt. Der Nieselregen schränkte den Stadtrundgang und den Ausblick auf den Rursee etwas ein, allerdings war die Stimmung der Teilnehmer alles andere als getrübt, so dass sich die Teilnahme an diesem Tagesausflug, wie so oft in der Vergangenheit, wieder einmal gelohnt hat. Im Namen des Vorbereitungsteams bedanken wir uns für die positive Resonanz der gesamten Reisegruppe!

Willi Thurmann / Detlef Behrens - Wuppertal, Auf’m Heidt, im April 2008

  • Chronologie der Mehrtagesfahrt des Heidter Bürgerverein an den Bodensee

Sonntag, 27.04.08 – Start zu einer wirklich erlebnisreichen Reise
Mit 7 Grad Celsius ist es noch recht frisch an diesem Morgen. Schon lange vor der Abfahrtszeit um 6.30 Uhr trifft sich eine große Gruppe von 52 Personen zur Mehrtagesfahrt des Heidter Bürgervereins, die in diesem Jahr nach Langenargen an den Bodensee führt. Nach der Verladung des umfangreichen Gepäcks startet unser Reisebus der Firma Breiden in Richtung Autobahn. Ein reservierter Platz im Bus ist unbesetzt. Es fehlt Frau Behrens! Was ist passiert? Kurz vor der Autobahn-Auffahrt in Ronsdorf stoppt der Bus. Dort wartet Frau Behrens schon und steigt zu. Die Gruppe ist nun komplett und alle Reisenden freuen sich. Weil die Fahrt an der Wohnung der Familie Behrens vorbeiführte, war dieser kurze Halt ausnahmsweise möglich und spontan disponiert. Da es sich um eine relativ weite Entfernung und somit längere Anfahrt zum Zielort handelte, wurden mehrere Pausen für die große Reisegruppe eingeplant. So führte unsere Fahrstrecke mit kleinen „Keramik“- und Raucherpausen an den Raststätten in Siegburg, Medenbach, Ellwanger Berge und Illertal in den südlichen Teil Deutschlands. Die Mittagspause mit der Möglichkeit zur warmen Speise legten wir im Rasthof Spessart ein. Von unserem Busfahrer Detlef wurden vorher telefonisch Sitzplätze reserviert, so dass es der Gruppe möglich war, recht schnell eine entsprechende Mahlzeit auszuwählen und sich entspannt zu stärken. Zudem funktionierte der Bordservice der Damen Behrens, Hansmann und Spier während der Anreise im Bus wieder einmal ausgezeichnet, so dass auch die Versorgung mit warmen und kalten Getränken gesichert war. Gegen 17.00 Uhr und bei angenehmer Temperatur von 22 Grad erreichten wir unser Quartier für die nächsten Tage: das schöne Seehotel Litz. Der Einzug der großen Reisemannschaft auf zwei Etagen im Hotel klappte wie geschmiert und in knapp 30 Minuten, da viele Helfer vom Hotel und aus der Reisegruppe zur Stelle waren, um die zahlreichen Koffer den Kurzurlaubern korrekt zum Einzug zu übergeben. Noch vor dem Abendessen oder danach nutzten viele Reisende die Gelegenheit bei einem kleinen Spaziergang den Ort Langenargen mit dem wunderschönen Schloss Montfort zu erkunden oder einfach am Ufer die gute frische Luft des Bodensees zu schnuppern. Die glänzenden und schneebedeckten Hänge der hohen Berge auf der Südseite des Bodensees in Österreich und in der Schweiz begrüßen die Touristen.

Montag, 28.04.08 – Ausflug zur Blumeninsel Mainau und Meersburg

Kleiner Schreck am Morgen! Ein Sturz aus dem Bett in der Nacht verursachte bei einer Mitreisenden glücklicherweise nur Prellungen. Nach dem ersten Schrecken und mit einem „Veilchen“ können die Ausflüge mitgemacht werden. Aufgrund der Wetterprognose hatte sich die Reiseleitung entschlossen, diesen Programmteil sofort am ersten Tag durchzuführen. Die Entscheidung war richtig! Nach dem Frühstück ab 6.45 Uhr an einem reichhaltigen Buffet trafen sich alle Teilnehmer pünktlich um 8.15 Uhr vor dem Hotel. Kurze Zeit später startete unser Reisebus in Richtung Meersburg zur Überfahrt mit der Fähre „Überlingen“ nach Konstanz. Die Wolken am Himmel wurden „weggeblasen“ und schon während der kurzen Bodenseefahrt zeigte sich die Sonne. Die Temperaturen stiegen stündlich bis auf angenehme 23 Grad. Planmäßig trafen wir um 9.45 Uhr am Parkplatz vor dem Haupteingang der Blumeninsel Mainau ein. Ausgestattet mit dem im Programm avisierten Inselplan wanderten viele kleine Grüppchen entspannt und voller Erwartung über eine stabile Brücke zur Blumeninsel Mainau. In bunten Farben begrüßten uns die Frühblütler der Jahreszeit. Viele Teilnehmer wählten den Rundgang des Inselplanes. Auch die festen Pflanzenfiguren Zwerg und Pfau zeigten sich in den Farben der Frühjahrsblumen und wurden sofort zum Blickpunkt für jede Kamera. Viele Landschaftsgärtner waren damit beschäftigt, weitere attraktive Blumenbeete für die kommenden Monate zu bearbeiten. Auch der Wasserlauf an den Mediterran-Terrassen war bereits aktiviert und Grund genug im Bild festgehalten zu werden. Im Palmenhaus fand eine Orchideenschau statt, die von vielen Touristen besucht wurde. Ebenso gefragt war natürlich ein Besuch im Schmetterlingshaus und der kleine Anstieg zum sehenswerten Barockschloss der Familie Bernadotte mit Schlosskirche. Viele Blumen- und Pflanzenarten säumten die sauberen, sehr gut begehbaren Wege. Die Insel strahlt mit ihrer Flora und Fauna eine positive Energie aus und schenkt wirklich Ruhe. Das Klima ergänzt diesen Eindruck auf sehr angenehme Weise. Wo sonst sieht man z. B. Palmen, Mammutbäume oder Bambusgewächse und andere seltene Pflanzenarten in dieser Vielzahl? Mehrere Millionen Blumenzwiebeln befinden sich in den schön hergerichteten Anlagen. Nach 210 Minuten traf sich die Gruppe vollzählig und entspannt wieder am Bus zur erneuten Überfahrt mit der Autofähre „Tabor“ ab Konstanz nach Meersburg. Am Nachmittag gab es somit noch die Gelegenheit an der Seepromenade eines der zahlreichen Lokale aufzusuchen oder über die Unterstadtstraße zu bummeln. Einige wagten den recht steilen, aber kurzen Anstieg zum alten und neuen Schloss und wurden mit einem tollen Ausblick auf die kleine Altstadt und auf den Bodensee mit Umgebung belohnt. Um 16.15 Uhr ging es ab Meersburg zurück zum Hotel. Wolken zogen auf; die Temperaturen fielen und am Hotel angekommen, zeigte sich der Bodensee erstmalig in dunklen Farben und mit ordentlichen Wellen. Regenschauer setzen ein und eine unruhige windige Nacht liegt vor uns. Weitere Aufregung: ein Sturz eines Mitreisenden am Abend im Treppenhaus zwingt zu einer Untersuchung im Krankenhaus in Tettnang - Entwarnung für den Patienten. Keine Fraktur, sondern „nur“ Prellung am Arm. Sehr späte Rückkehr in das Hotel, und die Inhaber des Restaurants organisierten noch ein Abendessen für das betroffene Ehepaar. Auch die weitere Teilnahme an der Reise ist möglich, toll!

Dienstag, 29.04.08 – Ravensburg, Überlingen und Wallfahrtskirche Birnau
Der Sturm der Nacht hat sich beruhigt. Bei leichtem Nieselregen und 10 Grad Celsius startet die komplette Reisegruppe um 8.15 Uhr zum ersten Tagesziel Ravensburg. Unsere Fahrt führt uns an vielen Obst- und Hopfenplantagen und an hell leuchtenden Rapsfeldern vorbei. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir unseren Busparkplatz in der Stadt der Türme und Spiele. Eine kleine Anzahl Mitreisender entscheidet sich für den individuellen Stadtspaziergang. In zwei von den Ehepaaren Behrens und Thurmann begleitete große Gruppen werden die Teilnehmer an der von qualifizierten Fremdenführern geleiteten Stadtführung eingeteilt. Der Rundgang beginnt in den historischen Räumen des Hl.-Geist- Spital und dort erfahren die Gruppen sehr viel über die Geschichte der vor mehr als 500 Jahren auf Grundbesitz der Welfen erbauten Handelsstadt mit den vielen Stadttoren, Wachtürmen und der ursprünglich vorhandenen Stadtmauer. In der glockenförmig erbauten Stadt befinden sich zu 90 Prozent Fachwerkbauten, die aber ohne diesen Hinweis nicht zu erkennen sind, weil die zu jeder Zeit recht vermögende Stadt die finanziellen Mittel hatte, um die Außenwände und Fassaden verputzen zu können. Mit Ausnahme des Bläserturmes, welcher nach einem Einsturz neu aufgebaut werden musste, sind noch alle anderen Wach- und Beobachtungstürme in der Originalform zu besichtigen. Besonders auffällig ist das Wahrzeichen der Stadt; der weiße Turm „Mehlsack“ am Obertor der Stadt. Mehlsack und Bläserturm können auch für Besichtigungen bestiegen werden. Ingesamt bestehen noch 11 Türme in der ursprünglichen Bauform. Alle sehenswerten Einrichtungen der Stadt sind über kurze Wege leicht zu erreichen, und das Rat- und frühere Kornhaus kann man auch von innen besichtigen. Die Stadt hat eine Einwohnerzahl von 48.000 Personen und verfügt bei 34.000 Arbeitsplätzen über eine der geringsten Arbeitslosenquoten in Baden-Württemberg. Während des gut 100 Minuten dauernden Rundganges, welcher am Obertor endete, zeigte sich die Sonne immer mehr, so dass die Exkursion bei trockener Witterung sehr gut abgelaufen ist. Für eine kleine Stärkung und Kaffeepause am Marienplatz, dem Mittelpunkt der Stadt, blieb auch noch Zeit. Pünktlich um 13.15 Uhr setzten wir mit dem Bus und allen Reisenden an Bord unsere Tagestour nach Überlingen bei leicht bewölktem Himmel und 15 Grad Celsius fort.
In Überlingen gab es durch die Kurzbeschreibung in der von den Organisatoren angefertigten Reisemappe und einen guten Stadtplan für jeden die Möglichkeit zur freien Gestaltung der knapp 2 Stunden Aufenthalt. Ein Besuch im Münster St. Nikolaus wurde von sehr vielen Reisenden wahrgenommen. Auch der Kurpark und die Seepromenade luden bei milden 19 Grad Celsius und wolkenfreiem Himmel zur Entspannung und zum Verweilen ein. Ausreichend Zeit auch für ein erfrischendes Eis oder Kaffee und Kuchen.
Unsere Rückfahrt um 16.00 Uhr zum Quartier führte uns an diesem Tag noch zu der Wallfahrtskirche Birnau, die inzwischen auch den kirchlichen Status einer Basilika erreicht hat. Gegen eine kleine Spende kann der Innenraum des Gebäudes begangen und besichtigt werden. Der Besuch ist absolut empfehlenswert und beeindruckt sehr. Hinzu kommt, dass vom Vorplatz der Basilika ein phantastischer Panoramablick auf den Bodensee und Umgebung gegeben ist und auch einige „Pfahlbauten“ des bekannten Pfahlbau- Museums in Unteruhldingen/Bodensee zu erkennen sind. Blauer Himmel bei 19 Grad unterstützt die positive Stimmung und das sehenswerte Erlebnis. Die Abfahrt ab Birnau verzögert sich, weil noch ein freier Imker Bienenhonig mit Gelee Royal feilbietet. Für den Sonderpreis von 10 € entscheiden sich viele Reisende im Bus zur Bestellung. Der Verkäufer ist froh und die Gruppe freut sich auch. Es handelt sich bei der HBV-Reise nicht um eine „Butterfahrt“ mit den entsprechenden Angeboten. Dennoch wird von Frau Anton kurz nach der Weiterfahrt ab Birnau noch die Möglichkeit zum Erwerb von geräucherten Bodensee-Felchen angesprochen. Auch dieses Angebot findet regen Zuspruch und die Anzahl der vielen Bestellungen spricht für sich. Um 17.50 Uhr erreichen wir bei guter Laune und Sonne, Sonne und nur noch Sonne unser Quartier.

Mittwoch, 30.04.08 – mit dem Schiff nach Lindau und eine Odyssee über den Bodensee
Für die Reiseleitung sollte dieser Tag der einfachste sein, weil dieses Ziel keiner besonderen Organisation mehr verlangte. Am Morgen konnte ausgeschlafen werden, weil der Treffpunkt zur Schifffahrt nach Lindau erst um 10.40 Uhr vor dem Hotel am Hafen angesetzt wurde. Es bestand vorher noch genug Zeit einen kleinen Stadtbummel in Langenargen eigenständig ohne Programm zu machen. Kleine Quellwolken am Himmel und Sonnenschein schon am frühen Morgen. Pünktlich trifft sich mit Ausnahme einer Teilnehmerin, die an diesem Tag eine kleine Radtour machen wollte, die gesamte Gruppe am Hotel. Nach einem Fototermin vor dem Hafen geht es geschlossen über den Steg an der Bronzefigur „Dammglonker“ vorbei zum Ableger Langenargen. Unser Schiff MS „Lindau“ befördert uns mit leichter Verspätung zu unserem Tagesziel Lindau im Bodensee. Die Seefahrt verläuft ruhig, und um 12.05 Uhr erreichen wir die bekannte Hafeneinfahrt mit Leuchtturm und Bayerischem Löwen. Der Himmel strahlt und 22 Grad laden zu der eigenen Erkundung der Altstadt ein. Auch hier geben der Stadtplan und die Empfehlungen der Reiseplaner Hinweise für den Aufenthalt von mehr als 3 ½ Stunden. Der Leuchtturm am Hafen kann bestiegen werden und von dort aus erhält man den erwarteten tollen Rundblick auf die Stadt und den Bodensee mit Ungebung. Einige wagen den Aufstieg für Ausblick und Fotos. Das große Motorschiff „Karlsruhe“ soll uns um 15.40 Uhr wieder zurück nach Langenargen bringen und hat als Zielort Friedrichshafen. Nach Ankunft in Langenargen ist für den restlichen Teil des Tages freie Verfügung angesagt. Das Sonnendeck des Schiffes ist gut besucht und praktisch kein Platz mehr frei. Doch nach zwei Anlegestopps in Wasserburg und Nonnenhorn ist eine Zunahme des Windes und auch des Wellenganges zu verspüren. Die Blinkleuchten an den Ufern zeigen Warnstufe eins für Sturm an. Mit jeder weiteren Minute entwickelt sich der Wellengang zunehmend und das Bord- und Hafenpersonal der BSB (Bodensee Schifffahrt Betriebe) hat bereits große Mühe in Kressbronn die Brücke zum Ausstieg anzulegen. Sturm zieht auf. Papierplakate am Steg fliegen durch die Luft. Das Sonnendeck wird geräumt. Der Sturm mit Nieselregen nimmt zu. Die Wellen werden immer stärker und unser Schiff steuert zielsicher in Richtung Langenargen. Der Bodensee zeigt nun, warum dieser auch das „schwäbische Meer“ genannt wird. Eine Mitreisende unserer Gruppe an Bord wird „seekrank“ und von Frau Behrens betreut. Segeljachten geraten nur einige Meter von uns entfernt in Seenot. Die Segler halten sich an den Masten fest. Leinentücher sind nicht mehr vorhanden. Ein Hilfeschiff der Polizei bzw. des Zoll ist zu erkennen. Die Sturmwellen erreichen Höhen bis zu 2 Meter und schlagen am Steg in Langenargen an. Der Himmel ist dunkel. Die Blinkleuchten sind längst auf Warnstufe zwei, also der Höchststufe eingerichtet; ein Ausstieg in Langenargen nicht möglich. Die Sturmfahrt geht weiter, und die Gruppe hofft in Friedrichshafen anlegen zu können. Doch der Sturm lässt nicht nach. Inzwischen sind alle Passagiere im Innenraum des Schiffes, wo schlechte Luft herrscht und eine bedrückte Stimmung spürbar wird. Durchsage des Bordpersonals, dass wir in Friedrichshafen nicht anlegen können. Nächster Hafen ist Immenstaad. Hoffnung, dass sich das schwäbische Meer beruhigt und wir dort wieder festen Boden unter die Füße bekommen. Zum Glück haben wir unseren Busfahrer mit an Bord. Unserer Bitte an die BSB in Immenstaad einen Bus für unsere Reisegruppe zu besorgen, wird mangels Fahrer nicht erfüllt. Somit entscheidet sich die Reiseleitung dazu, dass unsere beiden „Detlefs“ mit dem Taxi zurück nach Langenargen fahren, um unseren eigenen großen Reisebus abzuholen. Die Betreuung unserer „seekranken“ Mitreisenden übernimmt Frau Behrens. Bordpersonal wirkt überfordert. In Immenstaad können wir das Schiff gegen 17.30 Uhr - mit mehr als 50 Minuten Verspätung und ca. 20 km von Langenargen entfernt - verlassen und erst einmal wieder richtig Luft holen. Der Zustand unserer „Reisekranken“ stabilisiert sich an Land immer mehr und Herrn Thurmann gelingt es nach Rückfrage in mehreren Lokalitäten für die Übergangszeit bis zur Ankunft unseres eigenen Busses endlich im „Gasthaus Schiff“ ausreichend Plätze für die Reisegruppe zu finden. Dort kehrt bei heißen und kalten Getränken wieder Entspannung ein. Viele nehmen auch das günstige Angebot der Speisekarte an und sind sehr zufrieden mit der Freundlichkeit der Bedienung und Qualität des Essens. Mit unserem Bus treffen alle Reisenden gegen 19.30 Uhr am Seehotel gesund ein. Die Radfahrerin begrüßt erleichtert die Ausflügler. Unser Restaurant im Hotel hat sich auf die Verspätung der Gruppe für das Abendessen bestens eingestellt, so dass wir das 3-Gänge-Menü noch einnehmen konnten. Natürlich war das Gesprächsthema des Abends die Odyssee über den Bodensee.

Donnerstag, 01.05.08 – Heimreise nach Wuppertal
Zeitiger als geplant mussten wir das Hotel verlassen, weil auf dem Vorplatz bereits früh die Vorbereitungen für das Maifest begannen. Die Teilnehmer an den HBV-Fahrten sind aber für das flexible und disziplinierte Verhalten bekannt und stellen sich der neuen Situation. Also Koffer früh in die Rezeption. Ein letztes Mal dürfen wir uns am prächtigen umfangreichen Buffet bedienen. Unser Busfahrer Detlef und viele, viele Helfer verstauen das Reisegepäck im Bus recht zügig. Kurz vor der Abfahrt ist aber noch eine „erste Hilfe“ zu leisten. Eine Stufe im Restaurant führt zu einem Fall und verursacht Verletzungen im Gesicht einer Reisenden, die sofort versorgt werden müssen. Gott sei Dank kann die Rückreise mitgemacht werden und eine Untersuchung im Krankenhaus ist nicht erforderlich. Um 08.08 Uhr starten wir leider wieder in Richtung Heimat. Noch einmal genießen alle den Blick auf den Bodensee und die schneebedeckten Berghänge auf der Südseite. Eine schöne Zeit geht zu Ende. Ein von den Reiseplanern zuvor ausgearbeitetes Reisequiz soll ablenken und verlangt von den Teilnehmern noch einmal Erinnerungen an die letzten Tage mit den vielen Stationen abzurufen. Die drei Gewinner mussten unter sieben Personen, die 7 der 8 gestellten Fragen richtig beantwortet hatten, ausgelost werden. Der Hauptgewinn für eine HBV-Tagesfahrt ging an Frau Appel. Die anderen Preise erhielten Frau Fröhlich und Frau Iden. Für die restlichen 4 erfolgreichen Mitrater gab es einen Kugelschreiber als Trostpreis. Die Rückfahrt verlief angenehm ruhig und mit ausreichenden Pausen. Gegen 17.15 Uhr erreichten wir den Heidt. Schnell wurden die Koffer ausgeladen und den Besitzern zugeordnet. Die offizielle Aufgabe der Reiseleitung war damit eigentlich erledigt! Achtung, doch nicht bei dieser erlebnisreichen Tour. Ein Koffer wurde vertauscht, so dass vom Ehepaar Behrens mit dem PKW noch Sonderfahrten durchgeführt wurden. Am Ende war aber wieder einmal alles gut und die Teilnehmer an dieser Mehrtagesfahrt überglücklich und zufrieden. Einen großen Dank möchten die Reiseplaner noch an unseren Busfahrer Detlef sagen, der uns in allen notwendigen Situationen richtig begleitet und Krisenmanagement bewiesen hat. Außerdem gilt unser Dank auch Kristin und Rene als Betreiber des Restaurant „Wunderbar“ im Seehotel. Jeder Wunsch wurde uns erfüllt. Dies ist nicht unbedingt üblich und darum ungewöhnlich. Es bleibt eine unvergessene Erinnerung. Anmeldungen für die Reise in das Altmühltal im kommenden Jahr sind jetzt schon wieder zahlreich angenommen worden.Willi Thurmann und Detlef Behrens Auf’m Heidt, Juni 2008


  • Bodenseefahrt vom 27.04. - 01.05.08

Zunächst einmal gilt der Dank an Ehepaar Behrens und Ehepaar Thurmann, die diese Fahrt vortrefflich vorbereitet hatten.
Das Seehotel in Langenargen war unsere Wohnstätte am Bodensee. Direkt am See gelegen konnten wir hier bei klarem Wetter die österreichischen und Schweizer Alpen, schneebedeckt, ganz deutlich sehen. Die Alpen waren zum Greifen nahe. Das 1866 im maurischen Stil erbaute Schloß Montfort, das wir aber nicht besichtigten, gilt als das Wahrzeichen von Langenargen am Bodensee. Die herrliche Sichtlage des württembergischen Bodenseeufers, mit seiner weiten, langen Promenade, ist auch der Grund dafür, Langenargen sei die Sonnenseite des B?densees. Von hier aus besuchten wir die Sehenswürdigkeit der Rokoko-Kirche Birnau. Sie erinnert an die bayerische Wieskirche. In dieser Gegend kamen wir auch dazu, den hier produzierten Honig (mit Gelee-Royale) zu kaufen.
Zu Erwähnen ist auch der Besuch von Ravensburg und Überlingen. Unter professioneller Begleitung erkundeten wir die alte Hansestadt Ravensburg mit seinen vielen Türmen und seiner wechselvollen Geschichte (Hl. Geist Spital, Denkmal für die versklavten und verkauften Kinder, Spieleland)…
Obst und Hopfen gedeihen durch das mediterrane Klima sehr gut. Aus Grauburgunder- und Chardonnayreben keltert man hier hervorragenden Weißwein. Eine Tagestour bei strahlendem Sonnenschein brachte uns zur Blumeninsel Mainau und zum historischen Ort Meersburg. Hier in Mainau führte uns der gekennzeichnete Rundgang zur einzigartigen Pflanzenwelt und zu besonderen Gebäuden, wie z.B. das Barockschloss, Palmen- und Schmetterlingshaus. Das diesjährige Motto der Mainau lautet „Magische Gärten“. Zur Zeit ist eine Orchideenschau im Palmenhaus zu bewundern.
Beim individuellen Erkunden der Insel traf ich auch auf einige Gingko-Bäume. Sofort dachte ich an das Gedicht Goethes „Gingko Biloba“ aus Suleika, dem Westöstlichen Diwan. Mit dem Namen des Autors, Johann Wolfgang von Goethe, war nun auch für mich die Verbindung entstanden zur letzten gelungenen Harzreise des Bürgervereins im vergangenen Jahr (die Harzreise Goethes).
Nach dem Mainaubesuch schloss sich Meersburg an. Diese historische Stätte war der Wohnort der Annette von Droste-Hülshoff, die uns wahrscheinlich aus der Schulzeit noch bekannt ist: „der Knabe im Moor, die Judenbuche“.
Eine obligatorische Fahrt mit dem Schiff von Langenargen über den Bodensee führte uns nach Lindau. Bei herrlichem Wetter genossen wir die Überfahrt und erreichten Lindau unter Glockengeläut (12 Uhr mittags). Die bekannten Symbole Leuchtturm und Bayrischer Löwe zierten die enge Einfahrt in den Hafen von Lindau. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wir genossen Bummeln, Shopping und die Atmosphäre dieser wunderschönen Stadt. Noch bei Sonnenschein betraten wir das Schiff zur Rückfahrt. Plötzlich zogen Wolken auf und es entwickelte sich ein Unwetter. Unser Schiff wurde heftig geschaukelt, so dass es so Manchem übel wurde und Angst aufkam. Wir konnten nicht in Langenargen anlegen und mussten einige Stationen weiterfahren, wo wir dann endlich an Land konnten und auf die Rückfahrt mit dem herbeigerufenen Bus angewiesen waren. Noch lange werden wir von dieser Überfahrt erzählen.
Nach glücklicher Heimfahrt und Vorfreude auf das nächste Jahr sei hier noch einmal allen gedankt, die sich für diese wunderschöne und erlebnisreiche Fahrt einsetzten in Verwaltung, Organisation, Bedienung im Bus, und, und, und…

Dr. Hans-Werner Hoffmann, Neuss

Der lyrische Bericht von R. Nagel

1.Tag Anreise

Im April war es wieder mal so weit:
Für den HBV ist Reisezeit.
Langenargen als Ziel man hat,
am Bodensee liegt diese Stadt.
Der erste Halt, oh so ein Graus,
war bereits „Am Jägerhaus“.
Was heißt das nur, was soll das sein ?
Frau Behrens stand da und stieg noch ein.
Die Fahrt mit neuem Breiden – Bus
war, wie immer, ein Genuss.
Es war gut, wie früher schon beschrieben,
auch der Service an Bord ist gut geblieben.
Die 3 gleichen Damen bedienten uns so lieb,
daß kein Wunsch der Gäste offen blieb.
Gegen 17 Uhr, bei Sonnenschein,
fuhren wir in Langenargen ein.
Unser Hotel lag direkt am See,
gegenüber: Berge mit viel Schnee,
Nach einem Rundgang durch das Städtchen
waren die meisten reif fürs Bettchen.

2. Tag Insel Mainau und Meersburg

Heute stand die Insel Mainau auf dem Plan,
wo man unzählige Blumen sehen kann.
Auf der Überfahrt, man muß die Leitung loben,
hat sie die Wolken weggeschoben.
Ein liegender Zwerg, ein stehender Pfau,
beides als recht hoher Bau,
nur aus Blumen und sehr bunt,
standen in des Eingangs Rund.
Daneben zog der Glacier - Express seine Runde,
als Miniatur, Stunde für Stunde.
An den Mediterran – Terrassen fließt munter,
das Wasser viele Stufen herunter.
Den Anblick sehenswert uns macht
an den Rändern große Blütenpracht.
Durch Blumen führt der Weg uns weiter,
bis er plötzlich wurde breiter,
und wir standen vor dem Schloss
von dem Blumen – Insel – Boss.
Graf Bernadotte, das war nicht schön,
ließ sich nur als Denkmal seh`n,
Zur Einkehr gab es Imbiss oder Lokal,
jeder stärkte sich nach seiner Wahl.
Zurück, vorbei an exotischen Bäumen,
die die Seiten der Wege säumen,
ging es zur Orchideen- und Schmetterlingsschau
in einem feuchten, warmen Tropenbau.
Danach war mit dem Rundgang Schluss,
und alle trafen sich am Bus.
Nach Meersburg ging die Weiterfahrt,
der Himmel war noch aufgeklart,
so konnten wir die nächsten Stunden
die Stadt Meersburg gut erkunden.
Auf der Rückfahrt, ungelogen,
wurden die Wolken wieder vorgezogen.
Regenschauer setzten ein und Wind,
schaumbedeckt die Wellen sind.
Der See ist nicht mehr mittelblau,
jetzt ist die Farbe dunkelgrau.
Leider klingt der Abend ungut aus
durch einen Sturz im Treppenhaus.
Die Klinik sagt: „Nur eine Prellung.“
So hält auch der Patient die Stellung.

3. Tag Ravensburg, Überlingen, Kirche Birnau

Der Sturm war weg, doch Nieselregen wartet
als die Reisegruppe startet,
Nach Ravensburg, die Stadt der Türme und der Spiele,
tatsächlich, Türme hat sie viele.
11 Stück ist deren Zahl,
fast alle noch in original.
Ein Turm, das Wahrzeichen der Stadt,
der „Mehlsack“, eine weiße Farbe hat.
Mittags ließen wir uns am Marktplatz nieder,
zur Stärkung und Erholung uns`rer Glieder.
Weiter fuhren wir voll guter Dingen
zum nächsten Ort, nach Überlingen.
Vorgegeben waren uns 2 Stunden,
um Kurpark und Münster zu erkunden,
Auf der Seepromenade, bei 19 Grad,
jeder einen Kaffee genommen hat.
Auf der Rückfahrt stand vor uns da,
die Kirche Birnau, eine Basilika.
Sehenswert der Innenraum
mit einer Pracht, man glaubt es kaum.
Vom Vorplatz hat man eine Sicht,
schöner geht es wirklich nicht.
Der HBV macht keine Butterfahrten,
doch 2 Verkäufer auf uns warten.
Felchen und Honig bot man uns an,
einige Frauen kauften es auch dann.
Bei guter Laune und Sonnenschein
fuhren wir wieder in Langenargen ein.


4. Tag Mit dem Schiff nach Lindau

Eine Seefahrt die ist lustig, sie ist schön,
heute wollen wir Lindau seh`n.
Bei ruhigem See und sehr viel Sonne
war die Schifffahrt eine Wonne.
In der Einfahrt von Lindaus Hafen
wir den bayerischen Löwen trafen.
Die Stadt auf eigene Faust erkunden,
dafür hatten wir 3 Stunden,
und bei schönstem Sonnenschein
checkten wir zur Rückfahrt ein.
Wer die gute Seeluft sucht,
hat das Sonnendeck gebucht.
Eine Seefahrt die ist lustig, sie ist schön,
sie kann auch richtig an die Nerven geh`n.
Es kam ein Sturm und Wellengang,
daß so manchem wurd` Angst und Bang.
Das Sonnendeck war leer gefegt
und alles im Innern sich bewegt.
Darin, die abgestandene Luft,
war wirklich kein besond`rer Duft.
Einer Frau war der Sturm nicht recht,
und ihr wurde richtig schlecht,
Als in ihrem Kopf kein Blut mehr weilte,
Birgit Behrens ihr zu Hilfe eilte.
Sie hat sie betreut, mit wissender Hand,
bis wir erreichten wieder Land.
Vor uns eine Segeljacht.
die hat richtig schlapp gemacht.
Zwei Männer klammerten am Mast sich fest,
ein Schiff der Polizei erledigte den Rest.
Dunkler Himmel, Sturm und Regenschauer,
hohe Wellen an der Mauer,
Langenargen war in Sicht,
doch dahin fuhr der Käp`ten nicht.
Unmöglich für ihn dort anzulegen,
da sich die Wellen wild bewegen.
Die Sturmfahrt ging nun weiter,
manche Seefahrt ist nicht heiter.
50 Minuten mußten wir noch dem Schaukeln trotzen,
manchem war`s dabei zum Kotzen.
In Immenstaad konnten wir anlanden.
Die frische Luft als Duft wir dort empfanden.
Auch die kranke Frau erholte sich,
bei frischer Luft war`s nicht verwunderlich.
Man begann sich nun zu fragen:
„ Wie kommen wir nach Langenargen?“
20 km sind kein Pappenstiel
und zum Laufen viel zu viel.
Mit dem Schiff zurück, das wollte keiner.
Das Übel „Gasthof Schiff“ ist für uns kleiner.
Natürlich, der Detlef hat
die Lösung gleich parat.
Er und der Fahrer von dem Bus
mit dem Taxi zum Hotel jetzt muß.
Den beiden wird es doch gelingen,
uns mit dem Bus zurück zu bringen,
Doch bis es ist so weit,
braucht es seine Zeit,
Damit wir nicht im Regen stehen
wollten in ein Lokal wir gehen.
Der Willi hat`s gesucht und auch gefunden.
Im „Gasthof Schiff“ verbrachten
wir die nächsten Stunden.
Unangemeldet plötzlich 45 Gäste,
die Bedienung macht daraus das Beste…
Gepflegte Getränke, zivile Preise,
gute Qualität der Speise,
das, bei einer ungeplanten Einkehr,
lieber Gast, was willst du mehr ?
Nachdem wir uns gestärkt,
ist der Bus zurückgekehrt.
Im Hotel endet die Odyssee
über das „Schwäbische Meer“, den Bodensee.

5. Tag Rückreise

Wieder war es mal so weit,
es endet auch die schönste Zeit.
Eine lange Fahrt nun vor uns lag,
an diesem letzten Reisetag.
Um uns etwas abzulenken,
mußten wir noch richtig denken.
Statt schläfrig vor uns hin zu dösen,
sollten ein Reisequiz wir lösen.
Was die Leitung sich da ausgedacht,
hat sie wirklich gut gemacht.
Zum Testen waren die Fragen so gehalten,
was wir von der Reise wohl behalten.
Die Busfahrt verlief ohne Qual,
bis wir erreichten Wuppertal.
Alle man nur loben kann,
die Helfer, Behrens und Thurmann.
Und weil alles war so schön,
zum Altmühltal wir auch mitgeh`n.

P.S.
Familie Behrens war noch nicht entlassen,
mit einem Koffertausch musst` sie sich befassen.
Für sie hieß es: noch eine Sonderfahrt,
bis die Verwechslung aufgeklart.
Danach war auch für die Zwei
jede Verantwortung vorbei.

R. Nagel

 

  • Tagesfahrt des HBV zum Steinhuder Meer am 20.09.2008

Bericht zur Tagesfahrt des HBV am 20.09.08 zum Steinhuder Meer

Diesmal sollte die Städte-Reise nach Steinhude gehen.
Am 20.09.2008, 7.00 Uhr bei 4° frischer Luft Abfahrt von Wuppertal gen Norden, Richtung Steinhude am Steinhuder Meer. Kurz vorher habe ich aber noch unbemerkt (weil unausgeschlafen) in einen Hundehaufen getreten. Fiel erst auf – als es roch. Das musste ja Glück bringen.
Tat es auch.
Bei leicht sonnigem Wetter und ruhiger Fahrt erreichten wir um 10.30 Uhr unser Ziel, nämlich Steinhude. Als erstes war eine Stadtführung angesagt. Wir wurden schon erwartet. Da wir 56 Mitreisende an der Zahl waren und viele Interesse an einer Führung zeigten, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Während dieser 90 minütigen Führung erfuhren wir Wissenswertes und Interessantes über Ort, Land und Leute.
Steinhude hat sich im letzten Jahrhundert von einem Fischerdorf zum Erholungszentrum entwickelt.
Die Fischernetze und –körbe zahlreicher Fischerboote am Ufer des Steinhuder Meeres erinnern an vergangene Zeiten. Die besondere Spezialität ist der Steinhuder Rauchaal, der täglich zu bekommen ist. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen frischen Aal mit nach Hause zu nehmen, l e c k e r! Im Zentrum von Steinhude kamen wir an vielen gepflegten Fachhäusern vorbei, in denen zahlreiche Restaurants und auch interessante Geschäfte untergebracht waren. Es gab viel zu entdecken.
Nach 1 1/2 stündiger guter Führung hatten wir über 2 Stunden Zeit zur freien Verfügung. Inzwischen lachte die Sonne, und wir hatten 21° Wärme. Also ein wunderbares Klima.
Einige beschlossen, an einer 1 1/2 Std. dauernden Rundfahrt, ca. 34 km, mit dem Fahrgastschiff „Steinhude“ teilzunehmen. Auf dieser Rundfahrt konnten wir Uferbereiche kennenlernen, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Durch Erklärungen des freundlichen Kapitäns erfuhren wir Einiges über das Steinhuder Meer.
Glücklich, zufrieden und sonnengebräunt legten wir am Ausgangspunkt wieder an. In einer schnuckeligen Fischerkate führten wir uns etwas leckeres Fischiges zu Gemüte und ließen den erlebnisreichen Tag mit der Rückfahrt um 16.15 Uhr ab Ortsmitte Richtung Heimat ausklingen.

Hin- und Rückfahrt verliefen harmonisch und ruhig ohne Vorkommnisse ab, so dass wir uns schon wieder auf die nächste Städtetour freuen.

Einen herzlichen Dank an die Reisemaker, die diese Tagesreise ausgearbeitet haben.

G.A.

 

  • Bustour des HBV nach Linz und Ahrweiler am 25. April 2009

Vor einigen Jahren gab es schon einmal eine Bustour nach Linz, die sich aber als dreigeteilte Veranstaltung darstellte, nämlich als Rad- und Wandertour sowie als Spaziergang für die gemütlichen Teilnehmer. „Dort den Berg hinauf hat man uns damals gelotst“ war jetzt zu hö ren und es wurde reichlich Anerkennung gezollt. Dieses Mal war alles ganz auf einen geruh-samen Stadtrundgang ausgelegt, um nicht den Ausdruck „Kaffee- und Kuchenfahrt“ zu strapazieren.

Das kleine Städtchen Linz am Rhein, auch die bunte Stadt genannt wegen der vielen bunten Fassaden, hat ja auch viel zu bieten: Rathausplatz mit Häuserzeilen aus 5 Jahrhunderten, das Rathaus aus 1517 als eines der ältesten Gebäude in Rheinland-Pfalz, die Mariensäule mit einer Brunnenanlage und nahebei die Marienkirche mit einem kunstgeschichtlich bedeu-tendem Altar aus 1463, das schöne Neutor aus 1391, das Rheintor aus 1599 mit Wappen des Kölner Kurfürsten Ernst von Bayern und seinen sehr beeindruckenden Hochwasser-marken, den gleich nebenan gelegenen Burgplatz mit der Burg Linz aus 1365 und einem Fachwerkhaus um 1500, auf dessen Tür im 1. Stock zu lesen ist „Notausstieg bei Hoch-wasser“. Es ist schwer vorstellbar, dass man von dort aus bei Hochwasser dann in einen Kahn einsteigen mußte. Nicht unerwähnt bleiben soll die prima Marzipantorte im Café am Burgplatz. Die alleine rechtfertige schon eine Fahrt nach Linz, war zu hören.
Nach der Mittagspause wurden wir samt Bus für Euro 22,50 per Fähre über den Rhein gesetzt; wahrhaftig ein preiswertes Vergnügen, wenn man es auf 56 Personen umrechnet. Nach kurzer Fahrt wurde Ahrweiler, ein Ortsteil von Bad Neuenahr, erreicht. Bei schönstem Sonnenwetter wurden die Fußgängerstraßen erkundet und wir staunten über die vielen schö-nen Einkaufsmöglichkeiten und natürlich die hübschen alten Fassaden. „So etwas wäre natürlich auch in Wuppertal sehr gerne gesehen, aber die Bombardierungen in 1943 hatten das Stadtbild hier zu arg verändert. Ahrweiler hat neben einigen Stadttoren mit vollkommen erhaltener alten Stadtmauer mit nach dem Krieg wieder erbautem Wehrgang natürlich mehr zu bieten:
1980 wurde beim Bau der B 267 ein aus dem1. Jahrhundert stammendes Römerhaus mit Badhaus entdeckt; das Museum liegt im ehemals einzig bewohnten Stadtturm mit einer barocken Turmhaube (nach den Rittern von Staffel, die hier wohnten, wird er auch Staffeler Turm genannt) , das Ahr-Weinforum bietet nicht nur als Museum Einblick in die Weinherstellung sondern lädt bei gutem Wetter auch dazu ein, den Weinlehrpfad zu begehen, um die nicht leichte Arbeit der Winzer kennenzulernen. Natürlich gibt es auch eine Weinverkostung dazu. Das Stadtarchiv beherbergt das, was seit 1228 den Archivaren als Sammelwertes wichtig war und gibt einen guten Eindruck über das Leben und Treiben schon im frühen und späten Mittelalter.
Die St. Laurentius-Kirche am Marktplatz ist die älteste Hallenkirche des Rheinlandes. Vor der Kirche ein schöner Brunnen mit Blumenbeeten. Verläßt man die Stadt durch das Adenbachtor gelangt man auf den Rotweinwanderweg. Der Landkreis Ahrweiler ist besonders für seine hervorragenden Rotweine bekannt. Erwähnenswert ist auch die Dokumentationsstätte „Regierungsbunker“, ein 19 km langes Tunnelsystem, das zu Zeiten des kalten Krieges im Falle eines Falles 3.000 Regierungsvertretern als Zufluchtsort dienen sollte. Seit März 2008 ist der Bunker nach Rückbau in seinen musealen Resten zu besichtigen.
Um den müden Füßen eine etwas längere Erholungsphase zu gönnen, gerieten wir auf der Rückfahrt in einen Autobahnstau und konnten so den erlebnisreichen Ausflugstag beenden.
H.F.

 

  • Protokoll der Mehrtagesfahrt 2009 des Heidter Bürgervereins in das reizvolle Altmühltal

Freitag, 15.05.09 – Beginn einer schönen und harmonischen Reise

Bereits um 08.00 h trifft der große Reisebus der Firma Breiden Bustouristik am Treffpunkt vor der Sporthalle des BTV ein. Albert, unser Chauffeur für die kommenden sieben Tage, wird von den Reisebetreuern herzlich begrüßt. Mit 14°C ist es recht angenehm am Morgen, der Himmel bewölkt. Wie bestellt, hat der nächtliche Regen seine „Arbeit“ beendet, Regenschirme werden nicht benötigt. Nach und nach treffen die vielen Mitreisenden überpünktlich mit strahlenden Gesichtern und in fröhlicher Stimmung am Parkplatz ein. Das Verstauen des umfangreichen Reisegepäckes erfolgt zügig und professionell. Somit kann die Mehrtagesfahrt in den Naturpark Altmühltal vor der geplanten Abfahrtszeit um 08.40 h starten. Auch in diesem Jahr hatten sich 55 Personen für diese Reise angemeldet. Kurz vor der Autobahnauffahrt steigt Frau Birgit Behrens, die am frühen Morgen noch gearbeitet hatte, an einer Haltestelle zu. Die Reisegruppe ist jetzt vollständig. Erstmalig war es den Reiseplanern möglich, die diesjährige Mehrtagesfahrt zu günstigen Konditionen um zwei Tage zu verlängern. Bisher verliefen die Reisen über vier oder fünf Tage. In diesem Jahr führten einige besondere glückliche Umstände zu dieser zeitlichen Erweiterung, welche eine Ausnahme bedeuten und nicht zum jährlichen Regelfall werden soll.
Die Busfahrt über die BAB 1 und BAB 3 in Richtung Bayern verläuft ruhig und erfreulicherweise ohne große Verkehrsstörungen. Dies war für einen Freitag nicht unbedingt zu erwarten. Der gute Bordservice der Damen Behrens, Hansmann und Spier wird auch rege angenommen. Nach einem kurzen Stopp an der Raststätte Siegburg und der großen Mittagspause mit individueller Verpflegung am Rastplatz Spessart setzen wir unsere Reise um 13.30 h fort. Eine weitere kurze Keramik- und Raucherpause legen wir an der Raststätte Steigerwald ein. Kurz nach der Abfahrt kommt es zu leichten Protesten einiger Reisender. Was ist passiert? Es wurde nach Kaffee verlangt! Dieser Wunsch konnte jedoch nicht erfüllt werden, da mangels vorheriger Bestellung der Busfahrer und die Reisebetreuer das Getränk nicht vorbereiten konnten. Die Stimmung wird nach sachlicher Diskussion wieder gut und bereits um 16.30 h erreichen wir unser schönes Quartier für die nächsten Ferientage; das Dreisterne-Hotel „Landgasthof Euringer“ in Beilngries-Paulushofen. Auf dem Parkplatz steigt unser Gastgeber, Herr Konrad Euringer, zu und begrüßt die Touristen vom Heidt sehr herzlich. Den Reisenden wird im Biergarten des Hotels vor dem „Einchecken“ noch ein Begrüßungsdrink spendiert. Schnell werden die Zimmer zugeteilt und das Gepäck für vier Mitreisende und den Busfahrer, die im nur fünf Fußminuten entfernt gelegenen Hotel „Altmühlberg“ die kommenden Nächte verbringen, von Herrn Euringer mit dem PKW befördert. Aufgrund der benötigten Anzahl an Einzelzimmern war es unmöglich sämtliche Personen im familiengeführten Hotelbetrieb unterzubringen. Frühstück und Abendessen werden von allen Reisenden gemeinsam im Landgasthof eingenommen. Die Stimmung ist gut und die Temperatur mit 21°C schon angenehm warm. Ein 3-Gänge-Menu und die ersten Eindrücke des neuen Quartiers runden einen schönen Anreisetag ab.

Samstag, 16.05.09 – Stadtbesichtigung in Berching und Treideln auf dem Ludwigskanal


Die Glocken der nahe liegenden Dorfkirche läuten den Morgen ein. Nach dem Frühstück am reichhaltigen Buffet erwartet die Reisenden im Bus eine erste Überraschung. Vorstand und Beirat hatten kurzfristig beschlossen, dass alle Teilnehmer eine Vereins-Mütze gratis erhalten. Die Kappen wurden auf jedem Sitzplatz im Bus abgelegt. Diese Geste kam gut an. Pünktlich um 09.00 h traten wir unseren ersten Tagesausflug an. Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Stadt Berching. Das geschlossen mittelalterliche Stadtbild Berchings ist in Bayern nahezu einzigartig. Für die Besichtigung wurden zwei professionelle Stadtführerinnen engagiert, die uns an der Schiffsanlegestelle des im Jahre 1992 eröffneten neuen Main-Donau-Kanals erwarteten. Die Reisenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und traten mit den Mützen nun gut „bekappt“ und froh gelaunt bei bedecktem Himmel den Rundgang an. Die freundlichen Damen berichteten in angenehmer und sachkundiger Weise ausführlich über die Geschichte der Stadt von der Gründung vor über 1100 Jahren bis in die heutige Zeit Während des Spazierganges durch die engen Gassen und an der Stadtmauer entlang fühlte sich Mancher in die Zeit des Mittelalters entführt. Berching verfügt noch heute über eine mehr als 500 Jahre alte Wehrmauer mit dreizehn Türmen und vier Toren. Die kleine Stadt ist bequem und leicht zu Fuß zu erkunden. Nach der interessanten 90-minutigen Führung hatten die Reisenden noch Zeit, eines der zahlreichen Lokale aufzusuchen oder die Altstadt eigenständig kennenzulernen und sich auf den zweiten Teil des Tages einzustimmen. Viele Reisende hatten schon auf der Hinfahrt nach Aushändigung der Tagesprogramme danach gefragt, was „Treideln“ bedeutet. Die Reiseleitung hielt sich mit Antworten zurück, da es sich für alle Urlauber um eine neue Erfahrung handeln sollte. Nach kurzer Busfahrt erreichen wir die Schleuse 25 auf dem Ludwigskanal. Dort liegt auch schon unser Treidelschiff, die „Alma Viktoria“ aus dem Baujahr 1933. Das Schiff kann ca. 100 Personen befördern und ist nur mit einfachen Bänken und Holzaufbau mit durchsichtiger Kunststoffplane als Regenschutz ausgestattet. Es wird nicht mit Maschinenkraft angetrieben, sondern allein durch die Energie eines Pferdes vom Ufer aus bewegt bzw. gezogen. Gesteuert wird das Boot von zwei Schiffsleuten, welche die am vorderen und hinteren Teil angebrachten großen Ruder manuell bedienen. Ein dritter Schiffer führt das Pferd auf dem Weg am Ufer. Bevor unsere Fahrt auf dem im 19. Jahrhundert von König Ludwig I. gebauten „alten“ Main-Donau-Kanal beginnt, müssen wir erst die einzige noch in Betrieb befindliche Schleuse 25 verlassen. Die Schleuse wird von allen drei Schiffsleuten manuell mit Muskelkraft bedient. Das Schiff hat einen Höhenunterschied von knapp drei Meter zu überwinden. Der Kanal hat eine Wassertiefe von 1,40 m. Nach getaner Arbeit der Schiffsleute verlässt die „Alma Viktoria““ die Schleuse, und eine ganz ruhige Fahrt entlang einer wunderschönen Landschaft beginnt. Langsam lösen sich die Wolken am Himmel, und die Treidelfahrt wirkt richtig entspannend auf die Gruppe. Nach knapp 45 Minuten erreichen wir das Ende der Kanalstrecke. Das Zugseil am Schiff wird neu platziert und mit der Kraft des Pferdes treten wir die Rückfahrt zur Schleuse 25 an und nach dem Aufstieg in der Schleuse ist der schöne Ausflug beendet. Die Reisegesellschaft bedankt sich mit einem Applaus beim Schiffspersonal und einem spontan gesammelten Trinkgeld. Vom Ludwigskanal fahren wir mit dem Bus zur Kutscher-Alm der Familie Luber in Berching-Polanten weiter. Neben Treidel- und Planwagenfahrt bietet die Familie Luber auch Gelegenheit für eine Brotzeit oder zum Kaffeetrinken mit selbstgebackenen Torten und Kuchen nach Voranmeldung an. Inzwischen lässt sich die Sonne am Himmel blicken, so dass einige Reisende das Kaffeetrinken auf der Terrasse wahrnehmen. Die hausgemachten großen Tortenstücke schmecken allen. Freude kommt dazu, als bekannt wird, dass diese Leistung auch vom Heidter Bürgerverein übernommen wird. Nach Besichtigung des Pferdestalles auf der Kutscher-Alm mit Fohlen, Stuten und anderen kleineren Haustieren treten wir um 15.45 h die Heimfahrt an. Im Hotel ist der große Saal durch die Hochzeitsfeier einer Gesellschaft belegt. Es muss improvisiert werden. Für unsere Gastgeber kein Problem. Die Inhaber Elisabeth und Konrad Euringer und das freundliche Servicepersonal des in dritter Generation geführten Familienbetriebes sind darauf vorbereitet. Alle finden in den übrigen Räumlichkeiten ausreichend Platz für unser Abendessen und den Ausklang des Abends.

Sonntag, 17.05.09 – Bischofstadt Eichstätt und Benediktinerabtei Plankstetten

Für die nächsten drei Tagesetappen hatten die Reiseplaner eine sachkundige Reiseleiterin engagiert. Pünktlich im 09.00 h stellt sich Frau Helga Sillner den Touristen vor. Unsere Fahrt führt uns durch das wunderschöne Altmühltal mit vielen kleinen Orten an den Jurakalkfelsen entlang, und von Frau Sillner erhalten wir viele Informationen über Geschichte und Entwicklung des Naturparks. Planmäßig erreichen wir den Mittelpunkt von Eichstätt. Frau Sillner führt die Gruppe zum Residenzplatz mit Marienbrunnen / Mariensäule und dem barocken Dreiflügelbau der ehem. fürstbischöflichen Residenz. Weiter geht es zum Mittelpunkt der Bürgerstadt, dem Marktplatz mit Rathaus und Willibaldsbrunnen. Im ehem. Kloster und Klosterkirche Notre Dame de Sacre Coeur besuchen wir eine informative Ausstellung zu Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten des Naturparks Altmühltal mit Biotopgarten. Der Eintritt ist frei. Die Führung durch den Dom mit Kreuzgang traten wir gemeinsam mit Frau Sillner nach einer kleineren Rast im Cafe Fuchs an, da die Besichtung während der hl. Messe am Vormittag natürlich nicht möglich ist. Überall erhalten wir von Frau Sillner ausführliche Hinweise über die Entwicklung der Stadt. Bei Sonnenschein und 24°C geht unsere Fahrt um 13.00 h weiter zur Benediktinerabtei Plankstetten, dem ältesten Kloster in Bayern. Bis zum Beginn der Führung in der romanischen Kirche haben wir noch etwas Zeit, um uns auf der barocken Klosteranlage umzusehen und die Beine zu vertreten. Kurz nach 14.00 h gegrüßt uns Pater Benedikt vor der Kirche und beginnt mit einer weltanschaulichen und unvergesslichen Berichterstattung über das Leben der Mönche und der Geschichte des Klosters. Herr Detlef Behrens wird als Reiseleiter von Pater Benedikt erkannt und mit dem Titel „Herr Präsident“ angesprochen. Es ist erstaunlich, mit welcher Energie und Freude Pater Benedikt im Alter von 86 Jahren die Gruppe ansprechen kann und Aufmerksamkeit erzielt. Natürlich wird am Ende der Führung ein kleiner Obolus erbeten und von der Gruppe auch gern gegeben. Die Führung endet nach knapp 60 Minuten und es verbleibt den interessierten „Pilgern“ vom Heidt bis zur Rückfahrt zum Hotel noch reichlich Zeit auf dem Gelände zu verweilen oder im Biergarten der Klosterbäckerei eine Kleinigkeit zu verzehren. Im Hotel können wir unsere gewohnten Sitzplätze im Großen Saal zum Abendessen einnehmen und den schönen Tag gemütlich ausklingen lassen.

Montag, 18.05.09 – Kelheim, Kloster Weltenburg und Brauereibesichtung in Abensberg

Für die heutigen Ausflugsziele ist zeitiges Aufstehen angesagt, da wir schon um 08.00 h nach Kelheim fahren müssen, um das erste Schiff fahrplanmäßig zu erreichen. Normalerweise wird das Frühstücksbuffet erst zu diesem Zeitpunkt aufgebaut. Unser Gastgeber ist so freundlich und sorgt dafür, dass wir schon ab 07.00 h das Frühstück einnehmen können. Einige Reisende sind aber früher im Speisesaal, obwohl das Buffet noch nicht komplett hergerichtet ist. Die Brötchen kommen kurz vor 07.00 h, weil auch der Bäcker früher als sonst üblich anliefern muss. Im Bus spricht Herr Detlef Behrens zu Beginn unserer Abfahrt das Problem an und stößt auf Verständnis. Natürlich ist auch unsere Frau Sillner wieder an Bord des Busses und sorgt mit Anweisungen an unseren Fahrer dafür, dass wir auf der Hinfahrt zum Schiffsanleger in Kelheim wieder die wunderschöne Landschaft genießen können und auch bekannte Orte wie z. B. Dietfurt a. d .Altmühl, Riedenburg und Prunn durchfahren. Zudem können wir in der Nähe des Ortes Essing eine der längsten Holzbrücken Europas, die über den neuen Main-Donau-Kanal führt, während der Fahrt betrachten. Leider ist der Himmel bewölkt und mit 14°C ist es nach der angenehmen Temperatur des Vortages etwas kühler. Pünktlich erreichen wir den Anlegesteg in Kelheim. Unser Schiff „Kelheim“ legt pünktlich um 09.30 h ab und befördert uns flussaufwärts mit kleiner Geschwindigkeit auf der Donau durch eine Flusslandschaft von sanfter bis bizarrer Schönheit durch den schmalen Donaudurchbruch zwischen hohen Felsen zum Kloster Weltenburg. Während der Fahrt erfahren die Reisenden Hinweise zu markanten Punkten und über den geologischen Entstehungsprozess des einzigartigen Flussabschnittes. Das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“ wurde vom Europarat in Straßburg am 03.03.1978 mit dem Eurodiplom für besonders schutzwürdige Landschaften ausgezeichnet. Nach knapp 45 Fahrminuten gegen die in der Engstelle starke Strömung erreichen wir den Anlegesteg, und zu Fuß gelangen wir in wenigen Minuten zum Benediktinerkloster Weltenburg. In der Klosterschenke hatte Frau Sillner Sitzplätze reserviert, so dass es den Touristen möglich war, eine kleine Brotzeit zu machen oder auch ein Bier der ältesten Klosterbrauerei der Welt zu genießen. Für unseren Aufenthalt im Kloster hatten wir 90 Minuten bis zur Rückfahrt nach Kelheim Zeit. So konnten die Urlauber auch noch die Asamkirche besichtigen oder Souvenirs käuflich erwerben. Die Schiffe der „weißen Flotte“ werden von vielen Touristen benutzt. Die Ein- und Ausstiege benötigen einige Minuten. Mit kurzer Verspätung verlassen wir gegen 12.00 h den Anlegesteg in Weltenburg. Mit dem MRS „Kelheim“ erreichen wir schon nach 20 Minuten flussabwärts auf der Donau schiffend wieder Kelheim. Das Angebot mit dem Bus zur Besichtigung der von König Ludwig I. oberhalb der Stadt erbauten Befreiungshalle zu fahren, wird von sehr vielen Reisenden angenommen. Für den übrigen Teil der Gruppe bleiben 90 Minuten Zeit, Kelheim bei einem kleinen Spaziergang zu erkunden und eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Um 13.40 h geht unsere Fahrt nach Abensberg weiter. In der Brauerei „Kuchlbauer“ sind wir für eine Besichtigung mit Bierprobe angemeldet. Die Führung ist hoch interessant und ungewöhnlich. Der Prozess der Bierproduktion wird durch einen Braumeister praktisch erklärt und die einzelnen Abteilungen im Hause werden besucht, jedoch wird die gesamte Darstellung über den Nutzen von Wasser, Hopfen und Malz durch kleine Geschichten und Vorführungen von Puppenfiguren, wie dem Weißbierzwerg und seinen Gesellen und dem Engel Aloisius, dem bekannten „Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma, märchenhaft ergänzt. Hinzu kommt, dass der Inhaber der Brauerei ein absoluter Kunstliebhaber ist. Im Kellergewölbe existiert eine sehr große Fotowand des von Leonardo da Vinci geschaffenen weltberühmten Gemäldes „Abendmahl“, und wir erfahren noch bemerkenswerte kunsthistorische Hintergründe, die sicherlich nicht jedem Teilnehmer der Führung bekannt waren. Außerdem erhalten wir sehr ausführliche Informationen zum Architekturprojekt „Kuchlbauer Turm“, welches mit dem weltbekannten Künstler Friedensreich Hundertwasser geplant wurde und spätestens im kommenden Jahr vollendet werden soll. Die teilnehmenden 47 Personen erhielten am Ende der Führung noch ein Weißbier mit Glas und „Weißbierkenner“- Urkunde. Alle waren sich einig, dass die Besichtigung von „Kuchlbauer’s Bierwelt“ ungewöhnlich und eine Zeitreise in Märchenwelt und Kunstgeschichte war. Der Himmel ist bedeckt und wir treten um 16.30 h unsere Rückfahrt ein. Am Abend erwartet uns eine besondere Geste unseres Gastgebers. Statt dem bekannten sehr guten 3-Gänge-Menü hatten wir am Morgen keine Auswahl der Hauptspeise, da die Familie Euringer ein bayerisches „Schmankerl“ zubereiten wollte. Als das Buffet mit Beilagen und den frisch zubereiteten Leckerbissen wie Schweinshaxe, Leberkäse, Weißwurst, Backschinken, Würsten etc. aufgefahren wurde, konnte Herr Konrad Euringer die Gruppe mehr als verwöhnen. Die Speisen waren von einer unglaublichen Qualität und so lecker, dass es sich um ein Highlight der Reise handelte. Hinzu kommt, dass für den Abend noch für Unterhaltung mit Tanzen, Singen, Schunkeln etc. gesorgt wurde, da der Alleinunterhalter Thomas von unserem Gastgeber engagiert wurde. Nach über drei Stunden Musik, Geschichten und viel Spaß wurde nach dem Bett verlangt. Herzlichen Dank an die Familie Euringer für dieses wunderschöne Erlebnis.

Dienstag, 19.05.09 – Weltkulturerbe Regensburg und Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla

Früh am Morgen kam Nebel auf. Die Wetterprognosen insgesamt sahen aber rosig aus. Pünktlich um 08.35 h traten wir unsere Fahrt zum Tagestrip nach Regensburg an. Begleitet von Frau Sillner fahren wir nicht den direkten schnelleren Weg über die Autobahn, sondern durch das Laabertal. Wir genießen die Eindrücke der wunderschönen idyllischen Landschaft und lauschen den Erzählungen von Frau Sillner mit großem Interesse. Die Fahrt verläuft kurzweilig und schon um 10.20 h treffen wir am zentralen Busbahnhof der Stadt Regensburg ein. Gemeinsam geht die Gruppe unter der fachkundigen Führung von Frau Sillner über die bereits im 12. Jahrhundert erbaute als Weltwunder zu betrachtende „steinerne Brücke“ in Richtung Altstadt. Es ist gut, dass sich die Stadt in diesem Jahr entschlossen hat den Autoverkehr zu untersagen, so dass nur noch Fußgänger und Radfahrer diesen Weg benutzen dürfen. Das imposante gotische Bauwerk, der Dom St. Peter, ist schon aus der Ferne deutlich zu sehen. Der Stadtrundgang führt uns über den Fischmarkt zum Kohlenmarkt mit Rathaus, dem Haidplatz, durch verwinkelte Gassen zum Krauterermarkt und endet am Dom St. Peter. Mit den Anmerkungen von Frau Sillner wurden alle sehr gut informiert. Die Besichtigung des Domes musste jeder selbst vornehmen, da Führungen durch Reiseleiter nicht erlaubt sind. Für den Aufenthalt blieben uns insgesamt fast vier Stunden, so dass nicht nur zum Essen ausreichend Zeit blieb, sondern auch die Gelegenheit einer Stadtrundfahrt mit der „Bimmelbahn“ wahrgenommen werden konnte. Blauer Himmel und 25°C sorgten für eine angenehme Stimmung. Regensburg als Stadt der Türme mit sage und schreibe 1200 historischen Bauwerken, mit den weltbekannten „Domspatzen“ und dem Haus von Thurn und Taxis ist für einen Besuch absolut empfehlenswert. Für den Nachmittag war noch ein Ausflug zur Walhalla geplant. Die Gruppe traf sich pünktlich zur Abfahrt um 14.00 h am Busterminal und schon nach kurzer Fahrt erreichten wir den Parkplatz der Ruhmeshalle. Fast alle Reisenden traten den leicht begehbaren Aufstieg zur Walhalla an. Der Fußweg dauert knapp 10 Minuten. Einige Reisende verweilten zur Entspannung auf der Terrasse des nahe liegenden Kiosks am Parkplatz. Von der Plattform der Walhalla aus können die Besucher einen königlichen Ausblick über die Donauebene bis hinüber zu den Bergen des Bayerischen Waldes nehmen. Natürlich war auch eine Besichtigung des imposanten Gebäudes auf eigene Kosten möglich. Die Kameras waren wieder einmal zahlreich im Einsatz und so traten wir um 15.40 h unsere Heimfahrt bei schönstem Wetter an. Herzlich bedankt sich die gesamte Gruppe bei Frau Helga Zillner für die gemeinsam erlebten Stunden und vielen schönen Eindrücke der vergangenen drei Tage. Trinkgeld wird gern gegeben. Frau Spier und die Reisebetreuer händigen noch frische Blumen im Namen des HBV zum Abschied aus und bedanken sich für die gute Zusammenarbeit. Es war für uns eine richtig tolle erlebnisreiche Zeit, die wir mit Frau Helga Sillner verbringen durften.

Mittwoch, 20.05.09 – Wandern oder mit dem Bus nach Beilngries?

Der Bus musste aufgrund gesetzlicher Bestimmungen einen Tag während unserer Reise ruhen. Die Reisearchitekten haben bei der Planung deshalb vorgeschlagen, dass wir an unserem letzten Ferientag die Stadt Beilngries besuchen. Beilngries liegt geographisch im Zentrum des nach dem bayerischen Wald flächenmäßig zweitgrößten Naturparks in Deutschland. Im Jahre 1992 wurde hier der neue Main-Donau-Kanal zusammengeschlossen und eröffnet. Alternativ zur Fahrt mit einem gecharterten Bus wurde am Morgen eine kleinere Wanderung nach Beilngries angeboten. Der Himmel war leicht bedeckt und mit 18°C stimmte die Temperatur schon. Vom Ehepaar Behrens angeführt, entschließen sich insgesamt 22 Wandersleute den Weg von 6 Kilometer in knapp 90 Minuten abzulaufen. Für die Teilnehmer eine gute Gelegenheit etwas für das Körpergewicht zu tun, da in den vergangenen Tagen einfach zu viel gegessen (und „flüssiges Brot“ getrunken) wurde. Die restliche Gruppe fährt um 10.00 h, knapp 45 Minuten nach dem Start der Wanderer, begleitet vom Ehepaar Thurmann nach Beilngries. Im Bus begrüßt uns Herr Sillner, der Ehemann unserer Reiseleiterin der vergangenen Tage, als Fahrer. Bis zur Rückfahrt um 14.30 h ab Busbahnhof in Beilngries bleibt ausreichend Zeit sich in der schönen Stadt das barocke Rathaus und den Rokokobau der Frauenkirche anzusehen, oder auch den gesamten Bereich der Altstadt unter Anwendung des gut ausgearbeiteten Planes für einen Stadtrundgang abzulaufen. Zur Entspannung wurde auch die schöne Parkanlage an der Sulz aufgesucht. Die Temperatur ist im Laufe des Tages schon auf 27°C angestiegen und die Wandergruppe erreicht zufrieden und erleichtert die Stadt um 11.00 h. Natürlich ist zunächst eine kleine Erholungspause in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe angesagt und die Stadterkundung wird später angegangen. Vor der pünktlichen Abfahrt vom Busbahnhof verabschiedet sich noch einmal Frau Sillner bei der Gruppe. Bereits vormittags erhielten die Reisenden die Information, dass von unserem lieben Gastgeber ein Kaffeetrinken gesponsert wird. Bevor wir in den Genuss des frisch gebackenen und leckeren Kuchens kommen, bedankt sich unser 1. Vorsitzender Herr Hansjörg Finkentey mit vielen netten Worten, frischen Blumen und einigen Präsenten bei Elisabeth und Konrad Euringer für die angenehme Zeit und den tollen Aufenthalt. Der Service, die Freundlichkeit und Qualität der Speisen waren hervorragend und die Ansprechbarkeit des Personals war stets vorbildlich. Dieses Quartier mit hauseigener Metzgerei, die vom Bruder Clemens Euringer geführt wird, kann man einfach nur loben. Zum Abschluss erlebten wir einen Grillabend im Biergarten bei herrlichem Sonnenschein und lernten auch die beeindruckenden Grillkünste unseres Gastgebers Konrad Euringer kennen. Natürlich wurde nicht nur viel gegessen, sondern auch flüssige Nahrung aufgenommen. Das UEFA-Pokal-Finale zwischen Werder Bremen und der Mannschaft von Schachtjor Donezk aus der Ukraine konnten einige Fußballfans im Foyer auf Breitbildschirm live verfolgen. Leider hat Bremen das Finale nach Verlängerung verloren. Im DFB-Finale war Werder dann später erfolgreich, so dass im kommenden Jahr im Europapokal gespielt werden kann.

Donnerstag, 21.05.09 – Rückreise nach Wuppertal

Nach dem Frühstück werden erst die vorbestellten Spezialitäten der Metzgerei und frisches Brot abgeholt. Im Bus verabschiedet sich Herr Konrad Euringer noch mit netten Worten und einem kleinen Präsent von allen Gästen. Um 09.25 h treten wir die Rückfahrt an. Eine gute Zeit geht nun dem Ende zu. Herr Behrens bittet im Bus noch um Vorschläge von interessanten Zielen für künftige Tagesfahrten und die Teilnehmer arbeiten kräftig mit. Es kommen viele gute Hinweise zusammen, die nun von den Reiseplanern ausgewertet werden. Unsere Heimat erreichen wir um 17.30 h nach problemloser und ruhiger Fahrt. Die Harmonie und Zufriedenheit der gesamten Reisemannschaft war merklich spürbar. Über die vielen positiven Rückmeldungen haben wir uns sehr gefreut Für das Lob und die Spende in Form von Gutscheinen bedanken sich die Eheleute Behrens und Thurmann ganz herzlich.

Willi Thurmann Auf’m Heidt, Mai 2009

 
 
  • Zu Gast bei Carolus Magnus in Roma Secunda oder: Vom Luftkurort Heidt nach Bad Aachen

Bei Kaiserwetter – das passte zur geplanten Visite beim wichtigsten Potentaten des frühen Mittelalters, Karl dem Großen – machten sich ca. 60 Heidter durchaus heiter – trotz der frühen Samstagsstunde – auf den Weg nach Aachen. Nach kurzem Glimmstengelglühen und Kaffeeentsorgen an der Rastanlage Frechen erreichten wir Aachen, wurden am Autobahnende am Europaplatz von der schönen Springbrunnenanlage begrüßt und fuhren dann weiter zum Elisenbrunnen, wo wir unsere Reisemarschälle zu ihrem „Date“ mit den Damen des Fremdenverkehrsbüros entließen, um die Beiden dann gut gelaunt am Theaterplatz wieder einzuladen, denn sie hatten eine sehr gute Idee: kein Innenstadtrundgang mit Stadtführern, sondern 90 Min. Stadtrundfahrt im bequemen Placke- Bus mit vielen Eindrücken, bestens erläutert von der Dame vom Verkehrsamt:
wir sahen u. a. das alte und neue „Tivoli“- Stadion und erfuhren dabei, dass der Name auf eine alte Gartenanlage an gleicher Stelle zurückzuführen ist; den „heiligen Rasen“ der „Soers“, des Reitstadions, das sich Aachen für eine (!) Veranstaltung im Jahr, das „CHIO“, das internationale Reit-, Voltigier- und Fahrturnier, leistet, durften wir nur aus der Ferne begutachten; das große und beeindruckend- abschreckende Klinikum, eine Gesundheitsfabrik mit gutem Ruf als Kardiologiezentrum und Uniklinik, nicht zuletzt die zahlreichen Institutsbauten der RWTH, die „Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule“ genannte Universität, hervorgegangen aus - heute noch den Namen prägend - einer (poly)technischen Hochschule und vieles mehr, z. B. feudale Kuranlagen, sahen wir im Vorüberfahren.
Nach einer Freizeit über Mittag durften wir an 2 hochinteressanten Führungen teilnehmen:
• in der Domschatzkammer wurden uns einige kostbare Reliquiare (Aufbewahrungsgefäße für Andachtsgegenstände (Knochenteile oder Besitztümer von Heiligen) aus romanischer und gotischer Zeit) erklärt. Diese Reliquiare zu betrachten war im Mittelalter oftmals Sinn und Ziel einer oft wochenlangen und beschwerlichen Pilgerreise zu Fuß…, wovon nicht zuletzt auch die Stadt Aachen Jahrhunderte lang profitiert hat (das prächtige Rathaus ist beredtes Zeugnis dafür). Auch der aus dem antiken Rom stammende 1. Sarkophag Karls des Großen, ein frühes Beispiel des im Karolingerreich gepflegten Recycling von Kunstgegenständen (!), wurde uns mitsamt dem auf seiner Seitenwand dargestellten Persephone-Mythos erläutert.
• Vor dem Betreten des Domes wurden wir informiert, wie die Aachener den Teufel, der angeblich einen Teil der Baukosten übernommen hatte, um seinen vertraglich festgelegten Lohn brachten: statt des Bischofs, der normalerweise als erster den neuen Sakralbau betreten soll um ihn zu weihen, schickten die Bürger einen Wolf in das Gotteshaus, und der Teufel musste mit dessen Seele vorlieb nehmen, denn es war ja das 1. Lebewesen, das nach Fertigstellung den Kirchenraum betreten hatte… Die Schwanzspitze des Teufels, die in der von ihm vor Wut zugeknallten (2,5 t schweren) Bronzetür hängen blieb, ist in den rechten Löwenkopf- Türgriff eingegossen.
Im Dom konnten wir neben den sämtlich aus der Zeit nach dem II. Weltkrieg stammenden Fenstern im gotischen Choranbau den (achteckigen) romanischen Oktogonbau der kaiserlichen Pfalz- (d. h. Palast-) kapelle (Dom des Bistums Aachen ist die Kirche erst seit 1929/30), den Marienschrein (mit Reliquien aus dem hl. Land) und den Karlsschrein sowie eine prachtvolle Ambokanzel (von dort wird in der hl. Messe das Evangelium vorgetragen) bewundern.
Am Beeindruckendsten ist aber der Kuppelbau des Oktogons, wo am Rand der Empore der Karlsthron steht, ebenfalls ganz schlicht aus antikem (wieder verwendetem) Marmor gebaut. Die Kuppel (s. Foto) ist ca. 31 m hoch und sehr imposant, nicht zuletzt durch den romanischen Leuchter (s. Foto), der die Stadtmauer des (himmlischen) Jerusalem symbolisieren soll. Die Idee des Kirchenbaus und seiner Erweiterungen orientierte sich an dem Motto: sie bauten ein Abbild des Himmels. Dieses wiederum war inspiriert vom 21. Kapitel der Offenbarung des Johannes, das in einer grandiosen Vision die Hoffnung von der Wiederkehr Christi und der endgültigen Vollendung der Welt am Ende der Zeiten illustriert. Aus dieser Hoffnung lebten viele Menschen im Mittelalter, pilgerten deshalb u. a. nach Aachen und Köln, Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela und spendeten für Reliquiare und Kirchenbauten…

Nach soviel geistiger Kost lechzten die Heidter nach glücklich machender Schokolade und kauften noch etwas „Reiseproviant“ bei Lindt. Die Kassiererinnen kamen ins Schwitzen…
Am späten Nachmittag kam die Reisegruppe wieder gut vor der Turnhalle in der Heckinghauser Str. an – nicht einmal die Auswärtsniederlage des WSV konnte die gute Stimmung der den Reisemarschällen und den „Kaffeefeen“ dankbaren „Pilger“ trüben, gab es doch als „Zugabe“ dieser Tagesfahrt noch eine „Kreuzfahrt“: Leverkusener Kreuz, Lev.-West, Köln-Nord, Köln-West, Aachen, dann noch Hilden und Sonnborn...
Text+ Fotos: H.-J. Brester.

 
 
  • OSTSEE BAD BOLTENHAGEN 2010

Sonntag, den 30.05.2010 - Anreise

Ach wie schnell vergeht die Zeit,
wieder ist es heut so weit,
daß die Fahrt 2010 ansteht,
die diesmal an die Ostsee geht.
Von den Gästen ist eben
ein junges Paar hervorzuheben.
Das Ehepaar Kick war nicht allein,
ihr Dackel „Hexe“ checkte auch mit ein.
Herr Kik, glaubt mir, es ist wahr,
verstärkte unser Service Paar.
Ein Dankeschön, es ist ein muss,
für die Versorgung in dem Bus.
Der Fahrer hat uns ruhig und sacht,
erholsam und früh an unser Ziel gebracht.
Einen Rundgang durch Bad Boltenhagen
konnte man noch vor dem Abendessen wagen,
den Kurpark und die Seebrücke erkunden,
wir haben beides sehenswert gefunden,
auch der breite weiße Strand
war schön wie Mallorcas Sand.
Abends stellte sich der Reiseführer vor, mit Sekt,
einen guten, der auch schmeckt.
Ein Einheimischer, als Ossie gestählt,
Anekdoten von vor der Wende er erzählt.

Montag, den 31.05.2010 – Rostock und Warnemünde

Das Frühstück, wir haben es gewollt,
sorgte weiter für der Hüfte Gold.
Um 8 Uhr unsere Tagestour los geht.
Überall gelber Raps auf den Feldern steht.
Das Herz könnte aufgehen,
so schön ist das anzusehen.
Die Fahrt führte uns nach Rostock hin,
zum alten Tor von Kröpelin.
Der Stadtrundgang war nicht weit,
so verging bis 12 die Zeit,
wo im Hafen Kapitän und Schiff warten
um nach Warnemünde mit uns zu starten.
Drei blieben außen auf dem Schiffe stehen
und mussten eine Sturmwelle überstehen.
Überrascht und klitschnass gemacht
haben sie nicht mehr gelacht.
Die Windstärke erreichte neun bis acht
da hat man an den Bodensee gedacht.
Im Fischerhafen gibt es Fisch,
ich dachte hier ist der frisch.
NEIN, der kam aus der Fabrik,
war fritiert und machte dick.
Dazu orkanartiger Wind
und freche Möwen die hungrig sind.
So war es heute ein Genuss,
durchfroren und nass, zurück im Bus.
Als nächstes fuhren wir dann
zum Münster von Bad Doberan.
An einer Schranke hieß es halt,
man glaubt es nicht, denn es kommt bald
„MOLLI“ die alte Bäderbahn,
schnaufend man sie sehen kann.
Die Weiterfahrt man, muss es sagen,
führte vorbei an pure Luxusanlagen.
Heiligendamm das älteste Ostseebad,
wo der Gipfel G8 stattgefunden hat.
Um 17 Uhr waren wir wieder in Boltenhagen.
Leider konnt` man keinen Rundgang wagen,
denn Regen hielt an die ganze Nacht,
dass ein Spaziergang keine Freude macht.

Dienstag, den 01.06.2010 – Hansestadt Lübeck

6.30 Uhr Frühstück, darauf wirft man einen Blick,
wieder lecker, doch macht es dick.
Was soll`s, man stärkt sich auf diese Weise
für die heut´ge Tagesreise.
Lübeck heißt die Stadt,
die auch den Namen „Königin der Hanse“ hat.
Auf dem 50,- DM Schein, das Holstentor,
das kommt nur in Lübeck vor.
Auch die Firma „Niederegger Marzipan“
man in Lübeck frei besuchen kann.
Es gibt eine Auswahl Süßigkeiten zum studieren,
doch darf man leider nichts probieren.
Um 11 Uhr stürmt die Heidter Touristenmasse
in eine, für uns gecharterte Barkasse.
Eine Rundfahrt um Lübecks Altstadt,
auf dem Kanal, man vorgesehen hat.
In 1 ½ Stunden
konnte man die Stadt umrunden.
Aus einem anderen Blickwinkel war sie zu seh`n,
mit Erklärungen vom Kapitän.
Danach blieb ausreichend Zeit,
bis es zur Rückfahrt war so weit.
Die einen nahmen die Geschäftsmeile im Sturm,
die anderen kletterten auf diesen oder jenen Turm.
Gegen 16 Uhr traten wir die Rückfahrt an,
ein schöner Tag man sagen kann.
In Boltenhagen, der abendliche Sonnenschein,
lud zu einem Gang über die Promenade ein.

Mittwoch, den 02.06.2010 – Insel Poel und Wismar

Das Frühstück, wie sollt es anders sein,
lud auch heut` zum Schlemmen ein.
Außer dem üblichen Kaffeeduft
Lag noch `was and`res in der Luft.
Der Präsident, er wurde ein Jahr älter.
Ein Geburtstagslied dafür erhält er.
Um 8.40 Uhr, bei 13°, recht kühl,
ging es über Tarnewitz, zur Insel Poel.
Der Leuchtturm und der Hafen lagen vor uns still,
ein richtiges Postkartenidyll.
Nächstes Ziel, Uni Wismar, Schaugarten
mit unzähligen Baum- und Pflanzenarten.
Dann nach Wismar zum „alten Hafen“,
wo wir den zweiten Reiseleiter trafen.
Ich sage recht vermessen,
den konnte man vergessen.
Trotzdem ist die Altstadt sehenswert,
auch wenn der Führer nichts erklärt.
Vor der Kirche St. Marien wird vorgeführt,
wie man im Mittelalter Lehm anrührt,
um daraus Backsteine zu brennen,
wie wir sie ja alle kennen.
Daraus wurde die Kirche St Marien gebaut,
was man als Film in 3D anschaut.
1960 sprengte man das gewaltige Gebäude,
verantwortlich dafür ist keiner heute.
Nur der 80m hohe Turm blieb stehen,
die Turmuhr kann man von weitem sehen.Von 1648 bis 1803 in dieser Zeit
machten sich hier die Schweden breit.
Hier man das Stammhaus von Karstadt findet,
1881 mit 4 Mitarbeitern gegründet.
Zurück ging es durch zahlreiche Baumalleen,
gelbe Rapsfelder gab`s rundum zu seh`n.
In Boltenhagen, 18° und Sonnenschein,
ein letzter Gang am Ostseestrand der musste sein.

Donnerstag, den 03.06.2010 – Abreise

Heute morgen ist es so weit,
das letzte mal die üpp`ge Frühstückszeit.
Pünktlich um 9 Uhr wurde gestartet,
die Heimat auf uns alle wartet.
Ein kleines Quiz fand im Busse statt,
der Sieger einen 1. Platz gewonnen hat.
Wir konnten ihn dann sehen,
vorne in der Schlange stehen,
an einem kleinen Buffet mit Kuchen,
das erste Stück durfte er aussuchen.
Vor Staus wurden wir bewahrt
und hatten eine freie Fahrt.
Um 17 Uhr waren wir im Heckinghaus
und damit war die Tour aus.
In all den Jahren sagte ich es schon,
ein großes Lob für die Organisation ! ! !Für Detlef, dem Präsident,
war die Reise noch nicht zu End`.
Was ist geschehen, ihr glaubt es nich`.
einen falschen Koffer hatte ICH.
Zurück musste ich rauschen,
um die Koffer umzutauschen.
Nachdem dieses ist geschehen,
konnte Detlef auch nach Hause gehen!

R.Nagel / W.Thurmann

 
 

  • Unsere Herbstfahrt nach Hameln

Am 4.9., 6.45 Uhr, starteten wir nach Hameln. Im Vorfeld gab es einige kritische Stimmen, die meinten: „Da waren wir doch schon einmal“.
So war es. Im Jahre 2006 streiften wir bei einem Tageausflug u.a. auch Hameln. Bei vielen kam der Wunsch auf, doch einmal mit viel Zeit diese wunderschöne Stadt zu besuchen.
Der Nebel hob sich und wir kamen bei strahlendem Sonnenschein in Hameln an, wo schon zwei Stadtführer auf uns warteten, die uns auf „Rattenfängersspuren“ führten. Überall auf den Straßen waren Ratten aufgemalt; so verfolgten wir den Weg der alten Märchengestalt.

Im Internet lesen wir:
Links und rechts der Weser, eingebettet in die sanften Hügel des Weserberglandes liegt Hameln. Zwischen Aschenputtel und Baron Münchhausen ist hier der dunkelste Geselle der deutschen Märchenstraße zu Hause – der Rattenfänger. Mehrere Millionen Tagestouristen zieht es jährlich nach Hameln, einmal wegen der Magie des Rattenfängers. Aber auch die unvergleichliche Hamelner Altstadt mit ihren Weserrenaissance- und Fachwerkhäusern und den kleinen geheimnisvollen Gassen, die ein wahres Publikumsmagnet sind. Hier lässt es sich flanieren, die liebevoll restaurierten Renaissance-Gebäude bestaunen oder einfach gut einkaufen. (Wobei wir feststellten, dass es auch hier Leerstand in der Fußgängerzone gab.)

Die Geschichte des Rattenfängers wird so erzählt:
Im Jahre 1284 gab es einen wunderlichen Mann, der den Hamelnern versprach, ihre Stadt von Ratten und Mäusen zu befreien. Dafür verlangte er einen Lohn, den man ihm auch zustand. Mit seinem Pfeifchen lockte er die Ratten und Mäuse aus den Häusern und führte sie in die Weser, wo sie ertranken. Doch die Bürger hielten nicht ihr Versprechen. So kam also der ehemalige Rattenfänger in der Gestalt eines Jägers zurück und zog mit seiner Pfeife keine Ratten sondern kleine Kinder, Jungen und Mädchen, an. Er führte sie aus der Stadt in einen Berg, wo er mit ihnen verschwand. Auf diese Art und Weise sollen 130 Kinder verschwunden sein. Natürlich war das Wehklagen groß.

Im Rattenfängerhaus kann man heute noch die Inschrift zum Kinderauszug entdecken. Dieses Mysterium „Rattenfängersage“ hat die Stadt in der ganzen Welt berühmt gemacht.
Warum die Kinder gegangen sind, haben Wissenschaftler versucht zu erklären. War es eine Auswanderung oder ein Kinderkreuzzug oder war es sogar die Pest? Die Spur der Kinder verliert sich im Dickicht der Geschichte.
Seit 1956 erinnern Hamelner Bürger mit einem Rattenfängerfreilichtspiel an die Welt des Mittelalters und erzählen die düstere Geschichte von Betrug, Rache und Verführung.
Hameln lädt immer wieder ein zu Verweilen und Neues zu entdecken. Nachmittags erreichten wir dann wieder unseren Ausgangspunkt, das Weserufer, wo wir frohgelaunt ein Schiff bestiegen und bei Kaffee und Kuchen die sonnige Landschaft genossen.
Ein Lob der Kaffeemannschaft im Bus, die uns auch wieder so gut versorgte.
Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die uns mit intensiven Vorbereitungen diesen Tag zu einem großartigen Erlebnis machten.

Gisela Grüneberg

Tagebucheintragungen während der Fahrt des HBV nach Mühlhausen vom 29.5. –2.6.2011 Sonntag, den 29.05.2011 – Start nach MühlhausenPünktlich um 7 Uhr trifft der große Reisebus mit 66 Sitzplätzen der Firma Placke am Treffpunkt ein. Der Fahrer, Jean-Marc, war schon bei der Tagestour nach Brüssel unser Chauffeur.
Abfahrt um 7.45 Uhr, leicht verspätet. Ein Taxi-Unternehmen versagte nämlich trotz Buchung einer Mitreisenden den Dienst. Herr Thurmann übernahm spontan die Abholung mit PKW an der Stadtgrenze in Lüttringhausen, so dass die Dame noch mitfahren konnte. Leicht bewölkt, 13°C, 50 Personen an Bord, freundliche Begrüßung durch Reisemanager Detlef Behrens. Es werden die Bestellungen für einen kleinen Imbiss am Mittag im Hotel Mirage abgefragt. Auswahl: Kartoffelsuppe, Hawaii-Toast, strammer Max – eine Überraschung für die Reisegruppe, da nicht im Programm angekündigt. Kurze Pause um 8.10 Uhr an der Raststätte Lichtendorf und nach der Abfahrt um 8.30 Uhr gibt es ein Rätsel für die Reisenden. Wie viele Löcher hat die Fläche einer Lochscheibe eines Fleischwolfes? Jeder Reisende konnte an einem Muster versuchen die Anzahl zu errechnen oder zu raten. Für die richtige Lösung wurde ein Gutschein für die Tagesfahrt nach Bonn zugesagt. Der Kaffee ist fertig! Den Service für alle Getränke an Bord übernehmen Frau Hansmann, Frau Behrens und Herr Kik. Ruhige, zügige Fahrt zum nächsten Halt am Rastplatz Biggekopf. Nach 30 Minuten geht es weiter. Pünktlich treffen wir kurz nach 12.00 Uhr am Hotel Mirage ein. Herzliche Begrüßung durch die Hotelmanagerin Frau Jana Schmotz. Schlüsselausgabe. Bezug der zugeteilten Zimmer, danach kleiner Imbiss im Restaurant „Röbling-Stube“. Große Freude und gute Stimmung.
Anschließend startet die Reisegruppe mit zwei professionellen Fremdenführern einen 90-minütigen Rundgang in die Altstadt der früheren Thomas-Müntzer-Stadt: Stadt der Tore und Kirchen. Es waren die 59 Türme der Kirchen und Stadtmauern, die dem über 1100 Jahre alten Ort früher den Namen „Mulhusia Turnita“ gaben. Sehenswert insbesondere die Kirche St. Marien, die Divi Blasii Kirche - hier wirkte der junge Johann Sebastian Bach als Organist -, die Bibliothek in der Jacobikirche, das Bauernkriegsmuseum in der Kornmarktkirche sowie die historische Wehranlage am Frauentor, die auf einer Länge von 330 m besichtigt werden kann. Bei gutem Wetter ist die Stadt gut besucht. Zudem findet ein historischer Bauernmarkt am Frauentor statt.
Am Abend gibt es ein reichhaltiges Thüringer kaltes und warmes Buffet in „unserem eigenen“ Restaurant „Linden-Blick“. Benefizspiel der DFB-Elf gegen Uruguay am Abend endet 2:1 für „uns“, und auf der Sonnenterrasse fühlen sich viele schon jetzt recht wohl. Zimmer, Essen und vieles mehr sorgen für gute Laune, natürlich auch der blaue Himmel mit angenehm warmer Temperatur.
Übrigens: Mühlhausen ist der geografische Mittelpunkt Deutschlands.
Mehr über diese Stadt unter: www.muehlhausen.deMontag, den 30.05.2011 – Ausflug nach ErfurtAbfahrt um 8.35 Uhr. Im Bus eine Rüge von Detlef Behrens. Einige „Hungrige“ haben sich bereits um 6.45 Uhr im Frühstücksraum aufgehalten, obwohl das reichhaltige Buffet erst ab 7.00 Uhr eingenommen werden sollte. Tadel kommt an; denn an den Folgetagen klappt es! Mit 25° schon warm, wolkenfreier Himmel.
Ankunft auf dem Parkplatz am Dom rechtzeitig und wie geplant um 9.30 Uhr. Nach einem Toilettengang ist ein erster Fototermin vor den 70 Stufen des bekannten Domes St. Marien am Domplatz vorgesehen. Um 10 Uhr dann ein wirklich erstes Highlight der Tour: eine 90-minütige Stadtrundfahrt mit einer historischen Straßenbahn aus den 60-er Jahren ist gebucht. Zwei versierte Stadtführerinnen begleiten die beiden Gruppen, da ein Teil im Anhänger untergebracht wird. Die „Kreuzfahrt“ über das große Schienennetz der Stadt Erfurt kommt bei der Gruppe sehr gut an. Mit vielen Informationen über die frühere und neue Geschichte der Landeshauptstadt Thüringens verläuft die Bahnreise kurzweilig. Blauer Himmel und das Thermometer klettert in Richtung 30°. Die Rundreise macht Spaß. Die Bahnfahrt endet am Rathaus am Fischmarkt. Die Führung wird von beiden Fremdenführerinnen zur bekannten Krämerbrücke zu Fuß fortgesetzt. Kurz nach 12.15 Uhr ist dieser Teil beendet. Noch bis 15 Uhr haben die Touristen vom Heidt Gelegenheit für einen kleinen Imbiss, Kaffee, Eis oder andere Dinge. Zeit durch die Altstadt zu bummeln oder die Geschäftsmeile am Anger zu erkunden, bleibt genug.
Kurz nach 15.00 Uhr und dem „Erklimmen“ der 70 Stufen nehmen fast alle an der gebuchten Domführung teil. Eine hochinteressante Zeitreise erwartet uns. Das Thermometer zeigt inzwischen 31° und die weit geringere Temperatur im Dom selbst wird gern wahrgenommen.
Um 16.30 Uhr treten wir die Rückfahrt zu unserem Quartier an. Noch im Bus wird über eine Änderung der zeitlichen Planung nach Weimar gesprochen. Weiteres folgt. Pünktlich um 18.30 Uhr können wir uns am kalten und warmen „Gala“ Buffet des Hotels stärken. In großer Runde wird die Sonnenterrasse aufgesucht. Fröhliche, glückliche Gesichter. An diesem Tag stimmte alles!
Zur Stadt Erfurt gibt es mehr unter: www.erfurt.deDienstag, den 31.05.2011 – Tag der Höhepunkte in ThüringenBei leicht bewölktem Himmel, aber noch warmen Temperaturen starten wir am Hotel um 8.30 Uhr. Begleiten wird uns den ganzen Tag einer der beiden Fremdenführer vom Sonntag, Herr Werner. Viele Informationen über die nahe Umgebung und die Geschichte vor und nach der Wende erfahren wir auf dieser Fahrt, die um 10 Uhr auf dem Parkplatz des zweitgrößten Denkmals Deutschlands, im Naturpark Kyffhäusergebirge endet. Auf der Anfahrt über die vielen Kurven aktiviert unser Busfahrer die Webcam an Bord, so dass auf drei Bildschirmen die Auffahrt live verfolgt werden kann. Zu Fuß oder mit der Pferdekutsche startet die Gruppe zum ersten Höhepunkt des Tages, zum Gipfel mit dem Nationaldenkmal von Kaiser Wilhelm I, preußischer König und deutscher Kaiser. Herrlicher Ausblick über den Thüringer Wald und Umgebung. Auf der oberen Plattform mit Denkmal im Rücken wurde ein weiteres Gruppenfoto angefertigt. Der Himmel ist bewölkt und es wird schwül. Zeit für eine kleine Erfrischung oder zur Besteigung des 57 m hohen Turms für tolle Fotos ist vorhanden. Inzwischen hatte sich der Himmel stark bewölkt. Bei unserer Bergabfahrt regnete es leicht. Der Regen war der Gruppe im Bus relativ egal.
Neugierig auf weitere Informationen zum Denkmal? www.kyffhaeuser-denkmal.de

Um 12.15 Uhr geht es weiter zum zweiten Höhepunkt, dem Panorama Museum in Bad Frankenhausen. Leider können nicht alle Mitreisenden an der 45-minütigen Vorführung selbst teilnehmen. Die Veranstaltung findet im Innenraum des Museums auf der zweiten Etage statt und ist nur über zahlreiche Treppen zu erreichen. Ein Lift ist erst im ersten Stock vorhanden. Beeindruckt ist die Gruppe von dem einmaligen Rundblick auf das Monumentalbild „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ von Werner Tübke aus der Zeit des Bauernkrieges. Das Gemälde besteht aus einer einzigen Leinwand mit 14 Meter Höhe und 123 Meter im Umfang. Die äußere Form des Museums erinnert von weitem an die Befreiungshalle auf dem Michelsberg in Kelheim im Altmühltal. Erinnerungen werden wach.
Mehr zu finden und alle Einzelheiten unter: www.panorama-museum.de

Danach war als drittes Ziel noch eine Besichtigung der Barbarossahöhle, eines der außergewöhnlichsten Naturdenkmäler, mit einer Führung geplant. Hierbei handelt es sich um Europas einzige Schauhöhle im Anhydritgestein. Vom Fremdenführer erhielt die Gruppe umfangreiche wichtige Informationen zu den verschiedenen Maserungen und Zeichnungen, wie z.B. „Glasperlen“, „Schlangengips“ und Alabasteraugen“. Der rund einstündige Erlebnispfad verlief sehr kurzweilig, da der Führer das Thema hoch brisant behandelte und kleine Anekdoten einbrachte. Die Gruppe war begeistert.
Schade, dass nicht Alle wegen der Stufen und dem Höhenunterschied in der Höhle oder aus persönlichen Gründen an dieser Führung teilnehmen konnten. Mehr zur Höhle unter: www.hoehle.de

Mit einem großen Dank an unseren Reisebegleiter Herrn Werner trafen wir dann um 17.30 Uhr im Hotel ein. Nach dem erneut reichhaltigen Abendessen wurde der heutige Abend in großer und gemütlicher Runde in der Hotelbar „Bach-Quelle“ verbracht. Die Außentemperatur wurde mit 15° kühler und der von Mensch und der Natur so dringend erwartete Nieselregen war endlich angekommen. Seit der Schneeschmelze hat es in Mühlhausen ebenso wie in ganz Deutschland kaum Niederschläge gegeben.Mittwoch, den 01.06.2011 – Weimar – „Stätte der Dichter und Denker“Änderung des Tagesablaufes wurde am vergangenen Montag mehrheitlich im Bus beschlossen. So begann unsere Abfahrt um 8.30 Uhr und schon nach 90 Minuten entspannter Fahrt trafen wir am Ziel, dem Busparkplatz am „Welcome Center“, einem großen modernen Einkaufscenter in der Friedensstraße, ein. Ein eigener Ausflug zu der nah gelegenen KZ Gedenkstätte Buchenwald fand keine Resonanz, so dass die gesamte Gruppe nun reichlich Zeit hatte, die Stadt Weimar, mit Bauhaus Museum, dem Park an der Ilm, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Stadtmuseum sowie das Goethe Nationalmuseum, Goethes Wohnhaus und vieles andere mehr zu erkunden. Es blieben insgesamt vier Stunden Zeit und bei 15° ohne Regen spielte auch das Wetter mit. Alle waren um 14 Uhr am Bus, so dass wir die Rückfahrt antreten konnten.
Mehre Informationen über Weimar unter: www.weimar.de

Am Hotel trafen wir wieder um 15.30 Uhr ein, so dass bis zum gemeinsamen Abendessen ausreichend Zeit blieb, noch einen eigenen kleinen Rundgang durch die schöne Altstadt von Mühlhausen zu machen; im Hotel zu entspannen oder schon einmal den Koffer für die Rückreise am nächsten Tag vorzubereiten. Herr Nagel hatte, wie in den Vorjahren auch, wieder ein sehr schönes Gedicht für den Eintrag in das Gästebuch verfasst. Frau Schmotz hatte dann spontan noch die Idee unser Gruppenfoto vom Kyffhäuser unter unsere Verse im Buch anzubringen. Schnell wurde ein Foto im Hotel angefertigt und platziert. Am Abend hatte jeder die Gelegenheit unsere Worte an das Hotel und den Dank für die hervorragende Betreuung in den vergangenen Tagen einzusehen. Ein großes Lob und ein besonderer DANK für die so gut gelungene Reimform noch einmal an unseren Freund Rudi Nagel!Donnerstag, den 02.06.2011 - Rückreise zum HeidtDer Tag beginnt mit herzlichen Glückwünschen und gemeinsamen Gesang für unser „Geburtstagkind“ Detlef Behrens im Frühstücksraum. Am Bus verabschiedet sich Frau Schmotz mit zwei Mitarbeiterinnen ganz herzlich und bedankt sich für den angenehmen, problemlosen Aufenthalt. Um 9 Uhr geht es zurück. Es ist wieder angenehm warm und der Himmel unbewölkt. Herr Behrens nennt des Rätsels Lösung. Keiner der Teilnehmer erreicht die genaue Anzahl von 2318 Löchern. Als Sieger geht Herr Udo Rabe hervor. Der Gewinn einer freien Fahrt nach Bonn wird sofort gespendet, da Herr Rabe diesen Termin nicht wahrnehmen kann. Platz zwei bis vier erreichen die Damen Frenz, Reich und Hansmann. Herzlichen Glückwunsch.

Als Dank für die positive Resonanz der gesamten Gruppe wird versprochen, das jeder ein Bild vom Gruppenfoto zur Erinnerung erhält, welches im Gästebuch hinterlegt wurde. Großer Applaus und Freude.

Am Rastplatz Biggekopf treffen wir um 11 Uhr ein. Eine weitere Überraschung erwartet die Reisenden. Die Reiseleitung hatte in Abstimmung mit dem Vorstand noch Streuselkuchen und Kaffee organisiert, welcher in der kleinen Pause gern gratis angenommen und verzehrt wird. Spende auch vom „Geburtstagskind“. Ein Drink zum Anstoßen wird serviert und ebenfalls gern angenommen.

Unseren letzten Fahrabschnitt treten wir um 11.45 Uhr an. Der Fahrer Jean-Marc wird überrascht, denn das kleine im Bus gesammelte „Trinkgeld“ wird von einer Mitreisenden in französischer Sprache übergeben. Schon um 13.30 Uhr sind wir in Wuppertal, weil auf einen weiteren Halt verzichtet wird. Die Resonanz ist wieder einstimmig. Großes Lob vom 1. Vorsitzenden an die Planer. Alle beteiligten Personen waren begeistert und rundum zufrieden. Die Reiseleitung bedankt sich für das tolle Echo. Ziel für die Reiseplaner erreicht! Eine tolle und voll gelungene Fahrt mit vielen Erlebnissen. Vielleicht kommen wir in einigen Jahren noch einmal in dieses wunderschöne Hotel. Das Essen, die Freundlichkeit des Personals, die ruhigen schönen Zimmer, alles stimmte.

Auf’m Heidt, den 7. 6.2011
Willi Thurmann

 

MÜHLHAUSEN vom 29.05. – 02.06.2011

Reisechefs: Detlef Behrens, Willi Thurmann u. Frauen

Anreise u. Mühlhausen 29.05.Ach, wie schnell vergeht die Zeit,
wieder ist es heut` so weit,
die Reisechefs, sie woll`n uns bringen,
in einen Landesteil von Thüringen.
Die Anreise, schönes Wetter, gut durchdacht,
hat viel Freude uns gemacht.
Die Stadt „Mühlhausen“ ist das Ziel,
bis heute weiß ich von ihr nicht viel.
Mittelpunkt Deutschlands für Geografen,
sie gibt auch viel für Fotografen.
Der lobenswerte Service an Bord
setzte sich auch dies` Jahr fort.
Der Chef hat etwas ausgeheckt,
uns mit einer Fleischwolfscheibe eingedeckt.
Viele, viele Löcher sind darin,
die Zahl zu raten ist der Sinn.
Kurz nach 12, die ganze HBV-Bagage
zieht ein in das Hotel MIRAGE.
Nachdem die Zimmer sind verteilt,
man in die „Röbling Stube“ eilt.
Ein Imbiss wurde dort serviert.
Große Freude, der Verein hat ihn spendiert.
Zwei Reiseleiter waren engagiert,
die uns durch die Stadt geführt.
Einst gab es 59 Stadt- und Kirchentürme.
Nicht alle überstanden der Zeiten Stürme.
Es kommt besonders schön uns vor,
der Rabenturm und`s Frauentor.
Die Türme machten weithin bekannt die Stadt.
Sie wurde „Multisia Turnita“ einst genannt.
330m Stadtmauer blieben stehen,
heute darf man sie begehen.
Bei der Begehung dann man hat,
einen sehenswerten Blick zur Stadt.
Unter einem liegt quasi
die weisse Kirche „Divi Blasi“.
In dieser wirkte einst J. B. Bach,
als Organist machte er d`rin Krach.
Abends, in dem Hotel zurück,
im Restaurant „Linden-Blick“,
war ein gemischtes Buffet aufgestellt,
was die gute Stimmung noch erhellt.
Reichhaltig, warm und kalt.
Thüringer Spezialitäten halt.
Der Schlummertrunk auf der Terrasse
war als Tagesabschluß einfach Klasse.
Erfurt 30.05Ach, wie langsam vergeht die Zeit,
bis zum 7 Uhr Frühstück ist`s noch weit
Einige konnten so lang nicht warten
und mußten eher mit dem Frühstück starten.
Prompt kam vom Chef die Rüge, ist doch klar,
wir kennen das vom vor`gen Jahr.
25° und Sonnenschein
luden uns nach Erfurt ein.
Der Dom „St. Marien“ und sein Platz
sind ein richt`ger Fotoschatz,
deshalb hat der Chef gedacht,
das Gruppenfoto, das wird hier gemacht.
Um 10 Uhr war es so weit,
ein versprochenes Highlight.
Eine Straßenbahn aus den 60er Jahren
sollte uns durch Erfurt fahren.
Wie in der Bahn ich saß,
ich etwas nicht vergaß,
so etwas auf der Schiene Stahl,
fuhr auch einst in Wuppertal.
Nachtrauern nützt ja nicht,
es ist nun mal Geschicht`.
Mit der Bahn, gemütlich in 1,5 Stunden
wir die Stadt Erfurt einmal umrunden.
Nachdem wir alles Schöne gesehen,
blieb die Bahn am Fischmarkt stehen.
Hier wurde kurzerhand ausgecheckt
Und die „Krämerbrücke“ zu Fuß entdeckt.
Ihre Architektur ist geglückt,
wie sie den Fluß Gera überbrückt.
Von 12- 15 Uhr war freie Zeit
Für die Touristen von dem Heidt.
Um 15 Uhr hieß es trimmen,
um 70 Stufen zu erklimmen.
Diese mußten wir hoch gehen,
um den Dom von innen anzusehen.
Darin erwartete uns, gesprochen leise,
eine sehr spannende Zeitreise.
Dann ging es um kurz nach Vier
zurück in unser fein` Quartier,
wo ein „Gala“ – Buffet auf uns wartet;
dadurch der Abend genüsslich startet.
Den Schlummertrunk nahmen wir, oh Wonne,
in großer Runde, in der Abendsonne.Höhepunkte Thüringens 31.05Ach, wie schnell vergeht die Zeit,
um 8.30 Uhr stand der Bus bereit.
3 Höhepunkte auf uns warten.
Also los, jetzt woll`n wir starten.1) Im Kyffhäuser Naturpark
steht ein Denkmal, das ist stark.
Das zweitgrößte in deutschen Landen,
imponierend wir es fanden.
Damit man am Nationaldenkmal steht,
es mit der Kutsche, oder zu Fuß nach oben geht.
Hat man es erreicht, macht man einen Halt,
für einen Blick über den Thüringer Wald.
Im Sockel thront Kaiser Barbarossen,
darüber Wilhelm I., in Bronze gegossen.
Als wir wieder am Parkplatz angekommen,
haben wir eine Bratwurst für 1 € bekommen.
So gestärkt fuhren wir weiter,
zum nächsten Höhepunkt, ein zweiter.2) Bei Bad Frankenhausen ist das Museum „Panorama“.
Darin zeigt ein Gemälde ein großes Drama.
„Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“
kunstvoll gemalt, auf einer riesigen Leinwand.
Um das gesamte Bild zu sehen,
muß man sich um sich selber drehen.
14m hoch, 123m lang, 360° rund,
bestaunten wir mit offenem Mund.
Um diese Größe zu erfassen,
muss man wirklich Zeit sich lassen,
doch der Bus bald wieder startet,
Höhepunkt 3 jetzt auf uns wartet.3) Ein außergewöhnliches Naturdenkmal
hat der Chef in seiner Wahl.
Die „Barbarossahöhle“ soll es sein,
die einzige im Anhydrit-Gestein.
„Glasperlen“, “Schlangengips“ sind Bezeichnungen
für, im Stein, die Maserungen.
Ein Führer gab uns die Informationen.
Der Rundgang tat sich wirklich lohnen.
Einmal hat das Licht er ausgemacht,
da erlebt man wirklich „Dunkle Nacht.“
Es waren Spiegelungen zu sehen,
weil die Wasser ruhig stehen.
Die Augen machten mit so weit,
die Höhle schien größer als in Wirklichkeit.
Wieder an der frischen Luft,
der Chef zur Rückreise uns ruft.
Das Buffet hat heute keinen Namen,
doch alle auf ihre Kosten kamen.
Kein Schlummertrunk auf der Terrass`,
es ist viel zu kühl und richtig nass.
Doch die HBV-Runde ist ja helle
und traf sich in der Bar „Bach-Quelle.“Weimar 01.06.Ach, wie schnell vergeht die Zeit,
als letztes wartet Weimar heut.
Es ist die Stadt der Dichter und Denker,
mit einem großem Einkaufscenter.
Eine Führung war nicht angedacht,
jeder sich alleine auf die Socken macht.
Man kann in den Stunden
über Goethe viel erkunden.
Ein Buchenwaldbesuch fand keine Resonanz,
deshalb ließen wir den Ausflug ganz.
Zurück zum Hotel ging es um zwei
und der Nachmittag war frei.
So konnten wir für ein paar Stunden
Mühlhausen ganz privat erkunden.
Das Buffet ließen wir noch sacken,
dann hieß es wieder Koffer packen.Heimreise 02.06.Ach, wie schnell vergeht die Zeit,
um 9 Uhr geht es zurück zum Heidt.
Aus dem Frühstücksraum, da schallt Gesang,
für ein Geburtstagskind er laut erklang.
Beim Chef ist es wieder mal so weit,
ein Jahr älter wird der Detlef heut.
Nach der Gratulation hieß es jetzt,
es wird sich in den Bus gesetzt.
Wie wir im Bus so vor uns dösen,
will der Chef das Rätsel lösen.
Beim Raten, so ist das Leben,
lagen alle Lösungen weit daneben.
2381 Löcher die Scheibe habe,
am nächsten war Herr Udo Rabe.
Der Vorstand macht sich noch mal beliebt,
Kaffee und Streuselkuchen es von ihm gibt.
Das Geburtstagskind einen Drink noch spendet,
womit der leibliche Genuss der Reise endet.
Dann war es schnell so weit,
ruck zuck war´n wir zurück am Heidt.
Der Schlummertrunk, ich war beklommen,
wurde zu Haus` allein genommen.

Wenn Ihr wissen wollt, wie`s ist gewesen,
müsst Ihr nur das Ende des letzten Gedichtes lesen.
Einen wahren Dank will ich doch sagen,
an alle die zu der schönen Reise beigetragen.

Nagel/Thurmann

 

Unsere Fahrt nach Brüssel

Am Samstag, den 16.4. um 6.30 Uhr, starteten wir mit dem Bus nach Brüssel.. Bei diesem Bericht handelt es sich um eine Übersicht und auch um Anregung, diese Stadt intensiver zu erleben. (Viele Informationen über Brüssel erhalten Sie auch im Internet.)
Unsere Fahrt ging vorbei an blühenden Raps-, Tulpen- und Stiefmütterchenfeldern. Vorbei fuhren wir auch an einem großen Braunkohlenabbaugebiet. (Herr Brester, nicht nur unser 1. Schriftführer, sondern auch Studienrat, gab interessante Informationen zum Braunkohlenabbau.)
Die Stadt Brüssel hat ca. 150.000 Einwohner, die aus 19 Gemeinden mit 19 Bürgermeistern die Hauptstadt und Residenzstadt des Königreiches Belgien bilden. Ebenso ist die Stadt der Hauptsitz der Europäischen Union sowie der Sitz der Nato. (Viele hohe Glaskomplexe, Bürohäuser, geben auch Zeugnis davon).
Sprachliche und kulturelle Unterschiede zwischen der flämisch niederländisch sprechenden Bevölkerung und den wallonischen französisch sprechenden Einwohnern führen oft zu Konflikten. Einige Stadtteile sind geprägt durch Immigranten aus der damaligen belgischen Kolonie Kongo, sowie durch ehemalige Gastarbeiter aus Marokko und der Türkei.
Mit unserem Bus und auch zu Fuß mit einem Stadtführer erkundeten wir Brüssel.
Als erstes erreichten wir das bekannte Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958, das Atomium.
In der Altstadt, als Touristenattraktion, bewunderten wir das „Manneken Pis“, eine 60 cm hohe Bronzefigur. In einer Seitengasse entdeckten wir dann auch „Janneken Pis“, die aber hinter Glas verborgen war. Janneken Pis nahm natürlich eine andere Haltung ein als Manneken Pis. Es war Anlass zum Schmunzeln.
In der Sonne sitzend, Menschen beobachtend, vor dem gotischen Rathaus gab es mehrere Hochzeiten zu bestaunen, erlebten wir Brüssels Grand Place, der zentrale Platz der belgischen Hauptstadt. (In der Nähe befindet sich auch der Jubelpark mit dem Triumphbogen) Dieser Platz gehört zum Weltkulturerbe und ist lt. des Dichters Victor Hugo der schönste Platz der Welt. Da alle Häuser bei Dunkelheit angestrahlt werden, hat dieser Platz abends noch ein besonderes Flair.
Die Altstadt und der Grand Place sind geprägt von wunderschönen alten flämischen Bürgerhäusern, auffällig auch oft die Jugendstilfassaden.
Vom Grand Place aus erreichten wir auch die erste europäische überdachte Einkaufspassage (Galerien) mit kleinen Boutiquen und erlesenen Juwelierläden. Diese Passage ist die Vorgängerin unserer heutigen Einkaufszentren.
Viele berühmte Museen und Konzerthallen laden zum Besuch ein.
Das König-Baudouin-Stadion ist eine Konzert und Wettkampfstätte mit 50.000 Sitzplätzen. Hier stand auch das berühmte Heysel-Stadion. Viele von uns erinnern sich noch an die schlimmste Katastrophe des europäischen Fußballs, die sich 1985 dort ereignete. Englische Hooligans fielen über italienische Fußballfans her. Es brach eine Massenpanik aus, bei der 39 Menschen starben und über 400 schwer verletzt wurden.
Berühmt ist Brüssel auch für seine Pralinen, Belgische Waffeln und natürlich für Friten.
In der Altstadt gibt es viele interessante Gassen mit vielen kleinen urigen Gaststätten, die zum Bleiben einladen.
In unserer Freizeit erkundeten wir ein Stück Brüssel in eigener Regie. Die große gotische Kathedrale in der Nähe des Gran Place hat mich sehr stark beeindruckt. Sie ist die Kirche S. Michel et S. Gudule und ist die Hauptkirche der Stadt Brüssel. Früher in karolingischer Zeit war sie schon Taufkirche und dem Erzengel Michael geweiht. 1047 wurden die Gebeine der Hl. Gudula dorthin überführt. Daher hat die Kirche auch ein erweitertes Patrozinium.
Der heutige Bau wurde 1226 begonnen und Ende des 15. Jahrhunderts mit Fertigstellung der 69 m hohen Türme vollendet. 1962 wurde sie zum Erzbischofsitz erhoben und erhielt damit offiziell den Titel Kathedrale. Als belgische Nationalkirche finden hier königliche Hochzeiten, Staatsbegräbnisse und ähnliche Zeremonien statt.
Sehr beeindruckend sind auch die 16 Chorfenster mit 1200 Glasgemälden, die auf das 16. Jahrhundert zurückgehen. Diese wunderschönen Fenster geben der Kirche ein lichtdurchflutetes Innere. Eine geschnitzte Barockkanzel zeigt voll plastisch und lebensgroß die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies.
Glücklich und zufrieden mit uns und dem Wetter erreichten wir Wuppertal.
Allen, die dazu beitrugen, dass dieser Tag so gut verlief und allen, die uns wieder mit Getränken im Bus versorgten, sei herzlich gedankt
Wir freuen uns, wenn es wieder heißt, „der Heidter Bürgerverein“ geht wieder auf Tour
Aufwiedersehen in Bonn.

Gisela Grüneberg

 

Bericht zur Herbstfahrt des Heidter Bürgerverein am 03.9.2011 nach Bonn

Sehr guten Zuspruch fand auch die dritte Fahrt in diesem Jahr. Diese führte die 49 Personen und einen Dackel in den „alten“ Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland, der Stadt Beethovens mit 2000 Jahre bewegter Geschichte und deutsche UNO-Stadt, Bonn. Nach einer kurzweiligen Fahrt von 75 Minuten erreichten wir unser erstes Ziel, den Hofgarten, eine wunderschön angelegte Parkanlage an der ehemaligen kurfürstlichen Residenz, der heutigen Universität.
Unsere Stadtführerin wartete bereits am Treffpunkt und nach einer ganz kurzen Pause traten wir unsere 2-stündige Busrundfahrt an. Schon nach kurzer Zeit war uns klar, dass wir eine außerordentlich engagierte und versierte Begleitung hatten. So führte uns die Stadtrundfahrt an den Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt vorbei hinaus über die Museumsmeile nach Bad Godesberg. Eine kleine Rast und Gelegenheit für Toilette oder Zigarette hatte unsere Führerin am Kunstmuseum eingeplant. Die Pause wurde gern angenommen. Mit vielen Informationen wurden wir über die zahlreichen modernen und historischen Gebäude, ihrer Geschichte und heutigen Bedeutung, bestens versorgt. Die Entwicklung der über fünf Jahrzehnte die Funktion der Bundeshauptstadt einnehmenden Stadt Bonn bis in die Gegenwart wurde verständlich und gut erklärt. Viele kleine Anekdoten zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung ergänzten den optischen Eindruck. Unzählige und gut erhaltene Villen aus dem IXX. Jahrhundert, die zur aktiven politischen „alten“ Zeit von den Botschaften anderer Nationen genutzt und bewohnt wurden, begleiteten unsere Fahrt. Herrliche Grünanlagen füllen das Stadtgebiet. Unübersehbar ist der mit 162,5 m hohe Post Tower, Hauptsitz der Deutschen Post DHL, und zugleich höchstes Gebäude in NRW. Der „lange Eugen“ (nach dem Vornamen des ehem. Bundestagspäsidenten Gerstenmeier benannt) als früheres Abgeordnetenhaus und heutiger Sitz der UNO wirkt für ein Hochhaus dagegen relativ bescheiden. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten aufzuzählen und zu beschreiben, würden den Artikel „sprengen“. Wurde Ihr Interesse geweckt? Mehr dazu finden Sie im Internet unter www.bonn.de. Bonn hat sich heute zu einer Dienstleistungs- und Medienstadt entwickelt. Viele neue Arbeitsplätze wurden nach dem Umzug der mit politischen Aufgaben verbundenen Welt geschaffen und bei einer aktuellen Einwohnerzahl von 320.000 Menschen freut sich die Stadt über stetigen regen Zuwachs - im Gegensatz zum Trend anderer Großstädte in NRW.
Bei herrlichem Sonnenschein mit Spätsommertemperatur von 28° C und nach der Rückfahrt am Rhein sowie dem herrlichen angelegten Freizeitpark Rheinaue entlang, treffen wir um 12.00 Uhr planmäßig wieder am Hofgarten ein. Nun hatte die große Gruppe noch ausreichend Zeit, die gut besuchte Innenstadt mit Fußgängerzone, zahlreichen Plätzen, Geschäften, Kirchen, Museen, Restaurants etc. eigenständig zu erkunden. Auch ein Bummel zu den Rheinterrassen mit der früheren Rheinbastion „alter Zoll““ wurde von vielen Personen gern angenommen. Ein Besuch in den zahlreich vorhandenen „Biergärten“ tat der Entspannung gut. Zur Rückfahrt waren wieder alle Teilnehmer pünktlich am Treffpunkt um 16.30 Uhr, wo unser Busfahrer Frank schon auf uns wartete. Alle Teilnehmer waren sich wieder einig. Ein wunderbarer Tag in einer Stadt, von der man eine derartige positive Veränderung nicht unbedingt erwartet hatte. Schade für einige Personen, die angemeldet waren, aber aus verschiedenen Gründen die Fahrt an diesem Tag nicht mitmachen konnten. Kompliment von der Reiseleitung an die so tolle, disziplinierte und harmonische Truppe. Bis zum nächsten Jahr alles Gute und viel Gesundheit.

Auf’m Heidt, 17.09.2011 – Willi Thurmann

 

Tagebucheintragungen während der Fahrt des HBV nach Luxemburg: 21.4.2012

Früher Vogel fängt den Wurm oder übersetzt: wer früh aufsteht, hat viel vom Tag, dachten sich die Reisemarschälle“ des Heidter Bürgervereins und setzten so den Leitspruch carpe diem des römischen Dichters Horaz (65 – 8 v.Chr.) um:
Nutze den Tag - und sei um 6.15 Uhr MESZ am Bus an der Heckinghauser Halle auf dem Heidt… -
um in die EU- Metropole Luxemburg zu reisen. Gesagt, getan: 60 muntere (das heißt hier: wach und gut gelaunt – trotz „Aprilwetter“!) Heidter bestiegen den Bus und – hier muss man sagen: Petrus` schlechter Laune sei es gedankt: ohne Stau ging es mit einer obligatorischen „Rauchopfer- und Keramikpause“ in 3 ½ Stunden trotz
langer Landstraßenabschnitte Stau-frei nach Luxemburg,
es waren nämlich sonst kaum Wochenendtouristen unterwegs…
Am Zugang zu den Kasematten im Zentrum konnte man sich noch einmal „erleichtern“ – alles war wieder einmal genauestens geplant – da begann auch schon die Stadtrundfahrt mit abschließendem Rundgang.
Besonders beeindruckend ist das Relief in der Stadt: selbst für Wuppertaler Augen eine beeindruckende Schlucht, die die Alzette und ihr Nebenfluss Petrusse in der jüngeren Erdgeschichte erodiert haben.
Die Menschen machten sich die steilen Talhänge zunutze und bauten eine uneinnehmbare Festung, die noch in großen Teilen erhalten ist: sichtbar mit Türmen, Mauern und Wehrgängen und unsichtbar mit Kasematten - Gängen unter dem Stadtzentrum bis hinunter ins Tal des Petrusse.
Die Fahrt bot zahlreiche verschiedene Aus- und Einblicke in die vielgestaltige Stadt und ihre Geschichte.
Für den armen Fahrer, unseren HBV-„Privatfahrer“ Jean-Marc bedeutete es aber Schwerst- und Präzisionsarbeit auf passähnlichen schmalen Innenstadtstraßen. Er meisterte aber alle Klippen mit Bravour.
Zwischenruf einer Mitfahrerin: „An dieser Engstelle hätte ich am Steuer nur noch geweint…“
Ein weiterer Höhepunkt der Stadtrundfahrt war die Exkursion in die ehemalige Obst- und Gemüsebauerngemeinde
Kirchberg, heute eingemeindet und Sitz der in Luxemburg angesiedelten EU-Behörden, u. a. Europäischer Gerichtshof und Rechnungshof sowie die Europäische Investitionsbank („Rettungsschirm“).
Der Rundgang – mit nur 2 Regenschauern und gefühlt eisigem Wind „garniert“ – bot von einem Wehrgang aus beeindruckende Einblicke in die Epochen der Stadtanlage vom Tal auf die Höhen und ebenso reizvolle Perspektiven auf die alten noch erhaltenen Stadttore und ihre Funktion.
Vorbei am Palast des Großherzogs ging es dann zu den zentralen Plätzen, dem Platz mit dem
Denkmal Wilhelms II. und dem „Waffenplatz“. Dort schwärmten die Heidter dann (vorsorglich mit Stadtplänen ausgestattet!) aus um sich in der recht teuren ortsansässigen Gastronomie verwöhnen zu lassen – und um sich aufzuwärmen (mehr äußerlich als innerlich…)!
Um 16 Uhr war dann auch das Gruppenfoto „im Kasten“ und man „durfte“ noch einige Minuten auf den mit seiner Frau in den Kasematten verschollenen Schriftführer und seine Frau warten, deren Führung länger als geplant gedauert hatte.
Vollzählig und unversehrt ging es dann über Köln, wo ein Fahrerwechsel fällig war, zurück in die Heimat.
Beinahe hätte der Aufenthalt in Köln – „gemütlich“ an einer Tankstelle in Delbrück - länger gedauert,
denn Herr Behrens verbreitete hartnäckig das Gerücht, der Zündschlüssel des Busses sei beim Fahrerwechsel verschollen…
Es war ein erlebnis- und lehrreicher Tag, und das frühe Aufstehen war goldrichtig und hat sich gelohnt!
Horaz hatte recht (vgl. o.)!
Ein Riesendank und –Kompliment an die Familien Behrens und Thurmann für die akribische und
menschenfreundliche Vorbereitung und Durchführung der Fahrt!
Alle Fahrgäste freuen sich schon auf die nächsten Fahrten!

H.-J.Brester.

 

Die heiteren Heidter im Altmühltal Vom 2. 6. - 7. 6. Anno Domini 2012 fuhr eine Truppe Wuppertaler Germanen ins "feindliche Ausland" nach Lechschwaben und Bayern.
Im Landgasthof Euringer in Paulushofen bei Beilngries kehrte man ein (man kannte das gastfreundliche Haus schon von einem vorherigen Besuch). Die herzliche Begrüßung mit lautstarkem Willkommen und Erdbeerlikör zum Anstoßen ließ die Truppe sich sofort heimisch fühlen. Auch ein ehemaliges HBV-Mitglied, das jetzt in München wohnt, war mit Hündchen angereist.
Nach "Beschlagnahmung" der Zimmer wurden die illustren Gäste erst einmal mit Vor-, Haupt-, und Nachspeise so gut verköstigt, dass ein Absacker vor dem Schlafen nötig war. Der war unter anderem auch deshalb vonnöten, weil im Hause eine Hochzeit stattfand, die recht lustig begangen wurde. Aber irgendwann schläft auch der Zäheste. Erster kultureller Ausflug am 3. 6. war die imposante Hohnzollernfestung "Wülzburg" bei Weißenburg. Der sternförmige Umriss und die beeindruckend mächtigen Mauern lassen nur noch erahnen, dass die Burg im 11. Jahrh. eine Benediktiner- Abtei war. Ein Brunnen mit einer Tiefe von 146 m und 2.50 m Durchmesser wurde durch ein "Hamsterrad" angetrieben, das Gefangene im Pendelbetrieb bewegten; sie benötigten 40 Min. um an die Wasserfläche zu kommen und Wasser zu fördern. Er ist ein Wunderwerk der damaligen Technik. Heute dient das bastionartige Schloss als Bildungszentrum.
Weißenburg selbst hat sich noch den Charakter einer ehemals freien Reichsstadt bewahrt. Viele Sehenswürdigkeiten sind noch erhalten, um nur einige zu nennen: der Holzmarkt, die "gute Stube von Weißenburg", die Karmeliter - Kirche mit Klostergarten, der Fünfeckturm, Teil der hier als Zwinger erhaltenen Stadtmauer und nicht zu vergessen das "Ellinger Tor", eines der schönsten deutschen Stadttore, dessen Torturm aus dem 14. Jahrh. stammt.
Wieder zurück im Gasthof wurden wir mit Kaffee und von der Chefin Elisabeth selbst gebackenem Kuchen überrascht.
Nicht zu vergessen: unser Reisemarschall Detlef hatte am Tag zuvor Geburtstag und an diesem Tag Hochzeitstag. Eine kleine Anerkennung mit Glückwünschen gab es alsdann, unter anderem ein "Ölbild" (ein Bild ingelegt in einem Glas mit Öl).
Der Abend verging sehr schnell mit reichhaltigem Abendessen, Spaziergängen, Kniffelspiel, Rommee und "Hochmoorgeistproben" (52%iges Schnäpschen). 4. 6.: Und wieder hatten wir ein Geburtstagskind: Frau Börger;
natürlich gab es ein Ständchen, tolle Sänger hatten wir ja auch mit, die auch mehrmals ihre Stimmen erschallen ließen, ich meine, zu selten.
Nürnberg war die nächste Station: da auf dem Reichsparteitagsgelände ein Rockkonzert stattgefunden hatte, konnte die Führung dort nicht stattfinden (ich glaube wir wären durch die Hinterlassenschaften (Müll) der Konzertteilnehmer auch mit dem Bus nicht hindurchgekommen)...
So widmeten wir uns der Stadt, die viel Interessantes zu bieten hatte. Alles aufzuzählen würde ein Buch füllen. Hier nur einiges: Die kleinen Erker an den Häusern nennt der Nürnberger "Chörlein" und 3 daumengroße Würstchen aus reinem Schweinefleisch im Brötchen kann man als "3 im Weggla" kaufen. Deutschlands berühmtester Künstler ist hier geboren: Albrecht Dürer (1471 - 1528); sein Haus mit einem "heimlich Gemach" (? - Auflösung s. u.) kann besichtigt werden. Auch seine Grabstätte findet man auf einem außergewöhnlichen, 800 Jahre alten Friedhof. Dicke Steinquader (ca. 1.80m x 1m) liegen auf jedem Grab und müssen bei jeder Beerdigung bewegt werden. Sehr schön wirkte dieser Friedhof, weil zur Zeit die Rosenstöcke, die fast an jedem Grab wuchsen, artenreich blühten.
Vor dem germanischen Nationalmuseum befindet sich, mit Säulen gekennzeichnet, die "Straße der Menschenrechte"; Nürnberg bekam auch den UNESCO Preis als "Stadt der Menschenrechte".
Der Justizpalast ist bekannt, in ihm fanden die 11 Monate währenden "Nürnberger Prozesse" gegen die Hauptkriegsverbrecher nach dem 2. Weltkrieg statt. Inzwischen gibt es in dem Haus auch ein Museum, von dem man auch Einblick in den "Saal 600" hat.
Über die Trasse der 1. Deutschen Eisenbahn von 1835 kann man inzwischen mit dem Auto fahren; ein Relief erinnert daran. Nürnberg hat auch die 1. führerlose U-Bahn Deutschlands.Nicht zu vergessen ist die Kaiserburg, von der aus man einen schönen Blick auf die Stadt hat. Jedes Nürnberger Schulkind muss während seiner Schulzeit einmal ganz um die Burg gegangen sein und sich die Stadtgeschichte anhören.
Über Nürnberg gäbe es noch viel zu erzählen, aber hier noch eins: Warum heißt der berühmte "Elisenlebkuchen" so? - Ein armer Witwer hatte einige Kinder zu versorgen, und seine jüngste Tochter, die zarte ELISE, wurde plötzlich schwer krank. Ein befreundeter Bäcker buk für dieses kranke Mädchen einen Lebkuchen mit den besten Zutaten - und siehe da, das Mädchen wurde wieder gesund.
Übrigens: warum sind die Nürnberger Rostbratwürstchen so klein? - Damit sie, wenn das Stadttor schon geschlossen war, durch das Schlüsselloch geschoben werden können.....
AUFLÖSUNG: Ein "heimlich Gemach" ist nicht, was sie vielleicht denken ------- es ist eine Toilette, die sich der Künstler Albrecht Dürer ins Haus bauen ließ.
Und wieder ging ein sehr schöner und interessanter Tag zu Ende. 5. 6.: Augsburg war unser nächstes Ziel. Dass in dieser Stadt viel gebaut wurde und wird, bekamen wir durch Umleitungen zu spüren. Dennoch fanden wir einen P- Platz, und die Stadtführerinnen warteten schon auf uns.
Die Fuggerei, 1521 von Jakob Fugger dem Reichen gegründet, erweckte unser spezielles Interesse. Schuldlos verarmte, katholische Augsburger Bürger konnten früher wie auch heute einen Antrag stellen um in den Genuss einer dieser preiswerten Wohnungen zu kommen. Die frühere Jahresmiete betrug 1 Rheinischen Gulden und täglich 3 Gebete für den Stifter. Heute beträgt die Jahresmiete umgerechnet 88 Cent plus Nebenkosten - ob noch gebetet wird, ist unbekannt.
Wir konnten zwei Schauwohnungen ( früher und heute) besichtigen; ich denke , es läßt sich dort gut leben. Allerdings werden um 22.00 Uhr die Tore geschlossen - und wer zu spät kommt, muß 50 Cent bezahlen.
Es gab noch andere interessante Sehenswürdigkeiten in dieser Stadt, nur einige Beispiele:
Goldener Saal im Rathaus, berühmt wegen seiner prachtvollen Portale, Kassettendecken und Wandmalereien;
die St. Anna-Kirche, ein ehemaliges Karmeliterkloster, in dem sich die Grabkapelle der Familie Fugger befindet. Man kann auch die "Lutherstiege" emporgehen, die Luther bestiegen hat, als er in Augsburg weilte.
Einige Mitglieder unserer Reisegruppe bestiegen auch den Perlachturm mit 226 Stufen oder besichtigten die "Augsburger Puppenkiste".
- Eine nettes Erlebnis hatten auch einige Heidter in der Straßenbahn: sie wollten eine Station weit fahren, was 1.20 Euro kosten sollte; sie gaben 2.- Euro und bekamen diese wieder zurück mit den Worten: "Ist nur 1 Station, ihr steigt ja sowieso gleich wieder aus!"
Sind die Bayern nicht nette Leute?
Vorbei an Erdbeer-, Kartoffel- und Spargelfeldern ging es wieder in Richtung Hotel.
Mit einem besonders leckeren bayrischen Abendessen - was? Das schreibe ich nicht, sonst läuft ihnen das Wasser beim Lesen noch im Munde zusammen, endete dieser Tag ----- oh, nein wir hatten einen lustigen Alleinunterhalter im Saal und mit Schunkeln, Tanzen und Polonaise kam die Stimmung auf den Höhepunkt, wer geht da schon ins Bett? 6.6.: Die Abfahrt nach Ingolstadt fand nicht so früh statt, man konnte also den schweren Kopf noch etwas länger horizontal betten.
Von Ingolstadt sagte man um das 18. Jahrh., dass "das Gras zwischen den Steinen wächst und die Enten auf den Straßen spazieren gehen." Das kann man heute nicht mehr behaupten; Ingolstadt ist eine quirlige Studenten - und Industriestadt.
Das Münster beeindruckt mit den zwei über Eck gestellten Türmen und dem gewaltigen Dachgestühl.
Der Pflanzgarten der barocken "Alten Anatomie" zeigt 160 Kräuter in 8 Wirkstoffgruppen; z.B. GIFTIG: Stechapfel, Schierling oder Bilsenkraut.
In der Neubaustraße befindet sich das Tillyhaus. Hier starb 1632 der Feldherr der Kath. Liga, Graf von Tilly, an den Folgen seiner Kriegsverletzung.
Ein Juwel der barocken Baukunst ist die Asamkirche; man steigt am Eingang einige Stufen hoch - sinnbildlich vom Erdenleben in den Himmelssaal - im Innenraum befindet sich ein phänomenales Deckenfresko von Cosmas Damian Asam.
Die wertvollste Lepanto- Monstranz (Seeschlacht von Lepanto) der Welt von 1708 mit 1 m Höhe, 80 cm Breite und 18 kg Gewicht steht im Nebenraum gut gesichert hinter Glas.
Für ein Tässchen Kaffee blieb auch noch etwas Zeit, bevor es zum "Kleiderbügelschieben" ins "Outlet Shopping Village" ging - zu Deutsch: "Firmendirektverkaufsdorf".
Eine Überraschung wartete im Hotel: es gab frische Erdbeeren mit Eis und Sahne - mmmm, lecker...!
Anschließend wurden noch Einkäufe in der hoteleigenen Metzgerei gemacht; auch beim Nachbarn, der Honig anbot, nutzte man die Einkaufschance, und Brot wurde auch noch für den Eigenbedarf zu Hause bestellt. Nun konnten die Heidter nicht mehr verhungern. Verhungern mußten wir wirklich nicht, denn an diesem Abend gab es Leckeres vom Grill.
- Kennen sie übrigens Swin Golf ? In Paulushofen gibt es eine sehr schöne 18- Loch- Anlage. Swin Golf orientiert sich am klassischen Golf, aber statt kostspieliger Ausstattung braucht der Spieler nur einen dreiseitigen Universalschläger und bezahlt einen Tagespreis. 7.6.: Zum Abschied überreichte Konrad, der Chef, noch jedem einen "Scharfen Hüpfer" und nach Gruppenfoto, Fahneschwenken (die Einwohner standen schon zur Fronleichnamsprozession parat) ging es Richtung Heimat. Zur Mittagspause gab`s dann noch Frika/Brötchen vom Verein.
Unser Ehepaar Frink schrieb mit netten Zeilen und einer Zeichnung ins Gästebuch:

Liebe Familie Euringer Von Herzen wär`n wir gern geblieben im Wiesengrün und frischer Luft. Wo allen Menschen Freud` beschieden, doch unsre Heimatstadt, sie ruft. Haus Euringer - wir danken gerne, für diese Tage ohne Hast. Vielleicht kehrt mancher aus der Ferne nochmal zurück als froher Gast. Zum zweiten Mal bei Ihnen mit großer Zufriedenheit. HBV aus Wuppertal

Unseren Reisemarschällen H. Behrens und H. Thurmann samt Ehefrauen sei Dank für diese toll ausgearbeitete und top-vorbereitete Reise.
Wir fahren nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit !!!!!
Leider war die Zeit in Bayern zu schnell zu Ende; kulturell und kulinarisch sind wir jetzt fit, nun kommen 4 Wochen Fastenzeit - bei tägl. Wanderung auf den Toelleturm...

G.W.-Brester


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Zu Besuch beim Familienbetrieb Meyer an der Ems

oder: Heidter Möchtegern-Reeder auf Besichtigungstour
Kaum waren die weißen Osterferien beendet, da packten die Heidter schon wieder die Wander-, Wind- und Regenutensilien zusammen, um nach Ostfriesland zu fahren.
Bei windigem und anfangs feuchtem Aprilwetter fiel das frühe Aufstehen schwer, und um 6 (sechs!) Uhr fanden sich alle pünktlich und Petrus` Schikanen zum Trotz mit bester Laune und vom Gähnen weit geöffneten Mündern, aber mit und sonnigem Gemüt an der Bushaltestelle in der Gewerbeschulstr. ein Im großen Bus machten es sich alle bequem, und nach geruhsamer Fahrt unterbrochen von einer „Keramik“- (und Tabak-) Pause an einem Autobahn- Rasthof, erreichte der vom 2 freundlichen und umsichtigen Fahrern abwechselnd gesteuerte Bus (diesmal ohne funktionstüchtige Kaffeemaschine, was bei einigen Teilnehmern Entzugserscheinungen und akute Gähnanfälle auslöste!) den großen Parkplatz vor dem ehemaligen Werksgelände der Meyer-Werft. Dort erwartete die Heidter Spaziergänger bereits die Werksführerin mit ihrem Kollegen, der der staunenden Barmer Reise-Truppe erzählte, er kenne Elberfeld – von einer Leichtathletikveranstaltung der deutschen Polizei 1962 im Stadion am Zoo, wo er im Endlauf über 100m den 5. Platz belegte.
Nun fuhren wir in die neue Werft und erklommen treppauf (wie in einem Kreuzfahrtschiff) oder per Aufzug das Besucherdeck. Dort gab es einige Erläuterungen und einen Film zur Einführung, dann noch einen Überblick über die mehr als 200jährige Firmengeschichte mit Einblick in die Produktpalette, die weit über den aktuell vorrangig betriebenen Bau von Kreuzfahrtschiffen hinausreichte und auch heute noch ständig den Markterfordernissen angepasst wird. So sah man Modelle vom 1. Stahlschiff nach dem Ende der hölzernen Lastensegler, die spätere „African Queen“, die in 5000 Kisten verpackt auf dem See- und Landweg zum Tanganjikasee nach Ostafrika transportiert und vor Ort im 1. Jahr des 1. Weltkrieges zusammengebaut wurde – und dort heute noch im Einsatz ist! Außerdem gab es das „Feuerschiff Elbe 1“ zu bestaunen, das den Schiffen in der Deutschen Bucht den rechten Kurs gen Hamburg wies, ebenso wie die High-Tech-Gastanker oder zu Tiertransportern (für den Nahen und Mittleren Osten) umgebaute Frachtschiffe…
Dann aber durften beeindruckende Modelle der Kreuzfahrtschiffe nicht fehlen! Die nächste Etappe führte dann aber endlich zu den Produktionshallen: durch Nutzung von Baukastenbauweise und Zusammenarbeit mit Tochter- und Partnerfirmen sowie ausreichend dimensionierten Werfthallen (bis zu 504m lang, 125m breit und 75m hoch) können 3 Schiffe gleichzeitig in den beiden Hallen auf Kiel gelegt und nach und nach fertiggestellt werden. Eines davon war aktuell ein Neubau eines (vergleichsweise kleinen) Forschungsschiffes. Für eine norwegische Reederei nahm ein Kreuzfahrtschiff langsam Form an – über Preise redet man nicht, man zahlt… - und erhält alle Extrawünsche erfüllt! Realistisch sind mehr als 750 Mio. Euro – da bekamen die Möchtegern-Reeder vom Heidt doch kalte Füße und verzichteten auf eine entsprechende Order…
Spannend und interessant war dann noch der Blick in eine originale Norm-Kabine und die Darstellung der schwierigen Manöver, einen Ozeanriesen durch die schmale Ems zur Nordsee zu manövrieren. Insgesamt hat die logistische Kompetenz des Unternehmens am meisten beeindruckt; was da alles zu koordinieren ist, bis ein derartiger Palast auf dem Ozean fertig ist…!
Nach 2 kurzweiligen Stunden konnte man das sehr ansehnliche Städtchen Papenburg erkunden und noch eine „Bildungsreise“ im Museum „Zeitspeicher“ unternehmen. Möglichkeiten sich zu stärken gab es reichlich.
Pünktlich um 16 Uhr trafen alle wieder am Bus ein und wir traten die durch einen Keramik- und Tabakstopp etwas verlängerte gut dreistündige Heimfahrt an. So beendeten die Heidter einen erlebnisreichen Tag, an dem wieder einmal „alles stimmte“ – bis auf die fehlende Kaffeemaschine…
Allen, die an der Vorbereitung und Leitung der Fahrt mitgearbeitet hatten, vor allem den Ehepaaren Thurmann und Behrns, aber auch Frau Hansmann, die für die erkrankte Frau Spier das Finanzielle überwachte, herzlichen Dank!
H.-J. Brester
 
 

5 Tagestour noch Bremen
oder: von der Wupper an Die Weser in 222 Minuten


Es war wieder einmal soweit: Am 25. Mai starteten 48 heitere Heidter und Freunde zu einer 5-Tagestour nach Bremen und Umgebung. Der bewährte Busfahrer Günter von Placke-Reisen aus Köln und wir hatten viel Glück, d.h. ohne jeden Stau ging die Fahrt aus der verregneten Heimat in die trockene Hansestadt Bremen. Einen Geburtstag gab es auch unterwegs zu feiern, Frau Rotraut Janski bekam ein kleines Ständchen dargebracht
und daraus ergab sich dann eine „feuchte Runde“ schon am Vormittag. Ein Präsent vom HBV wurde am nächsten Tag überreicht; es war etwas für den süßen Zahn von Frau Janski. Im Hotel „Balladins Superior“ in der Bremer
Vahr angekommen wurde ein Willkommensmahl angeboten: Bremer Hochzeitssuppe zur Vermählung des Heidter Bürgervereins mit der Hansestadt; die anschließend servierte sehr pikante Gulaschsuppe verdiente nicht den Namen „Suppe“, es blieb nämlich der Löffel fast darin stecken. Das waren Köstlichkeiten. Die Hotelzimmer wurden noch „aufpoliert“ und daher gingen wir zunächst per Bus und mit einer netten Stadtführerin auf eine kleine Stadtrundfahrt:

Das altehrwürdige Rathaus mit dem Roland davor und der Bremer Dom wurden ebenso wie der Stadtpark kurz
passiert und dann ging die Fahrt durch hübsche Straßenzüge mit sehr ansehnlichen Patrizierhäusern zum
Rhododendron-Park. Leider fing es dann an zu regnen, was aber der Schönheit der noch voll blühenden Parklandschaft keinen Abbruch tat. Auf 46 Hektar wird nicht nur eine der größten Rhododendron-Sammlungen der Welt gepflegt von den rund 1.000 Arten sind hier etwa 600 verschiendene Sorten heimisch. Auch die zur Rhododendron-Familie gehörenden Azaleen sind ein Kleinod dieses Parks: Nahezu 600 Wildarten und über 3.000
Züchtungen formen die zweitgrößte Sammlung der Welt zu einer botanischen Schatztruhe ersten Ranges. Seit 2003 ist der Park zudem ein „Garten der Menschenrechte“. Auf Bronzebändern sind entlang der Parkwege die 30 Artikel der UN-Menschenrechtskonvention verewigt. Ein Rosen- und Bonsaigarten vervollständigen das wunderschöne Ensemble. Nicht alles konnten wir anschauen, denn die Hotelzimmer sollten bald bezogen werden und kurz darauf wurde zum Abendessen gerufen. Die erstklassige Küche des Hotels hatte zum kalt-warmen Buffet geladen und es wurden viele Köstlichkeiten angeboten, was sich übrigens jeden Abend in vielfältiger Weise wiederholte. Ein dickes Lob dem Küchenchef und seinen Helfern! Zum Ausklang des ersten Reisetages konnten
wir uns in der Bar an kühlem Bier, leckerem Wein oder diversen Coktails laben.

Der zweite Reisetag führte uns nach Oldenburg in Oldenburg (nicht das in Holstein). Zwei Stadtführer begleiteten uns durch den Ort und informierten die beiden Gruppen sehr nachhaltig.
Die Geschichte Oldenburgs begann schon im 8. Jahrhundert n.Chr., das bezeugen archäologische Ausgrabungen. An einer Furt über die Hunte entstand eine Ortschaft. Eine Handelsstraße führte von Bremen nach Westfalen oder umgekehrt. 1108 wird der Ort als Aldenburg erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Grafen von Oldenburg eine Wasserburg, die als Verwaltungssitz und zur Erhebung von Maut diente. 1345 erhielt Oldenburg Stadtrechte und bekam eine bessere Befestigung, nämlich einen Stadtgraben mit fünf Stadttoren. 1448 wurde Graf Christian von Oldenburg König von Dänemark, 1450 auch König von Norwegen und 1457 wurde er ebenfalls zum König von Schweden gewählt. Das Grafenhaus gewann damit überregionale Bedeutung. 1603 begann die Regentschaft von Graf Anton Günther, der einen Teil der Burg im Barockstil umbauen ließ. Er begann mit der Zucht der Oldenburger Pferde, einer heute bekannte Rasse. Mit diesen Pferden ließ sich auch im 30-jährigen Krieg Tilly „abspeisen“ und Oldenburg blieb vor Greueltaten verschont. 1676 schlugen drei Blitze in Häuser ein und die Stadt stand in Flammen und wurde fast völlig zerstört. 1818 war Oldenburg Stadt I. Klasse, 1833 wurde sie vorübergehend Stadt II. Klasse, dann ab 1855 wieder Stadt I. Klasse; also in etwa kreisfreie Stadt. 1918 dankte der letzte Großherzog, Friedrich August, ab und 1919 wurde Oldenburg Hauptstadt des Freistaates Oldenburg. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt nur zu 1,4 Prozent zerstört, deshalb sind heute sehr viele Wahrzeichen zu besichtigen: Das prächtige Oldenburger Schloss im Renaissancestil wurde den Komfortwünschen der Regenten entsprechend mehrfach umgebaut und das Innere wurde im klassizistischen Stil umgestaltet. Dem Schloss gegenüber liegt die 1839 erbaute Schlosswache, deren Giebelrelief an den Sieg über Napoleon erinnert. 1811 bis 1813 war die Stadt Mairie Oldenburg. Der Wiener Kongress bereitete dem dann ein Ende. Das Prinzenpalais wurde 1821-1826 wurde für einen Herzogenkel erbaut. Es beherbergt heute Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Der 1467 / 68 erbaute Lappan gilt als das Wahrzeichen der Stadt; er war einst der Glockenturm der Heilig-Geist-Kapelle. Er steht in der Fußgängerzone Oldenburgs, die die älteste flächendeckende Fußgängerzone Deutschlands ist. Sie wurde 1967 eingerichtet und beherbergt viele schöne Geschäfte und gastronomische Angebote. Seit 1893 prägt das Oldenburgische Staatstheater mit seiner Kuppel das Stadtbild; sein Inneres gleicht der berühmten Dresdner Semperoper. Die Lambertikirche ist außen eine neugotische Hallenkirche, innen klassizistische Rotunde, ein faszinierender Kontrast. Die evangelische Kirche wurde ursprünglich um 1200 erbaut, 1795 wurde sie bis auf die Auflenmauern abgerissen und es entstand die Rundkirche mit Glaskuppel. Der Kirchenturm und die vier Ecktürme wurden erst 1885 / 1887 ergänzt. Im Raum hinter dem Altar ruhen in Särgen Graf Anton Günther und seine Frau sowie Herzog Friedrich August und jemand Nichtgenannter. Das Alte Rathaus von 1888 ist ein originelles Bauwerk der Gründerzeit, denn es hat eine Dreiecksform mit sehr schöner Fassade. Es ist auch heute noch Amtssitz des Oberbürgermeisters. Das Glockenspiel ist täglich vier Mal zu hören. Als Überrest der ehemaligen Stadtbefestigung ist der Pulverturm zu erwähnen, er diente den Dänen 1730 bis 1765 tatsächlich als Ort der Lagerung von Pulver. Er blieb deshalb später erhalten, weil in ihm Eis für die Speisen aus der Hofküche eingelagert wurde. Heute finden im Pulverturm Kunstausstellungen statt. Nach dem Rundgang in Oldenburg war etwas Erholung angesagt: Die Fahrt ging am Nachmittag weiter nach Bad Zwischenahn. Das Zwischenahner Meer ist mit 5,5 qkm Fläche die drittgrößte Wasserfläche Niedersachsens nach dem Steinhuder Meer und dem Dümmer. Die Ausdehnungsmaße sind rund 2,8 x 2,0 Kilometer und die durchschnittliche Wassertiefe ist etwa 3,3 Meter. Entstanden ist das Meer durch einen Einsturz eines Salzstockes und des darüberliegenden Deckgebirges, hervorgerufen durch Auswaschung des Salzstocks durch Grundwasser. In diesem Bereich bildete sich dann das Gewässer. Das war im Endzeitalter des Perm vor und 250 Millionen Jahren. Was macht man in Bad Zwischenahn? Entweder eine Schifffahrt entlang der 11 km Uferzone, eine Besichtigung uralter Gehöfte und Mühlen, flaniert durch die hübsche Innenstadt mit Lokalen und Boutiquen, setzt sich in ein Café und mampft Torten oder man geht Aal einkaufen. Erwähnenswert ist auch das Werk von Müllers Mühle (Rügenwalder Mühle), in dem rund 400 Mitarbeiter Wurstwaren erzeugen und für etwa 170 Millionen Euro Umsatz sorgen. Nicht zu vergessen sind die vielen Baumschulen entlang der Bundesstraße, in denen Gehölze aller Art angeboten werden. Das küstennahe Klima (hohe Feuchtigkeit, milde Winter) und die Ammerländer Geest ermöglichen auf diesem speziellen Boden den prächtigen Baumwuchs. Seit den späten 1970er und frühen 1980er Jahren kursiert auch eine Legende über einen 3,50 m langen Wels, der im See leben soll. Gesehen hat ihn – ähnlich dem Ungeheuer vom Loch Ness – aber bislang niemand. Immerhin wurde dem Wels auf dem Marktplatz eine bronzene Statue gewidmet.

Nach der „Schnupperrundfahrt“ am Sonntagnachmmittag war am Dienstag nun „Bremen total“ angesagt. In zwei Gruppen mit kundiger Führung starteten wir natürlich vor dem Rathaus am Roland, seit 1404 Symbolfigur für Freiheit und Rechte der Stadt Bremen. Auf dem Schild eine Inschrift: „Freiheit tu ich euch öffentlich kund, die Karl und mancher Fürst fürwahr dieser Stätte gegeben hat, dafür danket Gott, das ist mein Rat.“ Die größte freistehende Statur des deutschen Mittelalters misst total 10,12 m incl. Sockel und gotisch ornamentiertem Baldachin. Dargestellt ist ein bekannter Heerführer, angeblich ein Neffe Karls des Großen. Die kleine Gestalt unter den Füßen Rolands wird als unterworfener Friesenhäuptling interpretiert. Im 2. Weltkrieg bekam Roland 1939 als Schutzmaßlnahme eine mit Sand gefüllte Holzverschalung. Der Originalkopf wurde durch eine materialgerechte Kopie ersetzt. Das Original steht seitdem im Fockemuseum. Zusammen mit dem Roland wurde das Bremer Rathaus 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist ein bau- und kunstgeschichtliches Kleinod, nicht nur repräsentativer Veranstaltungsort, sondern auch immer noch Arbeitsstätte. Es misst 41,40 x 15,80 x 28,0 Meter. Der Bau liegt mitten in der Bremer Altstadt am Marktplatz, gegenüber liegt der Schütting (Haus der Kaufmannschaft und seit 1849 Sitz der IHK)), rechts ist der Bremer Dom St. Peter und das Bismarckdenkmal sowie das moderne Haus der Bremer Bürgerschaft (Rat der Stadt). Links ist die Kirche Unserer Lieben Frau, mit wirklich sehenswerten Glasfenstern und an der Westseite vom Rathaus ist die Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten. Erbaut wurde das Rathaus 1405-1410 als gotischer Saalgeschossbau. In ihm befinden sich untere und obere Halle. Die obere Halle 41 x 13 x 8 m gehört zu den größten stützenlosen Hallen des Mittelalters in Nordeuropa. Eine reich verzierte Holzdecke, von der herab Modelle von Orlogschiffen (Kriegsschiffen) hängen, von deren Miniaturkanonen früher sogar Böllerschüsse bei Festen abgegeben wurden. Die untere Rathaushalle ist eigentlich bis auf 2 verzierte gotische Portale schmucklos, sie diente und dient Marktzwecken und Ausstellungen. Schade, dass die Zeit keine Innenbesichtigung erlaubte. Von 1608 bis 1612 wurde das Rathaus umgebaut, der Mittelteil wurde abgerissen, die Fenster verbreitet und es entstand ein durchfensterter Erker, gekrönt von einem landrischem Giebel. An der Fassade sind viele Figuren von Kaiser und den sieben Kurfürsten des Reichs zu sehen. Erwähnenswert ist u.a. die Figur einer Henne mit ihren Küken. Natürlich war man nicht in Bremen, ohne die Böttchenstraße, die heimliche Hauptstraße Bremens, gesehen zu haben. Sie begeistert mit einer einzigartigen Symbiose aus traditionellerund expressionitischer Backstein-Architektur. Sie ist nur rund 100 m lang und wurde in heutigem Stil 1922 und 1932 errichtet. Ihre Geschichte geht ursprünglich bis ins Mittelalter zurück und sie war die Verbindung zwischen Marktplatz und Weser. In ihr waren Böttcher- und Zubermacher ansässig. Als der Hafen um 1850 verlegt wurde, begann die Böttcherstraße immer weiter an Wichtigkeit zu verlieren. Von 1902 bis 1954 nach der Zerstörung in 1944 wechselten die Häuser mehrfach die Besitzer und wurden umgebaut oder neu erbaut.
1926 wurde das Paula-Becker-Modersohn-Haus als Museum errichtet. Das Roselius-Haus wurde zur Heimat der Firma Kaffee-HAG und 1931 wurde das Robinson-Crusoe-Haus gebaut. 1979 verkaufte Roselius jun. die Kaffee-HAG mitsamt der Böttcherstraße an die General Foods (mit heute bekannten Marken wie Kraft, Jacobs, Suchard, Mars und Miracel Whip), kaufte alles aber 1981 alles wieder zurück. 2004 ging alles als eine GmbH an die Finanzholding der Bremer Sparkasse. Ebenso sehenswert wie die Böttcherstraße ist der Schnoor, ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt. Schnoor = Schnur, gab es doch dort einen Bereich, in dem Seile und Taue hergestellt wurden und einen Nachbarbereich mit Draht- und Ankerkettenproduktionen. Die erste bekannte Erwähnung war im 13. Jahrhundert und die ältesten noch erhaltenen Häuser sind von 1401 und 1402. Viele Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind weitgehend noch im originalen Bauzustand. Die ursprüngliche Bevölkerung waren überwiegend Flussfischer und Schiffer, da die Balge, ein Seitenarm der Weser, direkt durch das Schnoorviertel floss. Im Mittelalter war die Balge noch Hauptstrom Bremens, versandete aber nach und nach und der eigentliche Nebenfluss, die Weser, wurde zum Hauptgewässer. Das letzte Rinnsal der Balge wurde im
19. Jahrhundert zugeschüttet. Infolge der kleinen Grundstücke und engen Gassen entwickelte sich der Schnoor Anfang des 20. Jahrhunderts zum Armen-Leute-Viertel. Ein Haus hatte rund 60 qm Grund und Boden und für den motorisierten Verkehr waren die Straßen im Schnoor praktisch unpassierbar.überwiegend verschont blieb das Viertel im 2. Weltkrieg und heute bewahren ein Ortsstatut und der Denkmalschutz das Ensemble vor Veränderungen. Kunsthandwerk, Galerien, Antiquitätenländen sowie Cafés und Restaurants bilden neben kleinen Wohnhäusern diesen sehr interessanten Stadtteil Bremens. Die meisten Gebäude sind in den Epochen des Klassizismus (1800-1850) und des Historismus (1850-1890) entstanden, mache auch schon im Barock (1700-1770), aber nur wenige stammen aus der Renaissance 1550-1630). Nach dem Rundgang bot der Rathausplatz bei schönstem Sonnenschein mit seiner open-air Gastronomie eine willkommene Ruhepause.
Höhepunkt des Tages war gewiss die Besichtigung des Bremer Ratskellers. Eine traditionsreiche Gaststätte im Keller des Rathauses, die auch seit 1973 unter Denkmalschutz steht. Seit der Erbauung im Jahre 1405 werden hier nur deutsche Weine gelagert und verkauft. Es war das Privileg des Bremer Rates seit 1330 zum Ausschank von Weißwein in der Stadt, erst 1815 erlosch es stillschweigend. Ein Schriftstück von 1342 besagt, dass sogar ein
Ausschankverbot erlassen wurde, damit nicht „irgendein Bürger Wein laufen lassen kann, sondern nur der Ratsmann“, sprich die vom Rat gewählten Weinherren. Hierzu wurde ein Stadtweinkeller eingerichtet, in dem alle Händler und Gastwirte ihre Weine lagern mussten. Damit sollten die Preise und die Steuer kontrolliert werden. Das älteste noch volle Weinfass enthält einen Rüdesheimer Wein aus dem Jahr 1653. Das größte, aber leere Fass stammt aus 1737 und könnte 37.000 Flaschen fassen. An bewirtschafteten Räumlichkeiten sind knapp 1.250 qm vorhanden, der Gesamtkompex ist über 5.000 qm groß und erstreckt sich unter Altem und Neuem Rathaus, dem Liebfrauenkirchhof und dem Domhof. Diverse Hallen, Säle, Senats- und Kaiserzimmer laden ebenso ein wie 6 kleine für max. 5 Personen und 2 größere „Priölken“ für 10-12 Personen. Diese dienten den vertraulichen Gesprächen zwischen Händlern und Kapitänen und durften aus Anstandsgründen erst dann mit Schiebetüren geschlossen werden, wenn mehr als 2 Personen darin saßen. Heute werden in den Kellern, die bis 8 Grad Celsius kühl sind, über 1 Million Flaschen gelagert, alles deutsche Weine. Die Fasskeller mit einer Kapazität von einer halben Million Flaschen, werden aus Qualitätsgründen nicht mehr genutzt. Napoleons Truppen plünderten einst die Vorräte und die US-Besatzer nach 1945 ebenfalls. Gerettet wurde der Wein in der Schatzkammer, weil man diese einfach zumauerte. Die besonders wertvollen Weine, allein 150 verschiedene Trokenbeerenauslesen lagern in der Schatzkammer, mit einer Kapazität von 36.000 Flaschen. Dieser Raum darf nur in Begleitung des Kellermeisters betreten werden. Er zeichnet auch verantwortlich für die jährlichen Einkäufe von Weinen aus allen 13 deutschen Anbaugebieten. Zur Probe bekamen unsere beiden Gruppen ein Glas süffigen Weißweins, nämlich einen 2011er Kreuznacher Kronenberg Sylvaner. Berühmte Gäste des Ratskellers waren u.a. Fürst Bismarck, Johannes Brahms, Hoffmann von Fallersleben, Heinrich Heine, Karl Maria von Weber, Nikolai Gogol, Theodor Fontane, Graf Moltke, die beiden Kaiser Wilhelm I. und II. Nicht zu vergessen natürlich die Reisegruppe vom Heidter Bürgerverein e.V.
Auch einen Abstecher nach Bremerhaven hatten die tüchtigen Reiseplaner natürlich vorgesehen. Das Wetter spielte bis auf ganz kurze Zeit mit und daher konnte aus der reichen Auswahl an Sehenswürdigkeiten am Vormittag jeder das für ihn Passende angehen: Das deutsche Auswandererhaus an der Columbuskaje versetzt einen in die Vergangenheit und man lernt viel über die Lebensart vergangener Zeiten. Im Computer sind verfügbare Namen und Daten wie Zielland und -Ort ersichtlich. Es kann Ahnenforschung betrieben werden. Teilweise sind auch Pflastersteine mit Auswanderernamen und Zielgebiet vor dem Haus verlegt. Das Klimahaus 8 Grad Ost gibt Einblicke in Länder und Landschaften, die entlang des 8. Längengrades Ost liegen: Bremerhaven-D,
Isenthal-Schweiz, Sardinien-Italien, Kanuak- Nigeria, Ikeuge-Kamerun, Königin-Maund-Land - Antarktis, Satitoa-Samoa, Gambel-Alaska und Hallig-Langeneß-D. Auf über 15.000qm Fläche ist diese Erdumrundung eindrucksvoll dargestellt. Man kann einen ganzen Tag dort zubringen, so interessant ist die Ausstellung. Im Mediterraneo,
einem im ital. Stil erbauten gehobenen Einkaufs- und Schlemmerparadies, ließen wir uns Eisbecher und Capuccino munden. Die Aussichtsplattform SAIL CITY gewährt einen fantastischen Ausblick auf Bremerhaven
und einen tollen Überblick über die verschiedenen Häfen. Für Tierfreunde ist natürlich ein Besuch im Zoo am Meer lohnenswert. Das Deutsche Schiffahrtsmuseum (es schreibt sich nur mit 2 F, weil vor der Rechtschreibreform gegründet) lockt. mit unzähligen Exponaten aus fast allen Zeitepochen sowie Filmvorführungen nicht nur Nautiker an. Schatz Nr. 1 ist die alte Hanse-Kogge von 1380, die vor rund 50 Jahren in der Weser gefunden wurde, und als beste-restaurierte alte Logge gilt. Im Freigelände liegen alte Schlepper, das Feuerschiff Elbe 3, ein Tragflügelspeedboot, ein Walfangschiff, ein U-Boot und auch der Viermastgaffelschoner „Seute Deern“, auf dem
unser Mitglied und Reisegast Dr. Meine seine Abiturfeier erlebt hatte, denn er ist ein echter Bremer und weiß wohl mehr über Bremen, als die Stadtführer. Auch an seinem Gymnasium hinter dem Dom kamen wir natürlich vorbei.
Highlight des Tages war dann eine Bootsrundfahrt durch die diversen Häfen und an einigen Werften und Docks vorbei, wo ein reges Treiben herrschte: Autotransporter, Hotelschiffe und Frachter in allen Größen gab es zu sehen. AlsÜberraschung wurden große und sehr leckere Butterkuchenstücke mit Kaffee serviert. Das brachte müde Geister und Glieder wieder auf Trab.
Kurzum: Es war einmal mehr eine ganz tolle und hervorragend organisierte Fünftagesfahrt des HBV. Tausend Dank an die Ehepaare Behrens und Thurmann, denn sie hatten alles im Vorfeld erkundschaftet und erprobt! Besten Dank aber auch an die fleißigen Wasser- und Kaffeetanten im Bus! Die nächste Tagesfahrt ist für die 3 Damen gratis.

H.F.
 
 
Frühjahrsfahrt des Heidter Bürgervereins
vom 25. – 29.5.2014 nach Breisach und Umgebung
 

Pünktlich starteten wir mit dem Bus von Wuppertal nach Breisach am Rhein. Die Sonne schien und die Stimmung war wie immer sehr gut, erwartungsvoll, aber auch ein wenig wehmütig. Dies sollte die letzte Fahrt unserer beiden
„Reiseleiter“ Detlef Behrens und Willi Thurmann sein, die nach 25 großen Reisen amtsmüde sind und ihre Zeit Familie und Beruf mehr widmen wollen.
Schon Herr Edgar Spier hatte uns mit bester Organisation und wunderbaren Ideen der gemeinsamen Reisen verwöhnt. Hier noch einmal herzlichen Dank!

Nun sollte wieder einmal eine Ära zu Ende gehen. Wie wird es weitergehen?
Wer kann das schwere Erbe antreten und dem Verein, d.h. uns allen, so erlebnisreiche und bestens organisierte Touren anbieten? Wir sind alle gefragt.

In Bad Camberg machten wir die erste Pause, um dann um 13.00 Uhr in Baden-Baden unsere Mittagspause auf der Raststätte zu genießen. Sehr beeindruckend erlebten viele von uns die dortige Autobahnkirche, die
dem Hl. Christopherus, dem Schutzpatron der Reisenden, gewidmet ist. Der Rundbau der Kirche mit den vielen bunten Mosaikfenstern mit Motiven aus der Legende um den Hl. Christopherus lud zum Innehalten, Meditieren und Gebet ein. Die Sonne ließ die bunte Pracht der Fenster im ganzen Kirchenraum erstrahlen.

Vor unserer Weiterfahrt hatten unsere Reiseleiter mit dem Vorstand eine Überraschung vorbereitet. Anlässlich der 110-Jahresfeier des HBVs gab es einen Sektempfang, wo dann auch einige Flaschen Sekt noch für unsere Fahrt
zur Verfügung standen. In lockerer Atmosphäre genossen wir das edle Getränk und versuchten auch einen Trinkspruch zu singen, was aber leider mangels Stimmschwierigkeiten nicht ganz gelang.
Fröhlich setzten wir unsere Reise fort und erreichten nachmittags unser Ziel. Das Best Western Hotel am Münster, Breisach, war unser Quartier für die nächsten Tage. Bald hatten wir unsere schönen Zimmer bezogen und ließen
nach vielseitigem Abendbüffet den Tag auf der Terrasse ausklingen.

Auf nach Colmar

Der Blick aus unseren Fenstern war uns sehr vertraut – trüb und Regen. Jedoch nach wunderbarem Frühstück hellte es sich auf und wir starteten mit unserem Bus nach Colmar im Elsass. Um 9,30 Uhr wurden wir zur Stadtführung erwartet, die für 90 Minuten angesetzt war. Mal mit oder ohne Schirm bewunderten wir diese interessante alte Stadt mit großer Geschichte.Colmar ist nach Straßburg und Mühlhausen die 3. größte Stadt im Elsass. Im Jahre 2011 weist die Zahl 67.400 Einwohner auf für die Stadt selbst und für den Großraum 120.400. Wenn man das Stadtgeschehen Colmars verfolgt, erfährt man aus dem Internet die wechselhafte und teils schmerzhafte Geschichte, die die Stadt erlebte (auch deutsche Soldaten waren dabei verstrickt).

Viele Touristen weltweit besuchen heute Colmar, um die unter Denkmalschutz stehende Altstadt zu erleben und die großen Kunstschätze, vor allem den Isenheimer Altar, (z.Zt. aufgebaut in der Dominikaner Kirche) zu bewundern. Ein weiterer Besuch Colmars wäre erstrebenswert. Voller Eindrücke, die hier nicht alle zu Papier gebracht werden können, reisten wir am Nachmittag zurück nach Breisach.
Im Hotel wartete eine Überraschung auf uns. Der Vorstand hatte für jeden einen Teller mit Erdbeeren, Eis und Sahne bestellt. Wir waren begeistert.
Die Leiterin des Tourismuszentrums Breisach weilte unter uns und erhielt ein Souvenir aus Wuppertal als Dank für ihre gute Beratung und Hilfe bei der Organisation vor Ort. Zwei unserer Mitglieder hatten einen schönen Vers gedichtet und vorgetragen.
Es war der Dank der Gruppe an unsere Reiseleiter, die auch ein kleines Geschenk unsererseits und seitens des Vorstandes erhielten. Eine gute Nachricht brachte uns auch Herr Behrens: Er würde auch bereit sein, die nächste große Tour in 2015 mit zu gestalten. Beide, Herr Thurmann und Herr Behrens versprachen, auch in Zukunft mit Rat (evtl. auch Tat?) zur Seite zu stehen; aber ein Nachfolger wird dringend gesucht!!!

Am Abend saßen wir gemütlich im Weinkeller unseres Hotels. Eine Damengruppe aus Norddeutschland hatte eine Klavierspielerin unter sich. Sie setzte sich an das Klavier im Gastraum und spielte vollkommen ohne Noten Volks- und Fahrtenlieder. Begeistert sangen wir mit. Es war ein wunderschöner Abend.

Kaiserstuhl und Tuniberg

Am Dienstag führte uns unser Programm zum Kaiserstuhl. Der Kaiserstuhl ist ein Mittelgebirge von ca. 350 m Höhe und liegt in Baden-Württemberg. Seine Nachbarn in der Oberrheinebene sind Schwarzwald und Vogesen. Der Kaiserstuhl ist vulkanischen Ursprungs und gilt als Deutschlands sonnenreichstes Gebiet – ein Rebengebiet. Der höchste Gipfel ist der „Totenkopf“ mit 556 m.

Viele Winzergenerationen haben beeindruckende Weinterrassen gebaut, um den wertvollen Lössboden festzuhalten. Der Kaiserstuhl wird auch „Küche des Bacchus“ genannt. Wenn die Sommersonne auf die Weinterrassen brennt, dann erwärmt sich das dunkle Vulkangestein und ist somit Wärmespeicher für nachts und kühlere Tage. Auf diesen Vulkanböden wurden schon Temperaturen von 70 Grad Celsius gemessen. Hier wächst klimabedingt ca. 1/3 des badischen Weines. Schon die Römer hatten hier Weinbau.
Vorrangig werden hier Burgunderweine neben vielen anderen Sorten, u.a. Müller-Thurgau, angebaut. Bei Touristen aus aller Welt ist das Kaiserstuhlgebiet sehr beliebt; es bietet nicht nur Wein sondern auch artenreiche Flora und Faune (größte Orchideenvielfalt in Europa, Quelle: Internet)
In Anlehnung an den Gerichtstag von König Otto 3., der im Dezember 994 bei Sasbach abgehalten wurde, erhielt dieses Gebiet den Namen „Königsstuhl“. Nach der Kaiserkrönung, März 996, wurde es ein „Kaiserstuhl“. Historiker
vermuten zwar, dass dieser Begriff nicht vor dem 13. Jahrhundert entstand.

Der Tuniberg, 312 m hoch, zwischen Schwarzwald und Rhein – vor den Toren Freiburgs – gilt als der kleinere Bruder des Kaiserstuhls. Hier findet man überwiegend Kalksteinboden mit Löss- und Lehmauflagen. Hauptsächlich werden hier Burgunderrebsorten angebaut. Seit 1996 ist der Tuniberg weinbaulich vom
Kaiserstuhl getrennt. Auch Spargel- und Maisanbau findet man hier.Eine Dame des Tourismusvereins begleitete uns durch unsere „Genusstour“ im Kaiserstuhlgebiet. Unser 1. Halt war in Gottenheim. In einer Straußwirtschaft empfing uns eine ehemalige Winzerkönigin. Bei einer Weinverkostung erfuhren wir vieles über Rebsorten, Weinanbau und allgemeines Wissen über dieses Weingebiet.
Eine Straußenwirtschaft ist gekennzeichnet durch hängende Zweige (Strauss), die vor dem Anwesen sichtbar sind. Dies ist ein Zeichen für Ausschank von selbst angebautem Wein. Endingen erreichten wir in der Mittagszeit und hatten eine wunderbare Bewirtung im Bürgerhaus. Unser Vorstand lud uns ein zu einem reichhaltigen Vesperteller mit typischen Wurstsorten, sowie Getränken. Natürlich gab es auch Verkostung eines entsprechenden Weines und auch die Möglichkeit des Kaufes von Wurst und Wein.
Unsere Fahrt ging weiter nach Burgheim, wo wir in einem urigen „Nachtwächter Asyl“ einen gedeckten Tisch fanden. Die Wirtsleute verwöhnten uns mit selbstgebackenem Kuchen. Das „Nachtwächter Asyl“ wird 2-mal wöchentlich als Ausgang eines Rundgangs angeboten mit Einladung zu einer Ritternacht.
Begeistert fuhren wir weiter und machten einen kurzen Halt in Blankenhornsberg, wo wir nochmals die Gelegenheit zu einer Weinverkostung hatten.

Den Abend beendeten wir wieder in fröhlicher Singrunde im Hotel. Unsere „Klavierdame“ begleitete uns. Leider hatte unsere Erinnerung ab und zu Liedstrophen verwechselt oder vergessen. Jedenfalls im nächsten Jahr bringen wir die „Mundorgel“ mit.

Breisach am Rhein

Nach diesen erlebnisreichen Tagen stand heute Breisach auf dem Programm mit einem Stadtrundgang unter Leitung. Unser Quartier war das Best Western Hotel am Münster auf dem Münsterberg.
Das Wahrzeichen Breisachs ist das St. Stephansmünster, erbaut im romanischen und gotischen Stiel. Obwohl es im 2. Weltkrieg 1945 stark zerstört wurde, sind im Inneren bedeutende Kunstwerke ihrer Zeit erhalten, Grabsteine,
Fresken, Wandmalereien von Martin Schongauer. Alles gibt Zeugnis von der bewegten Geschichte Breisachs unter habsburgerischer und französischer Herrschaft. Der Münsterplatz diente vom Mittelalter bis in die Mitte des 17.
Jahrhunderts als Friedhof und später bis in das 18. Jahrhundert als Exerzierplatz.
Vom Münsterplatz hat man einen weiten Blick über Gesamtbreisach, dem Rhein bis hin zu den Vogesen.
Breisach liegt am Oberrhein, an der deutsch-französischen Grenze, zwischen Colmar und Freiburg, nahe am Kaiserstuhl. Eine Rheinbrücke führt den Straßenverkehr nach Vogelsheim auf französischer Seite.
Oftmals war Breisach im Brennpunkt deutscher und europäischer Politik. Aus allen leidvollen Erfahrungen und dem Bewusstsein eines notwendigen friedvollen Zusammenlebens stimmten am 9. Juli 1950 96% der Wähler für ein freies und einiges Europa. Daher hat Breisach auch den Ehrentitel als 1. Stadt in Europa erhalten - Europastadt“.

Auf dem Wege zur Unterstadt kamen wir am Radbrunnenturm vorbei. In der Mitte der Radbrunnenallee erhebt sich der Radbrunnenturm über dem rund 41 Meter tiefen Trinkwasserbrunnen, der 1198 begonnen und mit einem hölzernen Tretrad bedient wurde. Der Turm war auch mittelalterliches Rathaus und Gerichtsstätte mit Folterkammer. Nach mehrfachen Umbauten dient der Turm seit 1983 als Ausstellungs- und Konzertraum.

In der Unterstadt war unsere offizielle Führung beendet. Wir setzten unsere Erkundungen auf eigene Faust fort.
Am Nachmittag trafen wir uns zur Kellereibesichtigung der Geldermanns Privatsektkellerei.
Unter dem Breisacher Schlossberg gelegene Keller herrscht bis heute optimale Bedingung für die Sektreife. Nach bewegter Firmengeschichte hat Geldermann seinen endgültigen Standort in Breisach am Rhein gefunden. Nach dem 2. Weltkrieg konnte bereits 1947 wieder mit der Sektproduktion begonnen werden.
Am 1.1.2003 wurde Geldermann von den Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien in „Deutschlands Haus aus Sekt“ aufgenommen. Zwar endet damit eine große Sektdynastie, doch die Tradition lebt weiter: exzellenten Spitzensekt in
traditioneller Flaschengärung zu produzieren.
Bei einem Rundgang durch den weitverzeigten Keller und späterem Video mit Sektverkostung haben wir etwas vom Geheimnis der Sektproduktion erfahren.

Es war unser letzter Abend im Hotel. Unsere „Klaviergruppe“ war schon abgereist. Wir saßen zusammen, erzählten, spielten und tauschten Erinnerungen aus. Es war wieder einmal eine wunderschöne Tour.

Herzlichen Dank an alle, die dazu beitrugen, vor allem unseren beiden Reiseleitern mit Frauen.

Am nächsten Tag kehrten wir wohlbehalten und voller schöner Eindrücke nach Wuppertal zurück.

Gisela Grüneberg

 
 

Barocke Pracht im „Westfälischen Versailles“ bei „Sonnenkönigswetter“ und
Biergarten- Erholung im Dorfkrug des Mühlenhof-Freilichtmuseums Münster

Pünktlich 1 ½ Stunden nach Sonnenaufgang setzte sich der Doppelstockbus in Richtung Münsterland in Bewegung und nach gut einer Stunde gemütlicher und sicherer Fahrt dank Salvatore aus Sizilien am Steuer des „Placke“-20-Tonners hielten wir am Rand des Schlossparks. Begleitet von Vogelgezwitscher begaben wir uns zum Wasserschloss, um die Räumlichkeiten mit einer sachkundigen Führerin zu kennenzulernen.

Besonders beeindruckend war die weiträumige Anlage von Schloss und Schlosspark, erbaut für einen Münsteraner Fürsterzbischof in der Zeit des Absolutismus, als auch Barockstädte geplant wurden, in denen sternförmig die Straßen aufs Schloss zuliefen – so auch die Parkachsen in Nordkirchen. Heute lernen künftige Finanzbeamte des Landes NRW ihr „Handwerk“ in dieser „sonnenköniglichen“ Umgebung... - Ausgleich für den eher trockenen Lernstoff bzw. für die später sicher unvermeidlichen Auseinandersetzungen mit den unzufriedenen Steuerzahlern?!

Die Führung begann in der 1710 vollendeten Schlosskapelle, die auch heute noch gelegentlich genutzt wird, z. B. für Trauungen. Hier fielen – wie auch in den prächtigen Räumen der „bel-Etage“ des Schlosses die Original-Deckengemälde auf, die erst an die Decke geschraubt wurden, als sie fertiggetellt waren. Gemalt wurden sie vom Bruder eines der beiden Architekten.

Nach der Besichtigung fuhren wir weiter ins Westfälische Freilichtmuseum Mühlenhof nach Münster. Nach ausgiebiger Rast im Biergarten des Museums-Dorfkrugs durften wir an einer sehr informativen Führung durch einige Gebäude und den Bauerngarten des Museums teilnehmen. Ein Höhepunkt war der Besuch der Dorfschule, in der der ehrenamtlich für den privaten Trägerverein tätige Museumsführer in die Rolle des Dorfschulmeisters schlüpfte und das „Sitzenbleiben“ (in der dem Jahrgang zugewiesenen Schulbank) ebenso erklärte wie das „etwas auf dem Kasten Haben“, nämlich die beschriebene Rückseite des Holzkastens, der als Schultornister diente und die Butterbrote und Griffel enthielt...

Besonders wichtig: was bedeutet: den Löffel abgeben?
In den großen münsterländischen Bauernhöfen hatte die Bäuerin im Haushalt das Sagen – und als Zeichen ihrer Machtbefugnis trug sie einen großen Kochlöffel am Gürtel ihrer Kittelschürze! Kam nun eine Schwiegertochter ins Haus, gab sie ihr den Löffel ab, wenn sie ihr genehm war, sonst: erst auf dem Sterbebett...!

Was ist ein Stöfken?
Klar, ein Behältnis mit Teelicht zum Warmhalten eines Kanneninhaltes – aber früher bei den Bauern? Da diente ein im Vergleich zu heute etwa dreimal so hohes Behältnis – mit Henkel – zum Transportieren von etwas Herdglut, denn es gab ein ungeschriebenes Gesetz, dass Nachbarn sich mit etwas Glut aushelfen mussten, wenn bei einem Haushalt das Herdfeuer ausgegangen war. Auch bei bestehendem Nachbarschaftszwist galt diese Bestimmung!
Die Kiepenkerls (unser Führer trug die entsprechende Tracht) versorgten früher von den Landstädten aus die Dorfbevölkerung mit Utensilien, die die in weitgehender Selbstversorgung lebende Landbevölkerung nicht selbst herstellen konnte: Stoffe, Nähutensilien usw.

Abschließend bleibt nur: DANKE zu sagen dem Vorbereitungsteam um Herrn Finkentey und den unermütlichen Betreuern, Frau Hansmann und Herrn Behrens!

H.-J.Brester

 
 
 
 
 

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